Dortmund

Stimmungsboykott bei BVB gegen Freiburg: Formel1-Kommentator kritisiert Schweigeaktion der Südtribüne - und erntet Shitstorm

BVB-Fans protestierten gegen den DFB.
BVB-Fans protestierten gegen den DFB.
Foto: imago
  • Stimmungsboykott bei BVB gegen Freiburg
  • Formel1-Kommentator Heiko Wasser kritisiert Aktion
  • Dafür erntet er einen Shitstorm

Dortmund. Die Stimmung bei Borussia Dortmund könnte eigentlich nicht besser sein. 2:0 gewann der BVB gegen SC Freiburg - das 13. Bundesligaspiel ohne Niederlage.

Trotzdem blieb es in der ersten Halbzeit still im Westfalenstadion. Grund war der bundesweite Stimmungsboykott der Fan-Szenen in Deutschland, an dem sich auch die Fans beim Spiel BVB gegen SC Freiburg beteiligten. Ihnen geht es unter anderem um die Spieltagszerstückelung, sie protestieren etwa gegen Montagsspiele.

Stimmungsboykott bei BVB gegen Freiburg: Formel1-Kommentator kritisiert Aktion - und erntet Shitstorm

Der Stimmungsboykott kam aber nicht überall gut an. Formel1-Kommentator Heiko Wasser, der aus Dortmund kommt und BVB-Fan ist, twitterte entsetzt: „Fans, die ins Stadion gehen und dann 45 Minuten Ihre Mannschaft 'anschweigen', statt sie anzufeuern, sind für mich KEINE Fans“.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Du hast keine Ahnung von der Arbeit der Fanszenen“, so Twitter-User Fiete. „Wegen Kommentaren wie diesen musst du die F1 kommentieren und kein richtigen Sport“, findet Nico Jensen.

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Doch Wasser legte in seinem Ärger nochmal nach: „Jetzt werden die, die den BVB anfeuern, auch noch vom harten Kern der Süd ausgepfiffen. #Unfassbar #EchteLiebe“

Die Reaktionen blieben überwiegend die gleichen: „#echterbullshit“, kommentierte CedView. Nur Frank hatte Verständnis für den Formel1-Kommentator. „Man sollte auch die Meinungen tolerieren, die den Boykott nicht befürwortet. Zum Boykott zwingen? #notmyboycott“

Doch insgesamt scheint die Zustimmung zum Stimmungsboykott groß. Wie siehst du die Sache? Stimme hier ab.

Darum ging es beim Stimmungsboykott

Seit Jahren kämpfen die Fanszenen in ganz Deutschland gegen die Zerstückelung der Liga-Spieltage. Mit vielen verschiedenen Protesten hatten die Fans sich speziell gegen die Montagsspiele zur Wehr gesetzt.

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Schon vor Wochen hatten die organisierten Fanszenen angekündigt, dass sie an diesem Spieltag in der ersten Halbzeit ihre Unterstützung komplett einstellen wollen. Mit Erfolg. Die Montagsspiele sollen ab der Saison 2021/22 abgeschafft werden, so die DFL in der vergangenen Woche.

„Schritt kann nur der Anfang sein“

„Und nun? Ist doch alles gut, Ziel erreicht, weitersingen, danke. Pustekuchen! Dieser Schritt kann nur der Anfang sein! Der Protest, der in den letzten beiden Jahren erheblich an Fahrt aufgenommen hat, war nur deshalb so stark und öffentlichkeitswirksam, weil er solidarisch von der ersten bis zur fünften Liga mitgetragen wurde“, heißt es in dem gemeinsamen Protestschreiben. (ms)

 
 

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