Trotz Entwarnung bei Weidenfeller - BVB gebeutelt ins nächste Topspiel

In Madrid musste Roman Weidenfeller einen Tritt von Marco Reus wegstecken - vor dem Spiel gegen Wolfsburg steht daher noch ein Fragezeichen hinter dem BVB-Keeper.
In Madrid musste Roman Weidenfeller einen Tritt von Marco Reus wegstecken - vor dem Spiel gegen Wolfsburg steht daher noch ein Fragezeichen hinter dem BVB-Keeper.
Foto: Imago
Bis auf Roman Weidenfeller haben alle Spieler von Borussia Dortmund die Partie bei Real Madrid (0:3) unbeschadet überstanden - und auch beim Torwart gab es am Nachmittag Entwarnung. Allerdings hat diese Partie erneut Kraft gekostet und Jürgen Klopp hat kaum Alternativen, um Spielern Pausen zu geben.

Dortmund.. Immerhin ein Gutes hatte die Reise nach Madrid, die Borussia Dortmund diese deutliche 0:3-Niederlage bei Real beschert hatte: Alle Borussen sind gesund zurückgekehrt, lediglich hinter Torhüter Roman Weidenfeller steht noch ein Fragezeichen. Der hatte sich bei einem Zusammenprall mit Marco Reus schon in der ersten Halbzeit am Arm verletzt, hielt aber bis zum Ende durch.

"Roman fährt jetzt zu weiteren Untersuchungen in die Klinik", sagte Jürgen Klopp nach der Rückkehr nach Dortmund. "Wir gehen aber nicht davon aus, dass etwas kaputt ist, er konnte ja weiterspielen. Es war nur schmerzhaft." Die Bestätigung gab es am Nachmittag: Weidenfeller habe nichts gebrochen, teilte der Verein mit - damit dürfte er auch im Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 18.30 Uhr/im Live-Ticker) das BVB-Tor hüten.

Ansonsten steht der Donnerstag beim BVB im Zeichen der Regeneration, nur für die Torhüter und den in Madrid gesperrten Mittelstürmer Robert Lewandowski waren Trainingseinheiten angesetzt. Denn die intensive Partie in Madrid hat viel Kraft gekostet und der VfL Wolfsburg sollte Klopps Mannen ebenfalls gehörig fordern. "Das ist nicht vergnügungssteuerpflichtig", sagt Klopp. "Aber ich habe auch schon von schlimmeren Dingen gehört, als innerhalb von drei Tagen zweimal Fußball spielen zu dürfen."

Klopp hat kaum Alternativen

Schonung kann der Trainer seinen strapazierten Spielern kaum verschaffen, wegen der langen Verletztenliste ist die Zahl der Alternativen äußerst überschaubar. Viele Akteure werden also auch gegen Wolfsburg über 90 Minuten aufs Feld müssen, obwohl sie eine Pause gut vertragen könnten.

Daher sei nun vor allem der Kopf gefragt: "In dieser Saisonphase stellt der Körper nicht alles freiwillig zur Verfügung, aber über den Willen kann man eine ganze Menge regeln", sagt Klopp. "Und über Atmosphäre. Das ist in dem Zusammenhang wirklich wichtig. Ich gehe davon aus, dass der Gegner VfL Wolfsburg den allergrößten Respekt genießt bei unseren Fans, dass allen klar ist, wie wichtig das ist und wieviel Unterstützung wir dementsprechend brauchen. Wir werden uns da reinbeißen müssen."

Für eine gute Stimmung spricht zumindest ein weiteres Ereignis, dass am Samstag begangen werden soll: Das Dortmunder Stadion hat Geburtstag, der BVB feiert 40 Jahre Heimat - es ist damit zu rechnen, dass dies entsprechend lautstark gewürdigt wird.´

 
 

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