Klopp: „Ich habe wie ein Idiot ausgesehen“

Jürgen Klopps Konflikt mit dem vierten Offiziellen Stefan Trautmann
Jürgen Klopps Konflikt mit dem vierten Offiziellen Stefan Trautmann
Foto: AP

Dortmund. BVB-Trainer Jürgen Klopp war nach dem 2:0-Sieg gegen den HSV sehr zufrieden mit seiner Mannschaft - ärgerte sich aber über sich selbst. Er hatte sich mit dem vierten Offiziellen angelegt.

Jürgen Klopp: Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Wir haben 90 Minuten überragend gegen den Ball gearbeitet, wirklich überragend. In der ersten Halbzeit haben wir gegen einen tief stehenden Gegner nicht so gute Lösungen gefunden und sind etwas statisch geworden. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann deutlich flexibler geworden, was man ja auch beim 1:0 gesehen hat. Danach hatten wir ein paar Probleme, aber dann machen wir dieses überragende 2:0. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft. Der Schlüssel zum Sieg war heute das Spiel gegen den Ball. Zur Szene mit dem vierten Offiziellen: Da habe ich wie ein Idiot ausgesehen und mich wie ein Idiot benommen. Ich bin immer wieder selbst erschrocken, wenn ich die Bilder sehe. Aber am Ende haben wir uns die Hand gegeben.

Armin Veh (Trainer Hamburger SV): Borussia hat das Spiel verdient gewonnen. Wir haben in der ersten Halbzeit zwar hinten nichts zugelassen, aber vorne auch keine einzige Torchance gehabt. Von daher war das Ergebnis nch recht ordentlich. In der zweiten Halbzeit hat Dortmund mehr Tempo und Leidenschaft im Spiel gehabt. Wir sind dann zwar nach vorne etwas gefährlicher geworden, hatten aber auch keine Torchancen. Daher geht der Sieg für Dortmund in Ordnung. Es ist schwierig für uns. Wir haben zehn Verletzte. Um hier standhalten zu können, müssten wir aber schon komplett sein.

Sven Bender: Das Schönste an so einem Freitagsspiel ist, dass man in Ruhe gucken kann, was die Anderen so machen. Wir sind alle sehr glücklich und zufrieden, dass wir gewonnen haben. In der Halbzeit haben wir angesprochen, dass der HSV sehr diszipliniert steht und wir damit unsere Schwierigkeiten haben. Das 1:0 war dann toll herausgespielt. In unserer Mannschaft stimmt die Mischung aus Technikern und Kämpfern. Wir haben viele Spieler, die die nötige Ruhe am Ball haben. Das ist enorm wichtig.

Neven Subotic: Auf dem Rasen war es sehr schwer zu spielen. Die Hamburger haben es versucht, aber nur in der eigenen Hälfte. Wir haben dann das Risiko gesucht und sind belohnt worden. Das 1:0 war toll herausgespielt. Beim 2:0 schaltet Götze zehnmal schneller als sein Gegenspieler – das war super. Das Tor zeigt auch, dass wir tolle Mannschaftsspieler haben und keine Egoisten.

Hans-Joachim Watzke: Das Schönste ist, dass ich nun das ganze Wochenende auf dem Sofa liegen kann und mir alles in Ruhe angucken kann. Das ist das Schöne, wenn man freitags gewonnen hat. Mir hat schon das Spiel unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit gut gefallen, auch wenn es nicht so spektakulär war. Der HSV hat nicht ein einziges Mal aufs Tor geschossen. Man muss geduldig sein, dann fällt irgendwann das Tor. Ich freue mich, dass die Fans von der Meisterschaft singen und Spaß haben. Wichtig ist, dass die Verantwortlichen einen kühlen Kopf bewahren. Das ist definitiv der Fall. Jetzt reisen vier Borussen zur Nationalmannschaft. Eigentlich müssten es sogar fünf sein, denn das, was Sven Bender seit Wochen spielt, ist überragend.

Mats Hummels: Wir haben nicht viele Chancen zugelassen und waren sehr konzentriert. Hamburg hat vorne gute Leute, Mladen ist zum Beispiel immer gefährlich. Auch wenn Hamburg nicht so viele Chance hatte, muss man auf ihn immer aufpassen. Wir haben enorme Qualität im Sturm. Dass wir Kuba oder Lewandowski einwechseln können, heißt, dass wir vorne nicht so schlecht sein können. Das gibt uns die nötige Ruhe, weil wir wissen, dass wir immer ein Tor machen können. Jetzt geht es für uns vier Borussen zur Nationalmannschaft. Ich werde mir aber erst mal schön die Bundesliga-Konferenz angucken. Montag fahren wir dann nach Göreborg zum Länderspiel. Zur Stimmung in der Mannschaft: Wir sind erstaunlich uneuphorisch. Wir wissen, dass, wenn wir in Freiburg verlieren, sind wir eine Woche lang schlecht drauf. Das wollen wir natürlich vermeiden.

 
 

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