Klopp unterstützt BVB-Fans beim Derby-Boykott

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Dortmund.. BVB-Trainer Jürgen Klopp unterstützt den angekündigten Derby-Boykott der Borussen-Fans. „Unsere Leute müssen Klaas-Jan Huntelaar nicht finanzieren“, kritisierte er Schalkes Eintrittspreise. Der Reviernachbar hält dagegen.

Der angekündigte Derby-Boykott vieler BVB-Fans hat mittlerweile auch die Verantwortlichen erreicht und zu Stellungnahmen animiert. Am deutlichsten wurde Borussia-Trainer Jürgen Klopp in der Bild-Zeitung. „Ich finde es gut, dass unsere Leute nicht hingehen, um Klaas-Jan Huntelaar zu finanzieren“, sagte er. Dortmunds Pressesprecher Josef Schneck sagte Spiegel Online, es sei schon „eine ungewöhnliche Preiserhöhung für ein Einzelspiel“. Borussias Geschäftsführer Hans-Joachim-Watzke äußerte „Verständnis für unsere Fans“, machte aber auch deutlich, dass die Preispolitik Sache der Schalker sei.

Warum Derby-Boykott?

Warum Derby-Boykott?
MPG

Beim Revier-Rivalen Schalke zeigten sich die Verantwortlichen entspannt. „Wir haben das in der Bundesliga übliche System der Top-Zuschläge übernommen“, sagte Finanzvorstand Peter Peters. „Und wir haben uns auch nicht darüber beschwert, dass der BVB schon seit Jahren einen Top-Zuschlag für das Derby erhebt.“

Kartenumtausch bis 10. September verlängert

Borussia Dortmund hat die Frist zur Rückgabe von Dery-Tickets verlängert. Statt am Mittwoch, 8. September, endet die Frist nun am Freitag, 10. September. Viele Fans hatten sich angesichts der kurzen Frist beschwert. Die Initiatoren des Derby-Boykotts hatten befürchtet, dass so nur wenige Fans die Möglichkeit hätten, ihre Tickets zurückzugeben. Die Fristverlängerung bis Freitag sollte aber die Ausnahme sein. Aus organisatorischen Gründen bittet der BVB, dass die Karten dennoch möglichst bis Mittwoch zurückgegeben werden. Die Rückgabe kann persönlich oder per Post erfolgen.

BVB-Pressesprecher Josef Schneck hat klargestellt, dass Karten für das Derby in Gelsenkirchen, die an den BVB retourniert werden, von Seiten des Vereins nicht in den freien Verkauf gegeben werden. Der BVB hatte sich in diesem Zusammenhang dazu bereit erklärt, bereits verkaufte Eintrittskarten für dieses Spiel wieder zurückzunehmen und den Fans die Kosten zu erstatten. Dass die zurückgegebenen Tickets nicht erneut von Seiten des BVB verkauft werden, begründete Schneck damit, dass schwer einschätzbar sei, wer diese Karten dann erwerben würde.

Laut DFL-Statuten muss der Gastverein die nicht verkauften Karten eine Woche vor dem Spieltermin an den Gastgeber zurückgeben.

Geld zurück

Fans, die sich am Boykott beteiligen, sollten ihre Karte an den BVB schicken und bekommen dann den Kaufpreis per Überweisung erstattet, inklusive der Vorverkaufsgebühr, aber ohne etwa angefallenes Porto. Die Tickets können auch nur bei den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, bei denen die Karten erworben worden sind.

Aufgrund eines technischen Problems bei einem Ticket-System-Anbieter hat der Vorverkauf beim BVB für das Heimspiel gegen den FC Bayern München (übrigens mit Top-Zuschlag) am 3. Oktober mit etwas Verspätung begonnen. Die Karten für das Topspiel sind jetzt in den Vorverkaufsstellen und auch online erhältlich.

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