Klopp zeigt Respekt vor Schalke

Thorsten Schabelon und Peter Müller
Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp meint, dass sein Team nicht „haushoher Favorit“ für das Revierderby am Freitagabend gegen den FC Schalke 04 sei.

Dortmund/Gelsenkirchen. Mit einem Sieg gegen Schalke 04 am Freitagabend kann Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nicht nur seine eigene Revierderby-Bilanz ausgleichen, die bisher einen Sieg sowie je zwei Unentschieden und Niederlagen ausweist, sondern auch Vereinsgeschichte schreiben: Zwei Dortmunder Derbysiege in einer Spielzeit gab es zuletzt in der Champions-League-Saison 1996/1997.

„Wir sind uns der Großartigkeit dieser Chance bewusst“, sagte Klopp am Mittwoch, gleichzeitig aber versuchte er dafür zu sorgen, dass die Euphorie beim BVB nicht ins Unermessliche steigt: „Ich sehe uns nicht als Außenseiter, aber wir sind auch nicht der haushohe Favorit, wie man es am Punkteabstand in der Tabelle festmachen könnte. Die Qualität der Schalker ist außerordentlich groß.“

Jürgen Klopp vor dem Derby
Jürgen Klopp zum Derby
WAZ FotoPool

Klopp garnierte seine Worte noch mit einer Prise Psychologie: „Es ist leichter, aus einer negativen Erwartungshaltung heraus positiv zu überraschen.“ Jakub Blaszczykowski und Felipe Santana sind trotz starker Erkältungen wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und sollen in der Dortmunder Startelf stehen.

Das Derby will eben keiner verpassen – vor allem Christoph Metzelder nicht. Auch der ehemalige Dortmunder, der am Dienstag wegen einer Nasennebenhöhlen-Entzündung pausiert hatte, meldete sich am Mittwoch einsatzbereit zurück.

Berechtigte Hoffnungen auf sein Bundesliga-Debüt darf sich Anthony Annan machen. Von Schalkes vier Winter-Neuzugängen hinterließ der ghanaische Mittelfeldspieler spielerisch und körperlich bisher den besten Eindruck.