Starker Sokratis nimmt Lewandowski aus dem Spiel - Note 1,5

Sokratis (r.) ließ seinem ehemaligen BVB-Kollegen Robert Lewandowski keine Chance.
Sokratis (r.) ließ seinem ehemaligen BVB-Kollegen Robert Lewandowski keine Chance.
Foto: imago
Mit einem hochverdienten 2:0 gewann Borussia Dortmund das Supercup-Finale gegen den FC Bayern München. Dabei zeigte sich vor allem ein Innenverteidiger bärenstark. Sokratis ließ dem Ex-Borussen Robert Lewandowski, der jetzt das Bayern-Trikot trägt, kaum eine Chance im Finale.

Dortmund.. Noten von 1,5 bis 4 - diskutieren Sie mit uns die Leistung der Dortmunder.

Sokratis der überragende Dortmunder - die BVB-Noten in der Übersicht

Mitch Langerak: In der ersten Halbzeit fast gar nicht gefordert, nach Shaqiris Schuss war er mit den Fäusten zur Stelle (3.). Direkt nach Wiederanpfiff tauchte plötzlich Neu-Bayer Lewandowski frei vor ihm auf - doch Langerak verkürzte den Winkel geschickt und konnte abwehren (46.). Danach hatte er wieder viel Zeit, sich zu erholen. Note: 2

Lukasz Piszczek: Sein Fehler leitete die erste Bayern-Chance durch Shaqiri ein (3.), sein scharfer Pass - der aber wohl eher nicht exakt so gewollt war - eine gute Gelegenheit für Oliver Kirch (17.). Bereitete per Flanke das 2:0 vor (62.). Auch sonst hatte er seine guten Szenen eher in der Offensive, gegen den quirligen Bernat im ersten Durchgang nicht ohne Schwierigkeiten. Note: 2,5

Sokratis: Wer war nochmal Lewandowski? Der griechische Innenverteidiger hatte seinen früheren Teamkollegen in der ersten Halbzeit fest im Griff, gewann jedes Kopfballduell und auch sonst fast alle Zweikämpfe gegen den Polen. Note: 1,5

Matthias Ginter: Auch er blieb in Durchgang eins ohne Fehler gegen die Bayern-Offensive, zeigte dann und wann seine gute Technik und kam sogar zu einer Torchance - brachte aber nicht genug Druck hinter seinen Kopfball, sodass Bayern-Torwart Neuer sicher hielt. Note: 2

Marcel Schmelzer (bis 45.): Unauffälliger Auftritt des Dortmunder Linksverteidigers. Ließ hinten nichts anbrennen - zeigte aber auch nach vorne zu wenig. Nach 45 Minuten ausgewechselt. Note: 4

Sebastian Kehl: Trug in Abwesenheit seines Nachfolgers Hummels noch einmal die BVB-Kapitänsbinde. Er zeigte sich ungewöhnlich präsent in der Offensive: Nach einem Eckball kam er im Strafraum zum Schuss, zielte aber genau auf Neuer (41.) - und genau das wiederholte er zwei Minuten später aus rund 18 Metern Entfernung. Zuvor hatte er etwas Glück, dass sein Pressschlag mit Rode nicht zu einem gefährlichen Konter führte, weil der Ball genau bei Ginter landete (35.). Ansonsten aber stark als zentraler Mann vor der Abwehr, räumte fast alles weg, was ins eine Richtung kam. Note: 2,5

Oliver Kirch (bis 83.): Allzu viel war es aber gar nicht, was zu Kehl kam - weil halbrechts davor Oliver Kirch spielte, der defensiv unheimlich präsent war und viele Lücken zulief. Hatte auch eine gute Gelegenheit, als ihn Piszczek rechts im Strafraum freispielte - aber wie sein Kapitän zog er seinen Schuss genau auf Torwart Neuer (17.). Besser gelang ihm seine Balleroberung samt scharfen Pass auf Immobile - aber der Neuzugang verstolperte den Ball (45.+1). Note: 3

Jonas Hofmann: Ansprechender Auftritt als Spielmacher der BVB-Mittelfeldraute, bewies seine Schnelligkeit und Spielstärke. Ging bei gegnerischem Ballbesitz weite Wege, war meist derjenige, der den zentralen Spieler in der Münchner Dreierkette anlief. In der 43. Minute von Aubameyang bedient, allerdings geriet sein Schuss zu schwach und damit zur sicheren Beute von Neuer. Note: 3

Henrikh Mkhitaryan: Zeigte nach 23 Minuten seinen unwiderstehlichen Antritt, ließ einen Gegenspieler stehen und spielte auf Aubameyang. Dem spitzelte Alaba den Ball vom Fuß - genau zu Mkhitaryan, der den Ball trocken in den Winkel schoss. Gute Leistung als halblinker Teil der Mittelfeldraute, ballsicher, laufstark und auch im Defensivspiel gewohnt einsatzfreudig. Note: 2

Pierre-Emerick Aubameyang (bis 63.): Der auffälligste BVB-Offensivspieler, brachte die Bayern-Abwehr mit seiner Schnelligkeit ein ums andere Mal in Verlegenheit - ließ es dann aber zu oft an der nötigen Effektivität vermissen. Bereitete nach gewonnenem Laufduell mit Alaba und Dante eine gute Gelegenheit für Hofmann vor (43.) und sorgte dann selbst für die Entscheidung: Er bediente Piszczek, lief dann durch in den Strafraum und köpfte die Flanke des Polen ins Tor (63.). Zeigte sich außerdem im Spiel gegen den Ball stark verbessert, setzte die Bayern im Spielaufbau immer wieder gut unter Druck. Note: 2

Ciro Immobile: Seine erste wirkliche Strafraumszene hatte der Neuzugang in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als er einen Kirch-Pass allerdings nicht richtig unter Kontrolle brachte und keinen vernünftigen Abschluss hinbekam. Die nächste folgte in der 77. Minute, als er Boateng verlud, den Ball dann aber ohne genügend Druck aufs Tor brachte. Zweimal zu eigensinnig, als er selbst den Abschluss suchte, statt besser postierte Kollegen anzuspielen, auch ansonsten eher glücklos. Bewies allerdings gutes taktisches Verständnis, besetzte gut die Räume, die seine Kollegen öffneten - gerade auch im Defensivspiel. Note: 4

Erik Durm (ab 46.): Kam für Schmelzer - und war gleich deutlich auffälliger: Eroberte den Ball gegen Boateng, flankte aus spitzem Winkel - doch Neuer fing den Ball ab (53.). Spätestens nach dem 2:0 spielte der BVB dann abwartender - und auch Durm damit zurückhaltender. Defensiv blieb er ohne Fehler. Note: 3

Adrian Ramos (ab 63.): Kam für Aubameyang. Ohne Note.

Sven Bender (ab 84.): Kam für Kirch. Ohne Note

 
 

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