Rückkehrer Reus gibt dem BVB die Überraschungsmomente zurück

Marco Reus (re.) haderte am Ende mit seinen Chancen, doch Jürgen Klopp war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden.
Marco Reus (re.) haderte am Ende mit seinen Chancen, doch Jürgen Klopp war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden.
Foto: Imago
Erstmals nach seiner rund dreiwöchigen Verletzungspause stand Marco Reus wieder in der Startelf von Borussia Dortmund - und das ausgerechnet im Revierderby gegen Schalke 04 (0:0). Der Mittelfeldspieler zeigte eine starke Leistung - und altbekannte Dortmunder Schwächen.

Dortmund.. Auch dieses Mal fand Marco Reus eine Lücke. Als gerade alles auf andere BVB-Spieler schaute, stieß er schnellen Schrittes hinein in den freien Raum - und entging so den Fragen der wartenden Journalisten.

Dabei hätten die allen Grund gehabt, mit dem flinken Mittelfeldspieler zu reden, der erstmals seit seiner rund dreiwöchigen Verletzungspause wieder in der BVB-Startelf stand - und beim 0:0 gegen Schalke 04 eine starke Leistung bot, für die es in unserer Einzelkritik die Note 2 gab.

Andere waren gesprächiger nach dem 144. Revierderby, zum Beispiel BVB-Sportdirektor Michael Zorc. "In der zweiten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht", meinte dieser - und das hatte enorm viel mit Rückkehrer Reus zu tun, der mit seinen schnellen Antritten, seinen Dribblings und Haken und seinen feinen Pässen die Schalker vor große Schwierigkeiten stellte und dem BVB-Spiel jenen Überraschungseffekt beimischte, der zuletzt oft gefehlt hatte.

Auch Reus vergab gute Chancen

"Er hat es gut gemacht im Offensivbereich, da waren sehr flüssige Aktionen dabei" lobte der BVB-Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Watzke, der aber wie alle Borussen den einen entscheidenden Kritikpunkt setzte: "Am Ende fehlte das Tor." Und auch das hatte viel mit Marco Reus zu tun, der eine Reihe guter Chancen liegen ließ - die beste kurz vor der Halbzeitpause, als er frei vor Schalke-Torwart Ralf Fährmann zum Schuss kam, diesen aber nicht überwinden konnte.

Bei weiteren Gelegenheiten landete der Ball ebenfalls bei Fährmann oder neben dem Tor. Die Chancenverwertung, sie war noch nie die Spezialität des BVB - und auch nicht immer jene des Marco Reus. Dennoch war nicht zu übersehen, wie gut der dynamische Flügelspieler dem BVB-Spiel tat.

Hummels macht die Leistung Mut

"Wir haben gesehen, dass wir es auch so spielen können, wie wir es spielen wollen", freute sich Mats Hummels. "Das hat ja seit längerer Zeit nicht mehr so wirklich geklappt." Die Leistung aber mache Mut, darauf könne man aufbauen.

Vor allem, wenn man wieder einen Spieler wie Marco Reus dabei hat.

 
 

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