Dortmund

Thomas Tuchel im BVB-Bomber-Prozess: „Ohne den Anschlag wäre ich noch BVB-Trainer“

Thomas Tuchel sagte als Zeuge im BVB-Bomber-Prozess aus.
Thomas Tuchel sagte als Zeuge im BVB-Bomber-Prozess aus.
Foto: dpa

Dortmund. Seine Aussage dauerte nur knappe zehn Minuten. Doch sie hatte einiges in sich.

Auf die Frage des Staatsanwalts, ob er ohne den Anschlag über den Sommer hinaus Trainer des BVB geblieben wäre, antwortete Thomas Tuchel (44): „Davon gehe ich aus.“

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So hätten sich die Dissonanzen zwischen ihm und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke auch auf den Umgang mit dem Anschlag konzentriert. „Unser größter Dissenz war, dass ich im Bus saß und er nicht. Da gab es Unterschiede im Umgang zwischen ihm und mir, auch ohne ihm das zum Vorwurf zu machen“, sagt Tuchel kryptisch.

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So habe sich das Attentat auf die Leistung der Mannschaft ausgewirkt. „Experten haben uns gesagt, dass es eine Drei-Tages-Frist gäbe, in der niemand auch nur im Entferntesten einer ähnlichen Situation ausgesetzt werden solle. Doch da saßen wir ja schon längst wieder im Bus.“

Ausmaß des Anschlags zeigte sich erst am nächsten Tag

Das ganze Ausmaß des Anschlags habe sich erst am nächsten Tag gezeigt. „Man hat gemerkt, dass die Spieler die Nacht nicht geschlafen haben. Ich bin absolut davon überzeugt davon, dass sich das auf unser Leistungsvermögen ausgewirkt hat.“ So seien auch in den Wochen darauf noch viele Einzel- und Gruppengespräche, auch mit dem Mannschaftsrat nötig gewesen.

Erstaunlich was geschafft wurde

Nur so hätte die Mannschaft eine Atmosphäre schaffen können, in der sie in der Lage war, sich auch wieder zu kritisieren.

Umso erstaunlicher sei laut Tuchel das, „was wir noch geschafft haben.“

Bei ihm selbst habe der Anschlag jedoch keine psychischen Folgen hinterlassen, sagt Tuchel. Folgen gab es neben der sportlichen, aber auch finanzieller Natur. „Ich habe natürlich auch finanzielle Einbußen erlitten. Ein äußerst namhafter Betrag“, so Tuchel, der immer noch in Dortmund wohnt.

 
 

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