Klopp steht mit BVB "enorm unter Druck"

"Müssen uns zusammensetzen und reden": Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Foto: AP
"Müssen uns zusammensetzen und reden": Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Foto: AP
Sieben Punkte aus sechs Spielen, Platz elf in der Bundesliga – Meister Borussia Dortmund tritt auf der Stelle. BVB-Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc fanden klare Worte nach der unnötigen 1:2-Niederlage in Hannover.

Hannover.. Kaum ein Spieler wollte sich nach der bitteren 1:2-Niederlage in Hannover zur Partie äußern, sichtlich enttäuscht schlich die Mannschaft vom deutschen Meister Borussia Dortmund aus dem Stadion der 96er.

Mats Hummels und Neven Subotic stellten sich den Fernsehkameras, den Printkollegen wollte dann aber kaum noch ein Dortmunder die Gründe für die unnötige Niederlage. Marcel Schmelzer flüsterte etwas in die Diktiergeräte, auch Ivan Perisic wollte sich so „bei den Fans entschuldigen.“ Aber wirklich deutlich wurde nur Borussias Verantwortliche. „Die Niederlage war nicht nur unglücklich“, sagte ein niedergeschlagener Sportdirektor Michael Zorc. Hannover habe zum Schluss der Partie alles nach vorne geworfen und „wir hatten dann nichts mehr entgegenzusetzen“, erklärt Zorc. Das sei „unglücklich und schade“, aber man müsse sich ganz deutlich „an die eigene Nase packen.“

Auch Meistertrainer Jürgen Klopp schlug in dieselbe Kerbe: „Das wird jetzt eine ganz, ganz durchschnittliche Rückfahrt. Anschließend müssen wir uns zusammensetzen und reden“, so Klopp angefressen aber gefasst auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Wir spielen Fußball schließlich nicht zum Selbstzweck, sondern um Ergebnisse zu erzielen. Jetzt stehen wir enorm unter Druck!“

"Das haben wir uns anders vorgestellt"

Eigentlich stand Hannover 70 Minuten unter Druck am Sonntagmittag. Aber „nach der 70. Minute hatten wir keine Balance im Spiel, es stimmte die Zuordnung nicht mehr und wir haben nicht mehr nach vorne gespielt“, erklärt Zorc. Wenn das nicht mehr ginge, müsse man wenigstens kompakt verteidigen und „um ehrlich zu sein, haben wir das auch nicht mehr hinbekommen.“

Borussia Dortmund tritt in dieser Saison noch auf der Stelle. Von 18 möglichen Punkten holte der BVB nur sieben, Platz elf ist zu wenig für den deutschen Meister. Von einem Fehlstart wollte Klopp aber noch nicht sprechen. „Das ist eindeutig zu wenig. Das haben wir uns anders vorgestellt“, sagte der BVB-Sportdirektor.

Schmelzer wollte nur nach vorne gucken. „Wir haben in der kommenden Woche genug Zeit, an unseren Problemen zu arbeiten.“ Und dann müsse die Mannschaft eine Reaktion zeigen. „Die Saison ist noch lang und es sind noch genug Punkte zu vergeben.“ Aber um den Ansprüchen des Meisters gerecht zu werden, muss der BVB schnell anfangen zu punkten. Sonst wir die Saison ganz, ganz durchschnittlich.

 
 

EURE FAVORITEN