"Kein einfaches Spiel" – BVB-Profis erleichtert nach Sieg

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Der Rücktritt von BVB-Trainer Jürgen Klopp überschattete auch die Vorbereitung auf das Spiel gegen Paderborn – und beflügelte einige Akteure.

Dortmund.. Es war ein verräterischer Satz, den Mats Hummels den Journalisten nach dem 3:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen den SC Paderborn in die Schreibblöcke diktierte. Thema war - natürlich - der Abgang von BVB-Trainer Jürgen Klopp zum Saisonende. "Man kennt das ja von früher", sagt Hummels dazu, "aus der Jugend."

Roman Weidenfeller: "So ist halt der Fußball."

Ein Satz, der präzise die Dimension dessen umreißt, was da in der abgelaufenen Woche passiert war. Denn Hummels spielt seit Anfang 2008 in Dortmund Profi-Fußball - doch Trainerwechsel fallen ihm nur aus seiner Jugendzeit ein. Als er nach Dortmund kam, war zwar noch Thomas Doll Trainer - aber nur noch ein halbes Jahr und erinnern mag sich daran in Dortmund ohnehin niemand. Im Sommer kam dann auch schon Jürgen Klopp - und ist immer noch da, vorerst bis Saisonende. Ein Schalke-Profi hätte in diesem Zeitraum zehn Trainerwechsel erlebt.

"Es war schon so, dass es einen bewegt", sagte Hummels. "Es war ein ganz eigenartiges Gefühl." Ein Gefühl, mit dem Torhüter Roman Weidenfeller noch am entspanntesten umging: "Wir haben es genauso wie alle anderen aus der Presse erfahren", sagte er. "Das war schon überraschend, da muss man sich erstmal sammeln. Aber so ist halt der Fußball."

Jakub Blaszczykowski, neben Weidenfeller und Hummels einer der wenigen Spieler, die schon länger als Klopp in Dortmund sind, war da schon etwas angefasster. "Das war natürlich kein einfaches Spiel nach dem, was in der Woche passiert ist", sagte er. Als "sehr emotional" empfand auch Neuzugang Matthias Ginter die Woche: "Wenn so ein Trainer, der jahrelang hier ist zurücktritt, das hat uns alle natürlich ein Stück weit mitgenommen."

Im Spiel ließen sich BVB-Profis nichts anmerken

Im Spiel aber ließen sich die BVB-Profis dies nur teilweise anmerken: Die Dortmunder hatten den SC Paderborn im Griff, ließen kaum Angriffe zu und kamen selbst zu einigen Chancen, die sie in der zweiten Halbzeit auch endlich nutzten - der Wirbel um ihren Trainer schien die Profis eher zu beflügeln als zu lähmen. Er sei auf dem Platz ohnehin in einer anderen Welt, ließ Kapitän Hummels wissen, deswegen hätten ihn die Vorgänge gar nicht beeinflusst.

"Für sieben tolle Jahre sollten wir uns auch im Endspurt nochmal richtig den Arsch aufreißen", sagte Marcel Schmelzer trocken, und Matthias Ginter ergänzte: "Wir haben uns vorgenommen, uns im Endspurt in der Liga und im Pokal nochmal alles abzuverlangen, auch für den Trainer natürlich. Heute war der erste Schritt."

Weitere sollen schon bald folgen.

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