Thomas Tuchel gibt Roman Bürki den Vorzug im BVB-Tor

Andreas Berten
Roman Bürki, Neuzugang vom SC Freiburg, wird für Borussia Dortmund das Tor in der Bundesliga hüten.
Roman Bürki, Neuzugang vom SC Freiburg, wird für Borussia Dortmund das Tor in der Bundesliga hüten.
Foto: Imago
Borussia Dortmunds Trainer hat sich entschieden in der T-Frage: Der Neuzugang Roman Bürki steht am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach zwischen den Pfosten. Tuchel: "Vielleicht ist es auch ein bisschen Bauchgefühl."

Dortmund. Am Ende war es sicherlich keine Überraschung mehr, aber mit der Bestätigung hatte Thomas Tuchel lange gewartet: Roman Bürki, Neuzugang vom SC Freiburg, wird für Borussia Dortmund das Tor in der Bundesliga hüten. “Es war eine harte Entscheidung, mit der wir aber sehr glücklich sind”, sagte der BVB-Coach vor dem Saisonauftakt am Samstag (18.30 Uhr, live im Ticker) gegen Borussia Mönchengladbach.

Für Bürki war es eine positive Nachricht, für seinen Konkurrenten Roman Weidenfeller dagegen eine schwierige. “Ich habe mit beiden gesprochen”, so Tuchel. Beide hätten im Training und in Spielen überzeugt. “Eine Entscheidung kann nicht bis ins Detail fachlich erklärt werden. Vielleicht ist es auch ein bisschen Bauchgefühl.” Platzhirsch Weidenfeller, seit 13 Jahren beim BVB. habe die Entscheidung mit einem “außergewöhnlichen Sportsgeist” aufgenommen. “Er hat hier sechs Wochen hingelegt, die ich so nicht erwartet hätte. Er hat sich nicht ausgeruht auf Lorbeeren, Titeln oder seinem Status im Klub.”

Tuchel: "Es gilt das Leistungsprinzip"

Während Bürki für die Bundesliga gesetzt ist, soll Weidenfeller auf jeden Fall die beiden letzten Qualifikationsspiele gegen Odds BK (Norwegen) am 20. und 27. August machen. Eine Entscheidung wie beim FC Barcelona, bei dem Marc-André ter Stegen in der vergangenen Saison konsequent in den Pokalwettbewerben eingesetzt worden war, sei dies aber nicht. “Ich habe Roman Weidenfeller klar gesagt: Wenn das der Sportler ist und das so bleibt, möchte ich auch, dass er Pflichtspiele absolviert. Ich tue mich aber schwer, schlechte Nachrichten mit einem Versprechen zu garnieren. Es gilt das Leistungsprinzip - auch für Roman Bürki.”

Tuchel hatte seit seinem Dienstantritt in Dortmund stets beide gelobt, damit den Zweikampf geschürt. Der Trainer hat Bürki und Weidenfeller zum Einsatz kommen lassen, sowohl in mäßig spaßigen Testspielen als auch in Pflichtspielen wie gegen den Wolfsberger AC in der Europa League.