Nuri Sahin sammelt Superlative

Dortmund. Jüngster Bundesligaspieler aller Zeiten, jüngster Bundesliga-Torschütze, jüngster Europacup-Spieler, jüngster Nationalspieler – die Karriere von Nuri Sahin begann mit einer ganzen Reihe von Superlativen. Heute hat er Geburtstag.

Die Karriere von Nuri Sahin begann im Sauerland, genauer gesagt beim RSV Meinerzhagen. Mit seinem Heimatverein konnte Nuri immerhin einige Kreismeisterschaften feiern, doch bald stellte sich heraus, dass der junge Kicker zu mehr berufen war. Es folgte der Schritt in die große Fußball-Welt zum BVB. Sahin spielte in den Jugendmannschaften und wurde Auswahlspieler für die Türkei.

Bester Spieler der U17-EM

Bei der U17-EM in Italien im Mai 2005 wurde Nuri zum besten Spieler des Turniers gewählt und gewann das Turnier mit der Türkei. Zur Saison 2005/2006 wurde Nuri Sahin als B-Jugendlicher in den Profikader der Borussia berufen und gehörte auf Anhieb zum Kader der von Personalnot gebeutelten Dortmunder.

Im UI-Cup-Spiel bei Sigma Olmütz am 23. Juli 2005 wurde Nuri in der 66. Minute eingewechselt und darf sich seitdem jüngster Europocup-Spieler aller Zeiten nennen. Der nächste Rekord ließ nicht lange auf sich warten. Als am 6. August die Bundesliga-Saison startete, stand Nuri Sahin beim Auswärtsspiel der Borussen in Wolfsburg in der Startformation – mit 16 Jahren und 335 Tagen als jüngster Bundesliga-Spieler aller Zeiten. Sahin schlug sich wacker, nachdem er anfangs doch noch sehr nervös in die Partie gestartet war. Doch es ging noch weiter.

Noch mehr Superlative

Im Herbst 2005 nahm Nuri Sahin für die Türkei an der U17-WM in Peru teil. Auch dort wurde die Fußballwelt auf den Jungen aus dem Sauerland aufmerksam und wählte ihn zum drittbesten Spieler des Turniers. Mit vier Treffern war Nuri außerdem zweitbester Torschütze der WM. Auch der DFB entdeckte nun den gebürtigen Lüdenscheider und fragte an, ob Nuri sich noch für eine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft entscheiden wolle. Nuri sagte ab, und um alle Diskussionen zu beenden wurde er vom türkischen Verband in den A-Kader berufen. Am 8. Oktober 2005 sollte Sahin sein ersten Länderspiel bestreiten – ausgerechnet gegen Deutschland.

Die Türken führten 1:0, als Sahin in der 85. Minute eingewechselt wurde, natürlich als jüngster türkischer Nationalspieler aller Zeiten. Und als ob das nicht gereicht hätte, rollte nur 90 Sekunden nach der Einwechslung der Ball vor Nuris Füße. Der Kicker zog ab, das Leder schlug unhaltbar für Oliver Kahn im deutschen Tor ein. Nun fehlte eigentlich nur noch ein Superlativ: ein Bundesliga-Tor, und das möglichst bald. So sollte es sein.

Das erste Bundesliga-Tor

Am 26. November 2005 gastierte der BVB beim 1.FC Nürnberg. Die Dortmunder gingen früh durch Odonkor 1:0 in Führung, doch das Spiel stand auf des Messers Schneide. Nuri Sahin machte ein starkes Spiel und krönte seine Leistung in der 42. Minute mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für den BVB. Er löste damit seine Vorgänger Ibrahim Tanko und Lars Ricken (auch beide BVB) als jüngster Bundesliga-Torschütze aller Zeiten ab.

Die darauffolgende Saison brachte für Sahin einen Durchhänger. Kritik wurde laut, für einen Profi sei er zu langsam und zu wenig robust im Zweikampf. Auf der anderen Seite konnte Sahin schon in jungen Jahren sehr präzise Pässe spielen und war technisch ausgesprochen versiert. Doch beim BVB hatte er einen schweren Stand. Zur Saison 2007/2008 wechselte er auf Leihbasis zu seinem Mentor Bert van Marwijk zu Feyenoord Rotterdam. Dort absolvierte Nuri 29 Einsätze, schoss sechs Tore und gab fünf Vorlagen und beendete die Saison als Pokalsieger. Stürmer Roy Makaay lobte ausdrücklich die Pässe des jungen Türken.

Zu Beginn der neuen Saison ist Nuri Sahin zurück zum BVB gekommen und will sich bei den Schwarz-gelben durchbeißen.

 
 

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