Schwere Vorwürfe von Lewandowski gegen BVB-Spieler Bartra: „Das ist eine klare Rote Karte“

Marc Bartra (rechts) traf Robert Lewandowski mit dem Fuß im Gesicht.
Marc Bartra (rechts) traf Robert Lewandowski mit dem Fuß im Gesicht.
Foto: Getty Images
  • Für den ehemaligen Dortmunder war Bartras Foul Absicht
  • Lewandowski hatte deswegen mit einer Roten Karte gerechnet
  • BVB-Verteidiger kamen häufig zu spät

München. Vielleicht hatte Marc Bartra Robert Lewandowski gesehen. Vielleicht war der Pole aber auch aus seinem Blickfeld verschwunden.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Situation, die zu der Gelben Karte gegen den Spanier führte, ihn schlichtweg überfordert hatte. Daher hatte er sich dazu gezwungen gesehen, den polnischen Stürmer mit unfairen Mitteln zu stoppen.

Lewandowski kann die Gelbe Karte nicht verstehen

In dem Fall, über den sich Lewandowski nach dem 4:1-Sieg des FC Bayern gegen Borussia Dortmund so aufregte, hatte Bartra den Polen ins Gesicht getreten. Ohne Frage war das ein Foul, das mit Gelb hatte bestraft werden müssen. Und genau das tat Schiedsrichter Marco Fritz auch in dieser Situation.

Doch für den Münchner Torjäger war das nicht genug. Denn er hatte bei dem Tritt Absicht vermutet. Hätte Lewandowski mit seiner Einschätzung richtig gelegen und hätte auch der Unparteiische das so gesehen, dann wäre der Arbeitstag des Spaniers bereits vor der Halbzeit beendet gewesen.

„Das ist eine klare Rote Karte. Es ist ja nicht so, als ob er mich nicht gesehen hätte“, sagte der 26-fache Bundesliga-Torschütze gegenüber Bild. „Er hat mich genau gesehen. Ich verstehe nicht, warum der Schiedsrichter da nur Gelb gibt“, monierte der Pole weiter. Sein Ärger war zu verstehen: Nach dem Tritt hatte Lewandowski Nasenbluten.

Die drei Dortmunder Verteidiger hatten kaum Zugriff

Dass Bartra dem Ausnahme-Stürmer tatsächlich körperlichen Schaden hatte zufügen wollen, darf bestritten werden. Vielmehr war die Situation Ausdruck dafür, wie überfordert insbesondere die BVB-Verteidigung mit den Bayern war. Bartra, Sokratis und Matthias Ginter – die drei Dortmunder Verteidiger hatten kaum Zugriff auf die Partie gehabt.

Sobald der Rekordmeister das Tempo erhöhte, war die Dreierkette abgemeldet. Dann halfen nur Fouls. Wie auch das von Bartra an Franck Ribéry, nach dem Lewandowski den fälligen Freistoß zum 2:0 verwandelte.

Pole gibt Entwarnung

Die blutige Nase war übrigens nicht die einzige Blessur, die der polnische Nationalspieler aus dem Duell gegen seinen ehemaligen Verein davongetragen hatte. Bei einem Zusammenstoß mit BVB-Torhüter Roman Bürki stürzte Lewandowski auf die Schulter (68.).

Mit Rücksicht auf das Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid am Mittwoch wurde er ausgewechselt. Später konnte er aber Entwarnung geben.

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