Hummels wünscht sich "noch ein paar besondere Momente"

Nach dem 3:0-Sieg über Paderborn war die Freude auch bei BVB-Kapitän Hummels groß. Der will nun weitere Erfolge sammeln - auch als Abschiedsgeschenk an den Trainer.

Dortmund.. Mats Hummels, wie wichtig war dieser Sieg heute?

Mats Hummels: Der war auf vielen Ebenen wichtig. Die Art und Weise war wichtig, für die Tabelle war es wichtig und für den Trainer war es natürlich auch sehr wichtig. Und für die Mannschaft war es wichtig, dem Trainer direkt zu zeigen, dass wir so agieren wollen die letzten Spiele. Wir haben schöne Tore geschossen, ein paar schöne Spielzüge gehabt und verdient heute gewonnen.

Wie haben sich denn der angekündigte Abschied von Jürgen Klopp zum Saisonende auf euch ausgewirkt?

Hummels: Es hat uns natürlich beeinflusst - aber vielleicht eher so, dass jetzt alle diese hundertprozentige Überzeugung haben und das hundertprozentige Ziel, dem Trainer einen gebührenden Abschied zu geben. Nach dieser so langen Zeit, und wie die gelaufen ist, hat er das verdient. Und deswegen hoffe ich, dass wir in den nächsten Wochen so weitermachen wie heute. Damit am Ende nicht nur eine Saison da steht, die als kompletter Misserfolg zu bewerten sind, sondern dass wir in den letzten Partien vielleicht noch ein paar besondere Momente heraufbeschwören können.

Sie haben heute nur zwei Torschüsse zugelassen. War die Abwehrleistung so gut, oder ist Paderborn in der Verfassung kein Maßstab?

Hummels: Der Trainer sagt immer: Der Gegner ist so gut wie man es zulässt - und wir haben wenig zugelassen. Wir haben uns aber auch Chancen herausgespielt, dabei erst ein bisschen die Effektivität vermissen lassen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir das herausragend gemacht und nach dem 2:0 hat man gesehen, dass vielleicht auch die Last der letzten beiden Niederlagen ein wenig von den Schultern gefallen ist und das spielerische Element direkt wieder da war.

Wie schwierig war es denn heute, sich auf Fußball zu konzentrieren?

Hummels: Wenn ein Fußballspiel ansteht, ist es für mich nie schwierig, sich zu konzentrieren. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber wenn ich auf dem Platz bin, bin ich in einer anderen Welt. Deswegen ist es für mich keine Beeinflussung.

Aber ganz spurlos sind die Ereignisse der letzten Woche doch wohl nicht an Ihnen vorübergegangen?

Es war schon so, dass es einen bewegt. Ich habe auch viele Nachrichten bekommen aus der Mannschaft und von anderen Leuten, die mir nahe stehen. Und die haben gesagt, schade, dass diese wunderschöne Zeit enden muss. Aber man kennt das ja von früher, aus der Jugend schon. Man hat Mitspieler kommen und gehen sehen, man hat Trainer kommen und gehen sehen. Das gehört leider dazu.

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