Dortmund

Pierre-Emerick Aubameyang aus BVB-Kader gestrichen - das könnte der Grund sein

Reist nicht mit nach Stuttgart: Pierre-Emerick Aubameyang.
Reist nicht mit nach Stuttgart: Pierre-Emerick Aubameyang.
Foto: imago/Thomas Bielefeld

Dortmund. Borussia Dortmund hat sich am Donnerstag auf den Weg nach Stuttgart gemacht. Nicht mit dabei: Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang.

Der Spieler, der sonst am auffälligsten ist, fehlte, als sich Borussia Dortmundam Donnerstagabend um 17.45 Uhr mit Flug MMD 6646 auf den Weg machte von Dortmund nach Stuttgart, wo am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport Player) das Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart ansteht.

Pierre-Emerick Aubameyang war nicht dabei – aus disziplinarischen Gründen, wie der BVB mitteilte. Am Abschlusstraining am Nachmittag hatte der Torjäger noch teilgenommen. Weitere Details nannte der Klub nicht und eröffnete damit den Raum für Spekulationen.

Immer wieder zu spät zum Training gekommen

Aus der Mannschaft war zu hören, dass sich der Stürmer mehrere Disziplinlosigkeiten geleistet habe, immer wieder zu spät zum Training gekommen sei. Aubameyang, so hieß es, halte sich für unantastbar.

Allerdings: So unantastbar wie in den Vorjahren ist der Stürmer derzeit nicht. Zwar hat er in elf Bundesligaspielen bereits zehn Tore erzielt – in den vergangenen fünf Pflichtspielen hatte er aber nicht mehr getroffen.

Schlimmer noch: Aubameyang wirkte oftmals lustlos, nahm kaum am Spiel der eigenen Mannschaft teil, hatte nur wenige Ballkontakte und noch weniger Torschüsse. Kurzum: Der Torjäger stellte nur selten eine Gefahr für das gegnerische Tor da und trug auch ansonsten wenig zum Spiel einer Mannschaft bei.

Bosz witzelte über den Stürmer

Am Mittwoch noch hatte sich Trainer Peter Bosz allerdings vollkommen unverfänglich über Aubameyang geäußert. Der Stürmer habe zuletzt sehr oft getroffen, witzelte er da. „Aber leider nicht in einem Pflichtspiel, sondern im Training.“

Zudem steuerte er beim geheimen Testspiel gegen den VfL Bochum einen Treffer bei. Für den neuen Trainer bedeutet die Angelegenheit in sportlich ohnehin angespannter Lage eine ernste Bewährungsprobe. Er muss beweisen, dass er die Zügel fest in der Hand hält und auch bei vermeintlichen sportlichen Eckpfeilern nicht scheut, konsequent durchzugreifen.

Sein Vorgänger Thomas Tuchel hatte es vor gut einem Jahr vorgemacht: Er suspendierte den Torjäger für das Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon, weil dieser kurz zuvor zu einer Geburtstagsfeier nach Mailand geflogen war und damit gegen die Regeln von Mannschaft und Trainerteam verstoßen hatte.

Ein halbes Jahr später kassierte er eine Geldstrafe und eine deutliche Ansage vom Verein, weil er sein Tor beim 1:1 auf Schalke mit einer Comic-Maske seines Schuhsponsors bejubelte – einem Konkurrenten des BVB-Ausrüsters und -Anteilseigners Puma.

Aubameyang war zuletzt wieder im Ausland

Im Ausland war Aubameyang vor wenigen Tagen erneut, er nutzte die freien Tage am Freitag und Samstag, um nach Barcelona zu jetten und dort unter anderem den früheren BVB-Profi Ousmane Dembélé zu besuchen.

Allerdings waren auch andere Spieler während der freien Tage im Ausland – weshalb eher fraglich ist, ob Aubameyangs Reisen dieses Mal eine Rolle spielen.

Vor einem Jahr reagierte der Stürmer auf bestmögliche Weise: Im Bundesligaspiel nach seiner Suspendierung steuerte er vier Tore zum 5:2-Sieg beim Hamburger SV bei. Im Revier läuten deshalb die Alarmglocken, denn der nächste Bundesliga-Gegner des BVB heißt: Schalke 04.

 
 

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