Subotic nimmt Kyrgiakos' Entschuldigung per SMS nicht an

Thorsten Schabelon
Fällt sechs Wochen aus: BVB-Innenverteidiger Neven Subotic. (Foto: imago)
Fällt sechs Wochen aus: BVB-Innenverteidiger Neven Subotic. (Foto: imago)
Weil der Ellbogen des Wolfsburgers Sortirios Kyrgiakos in Neven Subotic' Gesicht landete, hat der Innenverteidiger von Borussia Dortmund jetzt drei Titanplatten im Kopf. „Sein Ellbogen hat da oben nichts zu suchen“, sagt Subotic, „es ist nicht richtig, dass ich alle Konsequenzen trage und er keine.“

Dortmund. Neven Subotic, Innenverteidiger von Borussia Dortmund, fällt mit einem Mittelgesichtsbruch sechs Wochen aus und hat jetzt viel Zeit.

Herr Subotic, sehen Sie beim Blick in den Spiegel immer noch Quasimodo?

Neven Subotic: Nein (lacht). Es ist besser geworden. Ich kann wieder durch das linke Auge sehen und die linke Gesichtshälfte ist sehr abgeschwollen. Die Liste meiner Knochenbrüche hätte einen Einkaufszettel vollgemacht. Es war meine erste Operation und jetzt habe ich gleich drei Titanplatten im Kopf.

Sie sind also erheblich eingeschränkt?

Subotic: Ja. Ich darf zwei Wochen nur Flüssiges essen: Suppe, Schokopudding, Joghurt mit Nutella. Und das als Serbe, der mit Fleisch erzogen wurde. Vielleicht püriere ich mir mal ein Steak mit Pommes. Da hätte ich gerade Hunger drauf.

Der Ellbogen des Wolfsburgers Sortirios Kyrgiakos ist in ihrem Gesicht gelandet. Hat er sich schon gemeldet?

Subotic: Ja, per SMS. Aber ich nehme die Entschuldigung nicht an. Er wollte mich sicher nicht ins Krankenhaus bringen, aber sein Ellbogen hat da oben nichts zu suchen. Es ist nicht richtig, dass ich alle Konsequenzen trage und er keine.

Sie müssen sechs Wochen pausieren, schon Pläne?

Subotic: Ich darf nicht viel machen. Zum Glück ist gerade ein neues Computerspiel erschienen. Ich spiele ganz gerne.

Sie könnten sich bei einem BVB-Heimspiel als Fan auf die Südtribune stellen…

Subotic: Warum nicht? Ich kann mir ja fast alles vorstellen, darunter auch das. Ich würde schon gerne bei allen Spielen dabei sein. Wir schauen mal.