Knifflige Aufgaben für den BVB

Monte Carlo. In der Europa League warten anspruchsvolle Gegner auf den BVB: Die Borussia bekommt es in der Gruppenphase mit dem FC Sevilla, Paris St. Germain und der großen Unbekannten Karpaty Lemberg zu tun.

Das verspricht schwierige, aber auch interessante Begegnungen: In der Gruppenphase der Europa League trifft Borussia Dortmund in Gruppe J auf den FC Sevilla, Paris St. Germain und Karpaty Lemberg aus der Ukraine.

Sevilla ist der am stärksten einzuschätzende Gruppengegner. Die Spanier schlossen die vorige Saison in der Primera Division als Tabellenvierter ab und gewannen 2006 und 2007 den Uefa-Pokal, den Vorgänger der Europa League. Mit den Spaniern hat Trainer Jürgen Klopp noch eine Rechnung offen, vor fünf Jahren war der Coach mit dem FSV Mainz 05 in der ersten Hauptrunde am späteren Titelgewinner aus Sevilla gescheitert. „Ich habe denen immer gesagt, ich komme nochmal wieder. Damals haben wir viel gemauert, heute ist die Situation mit dem BVB eine ganz andere“, so Klopp.

Galatasaray ausgeschaltet

Der französische Vertreter Paris St. Germain hat seine besseren Tage zwar schon hinter sich, in der Liga landeten die Hauptstädter nur auf Platz 13 - gewannen allerdings den französischen Pokal. Auf das Spiel in Paris freut sich Klopp ganz besonders: „Paris St. Germain ist ein Traumlos. Schwarz-gelbe Liebe in der Stadt der Liebe, was will man mehr?“

Karpaty Lemberg ist die große Unbekannte dieser Gruppe. Das Team belegte in der eher schwachen ukrainischen Premier Liga den fünften Platz - schalteten in den Playoffs aber keinen Geringeren als den türkischen Spitzenklub Galatasaray Istanbul aus.

„Schwer, aber reizvoll“

„Schwer, aber reizvoll“, lautete denn auch die Einschätzung Michael Zorcs. „Ich glaube, dass unsere Gegner inzwischen auch wieder eine ganze Menge Respekt vor unserer Mannschaft haben. Auch für mich sind alle Ziele neu. In meiner aktiven Laufbahn habe ich weder in Sevilla noch in Paris noch in Lemberg gespielt,“ sagte der Sportdirektor.

Ähnlich sah es Sebastian Kehl: „Mit Sevilla und Paris haben wir zwei richtig starke Gegner gezogen. Wenn ich mir allerdings die anderen Gruppen anschaue, hätte es sogar noch schlimmer kommen können. Die Europa League ist inzwischen ein Wettbewerb mit sehr hoher Qualität, in der viele Mannschaften spielen, die auch die Klasse für die Champions League haben.“

Auch die anderen deutschen Teams erwartet kein Spaziergang: Bayer Leverkusen muss sich in Gruppe B mit Titelverteidiger Atlético Madrid (Spanien), Rosenborg Trondheim (Norwegen) und Aris Saloniki (Griechenland) messen. Der VfB Stuttgart bekommt es in Gruppe H mit dem FC Getafe (Spanien), Odense BK (Dänemark) und Young Boys Bern aus der Schweiz zu tun. Damit kommt es in jeder der drei Gruppen zu einem deutsch-spanischen Duell. (hbm/sid)

 
 

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