Dortmund

Nach Videobeweis-Fehlentscheidung: 1. FC Köln kündigt Protest an

  • Der 1. FC Köln hat nach der 0:5-Niederlage bei Borussia Dortmund Protest angekündigt
  • Beim Videobeweis wurde eine folgenschwere Fehlentscheidung getroffen

Dortmund. Nach der 0:5-Niederlage bei Borussia Dortmund wird der 1. FC Köln voraussichtlich Protest gegen die Wertung des Spiels einlegen. Das kündigte FC-Manager Jörg Schmadtke nach der Partie an. Wir sprachen mit ihm.

Herr Schmadtke, werden Sie Protest einlegen?

Jörg Schmadtke: Ja, dass werden wir tun. Es lag ein klarer Regelverstoß vor. Der Schiedsrichter hat die Aktion vor dem 0:2 gegen Timo Horn abgepfiffen. Der anschließende Treffer hätte nicht gelten dürfen.

Wann haben Sie entschieden, dass Sie gegen die Wertung der Partie vorgehen wollen?

Schmadtke: Bereits in der Halbzeitpause, nachdem wir uns die Bilder angeschaut haben.

Wie werden Sie jetzt vorgehen?

Schmadtke: Wir werden den Spielbericht nicht freigeben.

Glauben Sie, dass Sie mit einem Einspruch Erfolg haben werden?

Schmadtke: Ja.

Wie hoch schätzen Sie ihre Chancen ein, dass es zu einem Wiederholungsspiel kommt?

Schmadtke: Sehr hoch.

Glauben Sie immer noch, dass der Videoassistent eine gute Sache ist?

Schmadtke: Allgemein bin ich ein Befürworter des Videoassistenten. Allerdings muss man sich dann auch an das Protokoll halten. In dieser besagten Szene darf der Videoassistent gar nicht eingreifen.

Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat erklärt, dass Sie ein schlechter Verlierer seien, sollten Sie tatsächlich auf ein Wiederholungsspiel bestehen.

Schmadtke: Ich möchte mir noch einmal genau anhören, was Herr Watzke tatsächlich gesagt hat. Aber es ist natürlich ein Unterschied, ob du mit 0:1 oder mit 0:2 in die Kabine gehst. Ich bleibe dabei: Es war ein Regelverstoß, der nicht in Ordnung geht.

Fehlentscheidung durch Videobeweis

Der Grund: Der Treffer von BVB-Abwehrchef Sokratis zum 2:0 war nach dem Videobeweis doch noch gegeben worden.

Schiedsrichter Patrick Ittrich war zunächst davon ausgegangen, dass der Dortmunder FC-Keeper Horn beim Zweikampf angegangen und gefoult hatte. In der Zeitlupe war dann allerdings zu erkennen, dass der Torwart an Mitspieler Dominique Heintz hängengeblieben war.

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Köln nach dem 0:2 ohne Chance

Allerdings pfiff der Schiedsrichter die Situation ab, bevor der Ball im Tor landete. Den Regeln nach war der Treffer damit irregulär. Videoschiedsrichter Dr. Felix Brych löste die Szene nicht korrekt auf.

In der zweiten Hälfte war der FC dann komplett chancenlos und ging am Ende mit 0:5 unter.

(fr)

 
 

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