Sokratis' Patzer leitet BVB-Niederlage in Mainz ein

Borussia Dortmunds Innenverteidiger Sokratis  patzte vor dem 0:1 der Mainzer böse.
Borussia Dortmunds Innenverteidiger Sokratis patzte vor dem 0:1 der Mainzer böse.
Foto: imago
Lange war es ein ausgeglichenes Spiel, das sich Mainz 05 und Borussia Dortmund und Mainz 05 lieferten. Doch dann patzte zunächst der sonst so sichere Sokratis schwer - und auch andere BVB-Akteure leisteten sich entscheidende Fehler.

Mainz.. Noten von 2 bis 4,5 - diskutieren Sie mit uns die Leistung der Dortmunder in Mainz.

Die BVB-Noten in der Übersicht

Roman Weidenfeller: Erst lange nicht gefordert, dann aufmerksam bei einem langen Ball, den er weit vor seinem Tor erlief (32.) und mit toller Reaktion gegen Okazakis ansatzlosen Schuss (36.). Auch bei Hofmanns Versuch war er auf dem Posten (36.). Machtlos bei den Gegentoren. Note: 3

Lukasz Piszczek: Der Rechtsverteidiger war meist in der gegnerischen Hälfte zu finden, viele Angriffe liefen über seine Seite. Bediente nach 40 Minuten Ramos mit einer präzisen Hereingabe - doch der scheiterte am Pfosten. Note: 3

Matthias Ginter: Seine präzisen Steilpässe sind eine Augenweide. Leider geriet sein Kerngeschäft, die Abwehr gegnerischer Angriffe, nicht so gut: Mal ließ er sich von Okazaki vernaschen und konnte den am Strafraum nur per Foul bremsen (8.), mal setzte sich Hofmann - mit etwas Glück - gegen ihn durch und kam zum Abschluss aus 20 Metern (18.), dann ließ er sich wieder von Okazaki übertölpeln und hatte Glück, dass sein anschließender Körpereinsatz nicht als Foul gewertet wurde (34.). Kam auch vor dessen Tor zu spät gegen Okazaki - da war der entscheidende Fehler aber seinem Nebenmann passiert (66.). Auch für sein Eigentor konnte er wenig, versuchte zu retten, was nicht mehr zu retten war (74.). Note: 4

Sokratis: In der ersten Halbzeit war es ein tadelloser Auftritt des Griechen, der mit dem Abwehrspiel nicht ausgelastet schien: Immer wieder wagte er mit dem Ball Vorstöße in die gegnerische Hälfte. Vor dem 0:1 aber patzte er böse, als er sich im Strafraum von Samperio austanzen ließ, der anschließend ungestört querlegen konnte (66.). Auch vor dem 0:2 sah er nicht gut aus, als erneut Samperio entwischte (74.). Note: 4,5

Erik Durm: Vor allem in der ersten Halbzeit ein sehr ordentlicher Auftritt des Linksverteidigers. Ließ defensiv sehr wenig zu und wagte sich immer wieder nach vorne - wo Zählbares aber ausblieb. Nach der Pause wie alle BVB-Defensivspieler mit Problemen gegen den schnellen Samperio. Note: 3,5

Sven Bender (bis 79.): Spielt nach seiner langen Leidenszeit, als sei er nie weggewesen. Gewohnt lauf- und zweikampfstark im Mittelfeld, fing viele Angriffe ab. Und hat offensichtlich während seiner Verletzungspause die Füße neu justiert bekommen: Überraschte mit einigen präzisen weiten Pässen und Spielverlagerungen. Note: 2

Milos Jojic: Der Serbe gab den deutlich offensiveren der beiden Sechser. Meist am, im oder um den gegnerischen Strafraum herum zu finden, an vielen Offensivaktionen beteiligt - in der ersten Halbzeit fehlte es aber am Ertrag. Note: 3

Pierre-Emerick Aubameyang: Wurde dieses Mal auf dem rechten Flügel eingesetzt - doch die Position im Sturm scheint ihm besser zu liegen, der Torabschluss ist eher seine Sache als Passkombinationen auf engstem Raum. Zu viele Bälle versprangen ihm. Und als er in der 54. Minute nach einem Abpraller im Strafraum zum Abschluss kam, wurde sein Schuss kurz vor der Torlinie abgewehrt. Note: 4

Shinji Kagawa (bis 64.): Bemühte sich erneut um eine prägende Rolle im BVB-Spiel: Lief enorm viel, forderte imemr wieder den Ball und wusste damit meist etwas Gescheites anzufangen. Atemberaubend, wie er sich mit einem einzigen Kontakt in der Ballannahme um den Gegner drehen kann. Die ganz großen Glanzlichter blieben dieses Mal aber aus. Wirkte im zweiten Durchgang müde und wurde nach rund einer Stunde ausgewechselt. Note:

Kevin Großkreutz: Reichte nicht an seine großartige Leistung gegen Arsenal heran. Zwar war der linke Mittelfeldspieler gewohnt lauf- und kampfstark - in seinen Offensivaktionen aber oft zu unpräzise. Bemerkenswerte Ausnahme: die 53. Minute, als er sich links durchwurschtelte und Adrian Ramos eine Großchance auflegte. Note: 4

Adrian Ramos (bis 64.): Legte los, als wolle er den Stundenweltrekord von Jens Voigt brechen. Ging enorme Wege, vor allem gegen den Ball. Im Abschluss aber glücklos: Sein Direktschuss von der Strafraumgrenze ging deutlich drüber (22.), nach Piszczeks Hereingabe traf er aus kurzer Distanz nur den Pfosten (40.) und als in Großkreutz präzise freispielte, wurde der Schuss des Kolumbianers kurz vor der Torlinie geblockt (53.). Note: 3

Henrikh Mkhitaryan (ab 64.): Kam für Kagawa und hatte kaum noch Möglichkeiten, sich zu zeigen. Ohne Note

Ciro Immobile (ab 64.): Begann sehr engagiert, holte mit seinem Schuss den Handelfmeter heraus (69.), den er im Anschluss aber mit einem eher schwachen, unplatzierten Schuss vergab (70.). Statt des 1:1 fiel kurz darauf das 0:2 aus Dortmunder Sicht (74.). Der Stürmer blieb zwar bemüht - aber glücklos. Note 4,5

Mitsuru Maruoka (ab 79.): Kam für Bender. Ohne Note

 
 

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