Rummenigge sollte sich seinen Spott in Richtung BVB sparen

Peter Müller
Kein feiner Zug: Karl-Heinz Rummenigge nimmt die Transferankündigungen des BVB aufs Korn.
Kein feiner Zug: Karl-Heinz Rummenigge nimmt die Transferankündigungen des BVB aufs Korn.
Foto: imago
Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge reagiert auf eine von Borussia Dortmund angekündigte Transferoffensive. Er sieht keine Gefahr, dass auch mal ein Bayern-Spieler zu den Borussen wechseln könnte. Aber ist das wirklich nötig? Ein Kommentar.

Dortmund/München. Was soll das? Hat Karl-Heinz Rummenigge eigentlich Spaß daran, gegen Konkurrenten zu sticheln, die derzeit gar keine sind? Reicht es nicht, dass seine Bayern Woche für Woche diese langweiligen Viernullsiege einfahren? Dass sie die Liga leerkaufen, um ihr europäisches Feld zu beackern, dass sie nach Götze auch noch Lewandowski aus Dortmund holen?

Rummenigge stellt sich in Triumphpose und zeigt den Dortmundern auch noch die lange Nase. Haben es die Münchener trotz ihres Champions-League-Sieges etwa immer noch nicht verschmerzt, dass sie zwei Jahre lang vom BVB vorgeführt wurden?

Rumenigge übernimmt die Rolle des Provokateurs

Da sich Uli Hoeneß aus hinlänglich bekannten Gründen dazu gezwungen sieht, die Lippen zusammenzupressen, übernimmt Rummenigge dessen Rolle als Provokateur. Dortmunds angekündigte Transferoffensive belächelt er. Er kann es sich nicht vorstellen, dass er auch einmal einen Bayern-Spieler in Richtung Dortmund ziehen lassen müsste.

Welch eine hochnäsige Haltung. Der BVB geht doch schon lange seinen eigenen Weg, er hat immer wieder hervorragende Alternativen gefunden – Typen, die ins Team passen und mit Ausnahme von Mats Hummels nicht aus München kamen. Damit haben sich die Borussen mit Recht viel Anerkennung erworben. Die Bayern hingegen müssen, wenn sie Sympathien verspielen wollen, nur so weitermachen.