Düsseldorf

Joachim Löw über BVB-Star Marco Reus: „Ihn hätte ich sowieso nicht nominiert“

Die finalen Tests vor der Nominierung der vorläufigen WM-Kaders durch Bundestrainer Joachim Löw finden ohne Beteiligung von Borussia Dortmund statt.
Die finalen Tests vor der Nominierung der vorläufigen WM-Kaders durch Bundestrainer Joachim Löw finden ohne Beteiligung von Borussia Dortmund statt.
Foto: firo
  • Mario Götze, Marco Reus und André Schürrle fehlen bei den Test-Spielen
  • Das BVB-Trio darf aber dennoch auf die WM-Teilnahme in Russland hoffen

Düsseldorf. Joachim Löw wacht an der Tür zur Weltmeisterschaft in Russland - und der Bundestrainer hält sie auf für drei Profis von Borussia Dortmund.

Sowohl Marco Reus als auch die beiden WM-Tor-Produzenten von 2014, André Schürrle und Mario Götze, dürfen sich trotz der Nichtnominierung für die beiden anstehenden Test-Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Spanien (Freitag, 20.45 Uhr in Düsseldorf) und vier Tage später gegen Brasilien (Dienstag, 20.45 Uhr in Berlin) Hoffnungen auf eine Teilnahme am Turnier in Russland machen.

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Götze keineswegs abgeschrieben

Götze sei „keineswegs abgeschrieben“, sagte Löw am Mittag in Düsseldorf: „Ich habe mit Mario gesprochen. Wir haben diese Auswahl getroffen, weil er noch nicht die Form erreicht hat, die wir uns vorstellen. Aber Mario ist ein Spieler, der das aufnimmt, der sehr lernwillig und ehrgeizig ist.“

Beim BVB war der Mittelfeldspieler zuletzt wegen nachlässiger Leistungen in die Kritik geraten. Doch Chancen auf die WM hat er nach wie vor.

Löw schätzt Schürrles Schnelligkeit und Torgefahr

Ähnlich, sagt Löw, sei es bei Schürrle. „Er hat in der Hinrunde wenig gespielt und hatte deswegen auch nicht die richtige Verfassung. Zuletzt hatte er aufsteigende Tendenz. Wir bei der Nationalmannschaft wissen schon zu schätzen, was er kann. Wenn er seine Schnelligkeit und seine Torgefahr ins Spiel bringt, ist er ein Thema für die diese WM.“

Löw über Reus: „Ihn hätte ich sowieso nicht nomniert“

Der Fall Marco Reus ist etwas anders gelagert. Wegen Adduktorenproblemen fällt der Offensivakteur womöglich aus, wenn die Bundesliga nach der Länderspielpause wieder Fahrt aufnimmt. „Ihn hätte ich aber sowieso nicht nominiert, weil er lange verletzt war und erst ein paar Spiele gemacht hat“, begründete Löw.

„Bei ihm muss mann generell die Gesundheit in den Vordergrund stellen.“ Reus hatte erst im Februar sein erstes Saisonspiel absolviert. Zuvor hatte er wegen eines im DFB-Pokalfinale erlittenen Kreuzbandteilrisses acht Monate pausieren müssen. Verletzungsbedingt hatte der 28-Jährige die WM 2014 und die EM 2016 verpasst.

 
 

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