Plötzlich stand auf der Anzeigetafel etwas von einem „Vorfall“ - so erlebte BVB-Fan Martin im Stadion den Abend des Anschlags

So ist Fußball! Gänsehaut-Video mit den schönsten Tweets und Bildern zu #bedforawayfans

Nach der Absage des BVB-Spiels nehmen viele Menschen im Revier Gästefans auf. Unter dem Hashtag #bedforawayfans wird ein Zeichen für Gastfreundschaft gesetzt.

Nach der Absage des BVB-Spiels nehmen viele Menschen im Revier Gästefans auf. Unter dem Hashtag #bedforawayfans wird ein Zeichen für Gastfreundschaft gesetzt.

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  • Martin Rosenthal stand nach dem Anschlag auf der Südtribüne
  • Der BVB-Fan beschreibt die bedrückende Stimmung im Stadion
  • Darum fährt er trotzdem zum Nachholspiel

Dotmund. „An Schlaf war gestern kaum zu denken“, sagt Martin Rosenthal (30). Etwa zeitgleich mit dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ging der BVB-Fan aus Gevelsberg durch das Drehkreuz im Signal-Iduna Park.

Auf der Anzeigetafel las er das erste Mal von dem „Vorfall“ auf dem Weg zum Stadion. Der BVB informierte seine Fans nach einer Durchsage von Stadionsprecher Norbert Dickel über Twitter:

„Bedrückende Stimmung“ auf der Süd

„Niemand dachte noch an das Spiel“, sagt der noch immer aufgewühlte BVB-Fan und ergänzt: „Alle hatten nur noch ihre Smartphones in der Hand, um handfeste Infos zu bekommen.“

Die Stimmung auf der Tribüne beschreibt der Dauerkarteninhaber als absolut „bedrückend“. „Bei jeder Durchsage, wurde es mucksmäuschenstill im Stadion. Das habe ich auf der Südtribüne so noch nie erlebt“, berichtet Martin Rosenthal.

Keine Angst

Da alle Beteiligten in der Krisensituation aber Ruhe ausstrahlten, habe er persönlich keine Angst gehabt: „Hätte es eine konkrete Bedrohung für uns Fans gegeben, wären wir sicher darauf hingewiesen worden.“

Grundsätzlich möchte sich der Gevelsberger von den Ereignissen nicht einschüchtern lassen: „Genau das möchte der oder die Täter doch nur.“

Gemeinsam gegen den Hass

Deshalb plant Martin Rosenthal bereits seine Anreise zum Nachholspiel (18:45 Uhr) gegen den AS Monaco.

Zwar habe er noch immer ein komisches Gefühl, aber „wenn wir nachher gemeinsam auf der Süd stehen, dann stehen wir gemeinsam ein gegen den Hass und für den Fußball.“

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