Dortmund

ARD-Börsenbericht: Kurz nach Anschlag auf BVB-Bus sind schon sonderbare Aktien-Käufe aufgefallen

Foto: Marius Becker / dpa

Dortmund. Der mutmaßliche Attentäter (28), der am 11. April drei Bomben am Mannschaftsbus des BVB gezündet haben soll, spekulierte an der Börse mit Optionsscheinen des Vereins. Wäre die Aktie gefallen - wie es beim Tod oder schwerer Verletzung vieler Spieler der Fall gewesen wäre - , hätte der Mann aus dem Schwarzwald bis zu 3,9 Millionen Euro Gewinn machen können.

Käufer der Put-Optionsscheine haben wohl extremen Absurz der Aktie erwartet

Die ARD wies schon am Tag nach dem Anschlag darauf hin, dass vor dem Zeitpunkt des Anschlags mindestens zwei Put-Optionsscheine im Frankfurter Handel gekauft wurden, die sonst nur an der auf Privatanleger spezialisierten Stuttgarter Handelsplattform Euwax gehandelt werden. Der oder die Käufer hätten vermutlich einen extremen Kursabsturz erwartet.

Ob diese Käufe tatsächlich etwas mit den Wetten des Verdächtigen zu tun hatten, ob weitere Menschen von den Wetten wussten oder ob es sich bloß um einen Zufall handelt, ist offen.

BVB-Mannschaft entging nur knapp einer Katastrophe

Bei dem Anschlag vor dem Champions-League-Spiel gegen AS Monaco wurde BVB-Abwehrspieler Marc Bartra verletzt. Er musste noch in der Nacht der Attacke am Arm operiert werden. Die Mannschaft entging nur sehr knapp einer Katastrophe: Metallstifte der Bomben landeten unter anderem auch in einer Kopfstütze.

(lin/mit dpa)

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