Immobile soll beim BVB Lewandowskis Nachfolger werden

Ciro Immobile ist der Wunschkandidat von Borussia Dortmund.
Ciro Immobile ist der Wunschkandidat von Borussia Dortmund.
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund will offenbar Stürmer Ciro Immobile vom FC Turin als Nachfolger von Robert Lewandowski verpflichten. Eine hochrangige Dortmunder Delegation weilte am Donnerstag zu Verhandlungen in Turin.

Dortmund. In Dortmund saß Jürgen Klopp und parlierte über das letzte, sportlich bedeutungslos gewordene Bundesligaspiel seiner Fußballer in Berlin am Samstag (15.30 Uhr, live in unserem Ticker). „Wenn wir verlieren, müssen wir die Siegprämie nicht zahlen“, sagte der Trainer von Borussia Dortmund am Donnerstag mit einem Augenzwinkern. Klopp ist Schwabe, das könnte erklären, warum er die Finanzen seines Klubs so genau beäugt. Wahrscheinlicher ist aber, dass Klopp sehr genau weiß, dass der BVB gerade an einem anderen Ort um jeden Euro verhandelt.

Lewandowski wechselt im Sommer zum FC Bayern

Denn gleichzeitig reiste offenbar eine hochrangige Dortmunder Delegation bestehend aus Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc nach Italien. Genaue Destination: Turin. Es geht um ­Ciro Immobile, Stürmer des FC Turin. Er soll der Nachfolger des in diesem Sommer zum FC Bayern wechselnden Torjägers Robert Lewandowski werden. Sky Italia veröffentlicht dazu sogar Fotos, die die BVB-Macher in Turin zeigen sollen: Watzke im blauen Hemd auf dem Beifahrersitz einer silberfarbenen Nobelkarosse, ein anderes zeigt Zorc mit Sonnenbrille und Aktentasche.

Borussia Dortmund macht mobil für Immobile.

Mit 21 Treffern führt der 24-Jährige, der im März in der italienischen Nationalmannschaft debütierte, in der Serie A die Torschützenliste an. Immobile gilt als beweglich, schnell, laufstark - und abschlusssicher. Eine Kombination, die aus ihm für Klopp die italienische Sehnsucht macht. Doch während offenbar mit dem Spieler bereits Einigkeit besteht über einen Wechsel, ist der Transfer noch nicht fix eingetütet. Laut „Gazzetta dello Sport“ hat der BVB ein konkretes Angebot über 19 Millionen Euro vorgelegt.

Das Problem: Die Transferrechte Immobiles liegen beim FC Turin und dem Lokalrivalen Juventus, der den Stürmer, der in den vergangenen vier Jahren für fünf Klubs spielte, einst ausbildete. Ein Geflecht, in dem sich Einigungen nur mit viel Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick herbeiführen lassen. Und mit Geld.

Erfahrung mit schwierigen Fällen

Der Vorteil: Die Dortmunder haben durchaus Erfahrung in der Bewerkstelligung komplizierter Transfers. Im vergangenen Sommer eisten sie Mittelfeldspieler Henrikh Mkhitaryan für 25 Millionen Euro bei Schachtjor Donezk los. Da waren die Interessenlagen noch deutlich undurchsichtiger als bei Immobile.

Und auch ein anderer Wechsel gestaltete sich im Jahre 2010 schwierig. Über Monate verhandelten die BVB-Bosse mit Lech Posen, um einen jungen Mann nach Westfalen zu lotsen, für den diese ganze Mühe beinahe übertrieben schien. Sein Name: Robert Lewandowski. „Ihn werden wir nicht eins zu eins ersetzen können“, sagte Watzke über dessen nahenden Abgang. Aber einer, der es versuchen könnte, scheint nun gefunden zu sein.

 
 

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