Hofmann und Schieber schießen BVB in die nächste Pokalrunde

Julian Schieber (l.) und Jonas Hofmann führten mit ihren Toren die zweite Garde des BVB ins Viertelfinale des DFB-Pokals.
Julian Schieber (l.) und Jonas Hofmann führten mit ihren Toren die zweite Garde des BVB ins Viertelfinale des DFB-Pokals.
Foto: Getty Images
Beim 2:0-Sieg gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken hatte der Bundesligist Borussia Dortmund zu keinem Zeitpunkt Schwierigkeiten. Das lag vor allem daran, dass auch die zweite Garde des BVB zu überzeugen wusste. Allen voran die Kirch-Hofmann-Schieber-Achse.

Saarbrücken.. Das DFB-Pokalachtelfinale hatte noch nicht begonnen, da gab es schon das erste Feuerwerk. Mit Silvesterraketen empfingen die Fans des 1. FC Saarbrücken die Gäste aus Dortmund. Wirklich überspringen wollte der Funke auf die Mannschaft des Pokal-Gastgebers aber nicht. Der Außenseiter und Drittligist aus Saarbrücken spielte zwar von Beginn an diszipliniert gegen Borussia Dortmund auf, konnte die souveräne Dominanz und letztlich den 2:0-Sieg des Bundesligisten jedoch nicht verhindern. Die Dortmunder erfüllten ihre Pflicht und ziehen ins Viertelfinale des Pokals ein.

Dabei gehörte die erste Gelegenheit den Gastgebern: Hoffmann setzte sich kurz nach Anpfiff im Zweikampf gegen Großkreutz, der als Rechtsverteidiger zum Einsatz kam, durch und zog ab. Kein Problem aber für Weidenfeller-Vertreter Mitchell Langerak.

Minute zwei brachte Versuch Nummer zwei, diesmal für den BVB: Julian Schieber war es, der den ersten Torschuss der Gäste markierte. Der Stürmer spielte in der Klopp-Elf anstelle von Robert Lewandowski. Trainer Jürgen Klopp hatte sein polnisches Trio Lewandowski, Piszczek und Blaszczykowski mit Hinblick auf das Bayern-Verfolger-Spiel gegen Bayer Leverkusen am kommenden Wochenende geschont.

Schieber-Hofmann-Achse überzeugt beim BVB

Auf Grund der großen Verletzungssorgen brachte Klopp Oliver Kirch als "Sechser" und U21-Nationalspieler Jonas Hofmann für die Offensive von Beginn an. Doch was als ein Schachzug aus einer Notsituation heraus entstand, entpuppte sich bald zum Glücksgriff. Denn für die Chancen und Glanzpunkte im Dortmunder Spiel sorgten nicht etwa die Superstars Henrikh Mkhitaryan und Pierre-Emerick Aubameyang, sondern eben die frischen Akteure namens Schieber, Kirch und Hofmann.

Während Aubameyang viel versuchte, ihm aber wenig gelang, schien der Armenier phasenweise völlig neben sich zu stehen (verpasstes Abspiel in der 21. und zu lässiger Versuch in der 62. Minute). So vergab Mkhitaryan die erste Großchance in der 15. Minute allein vor Saarbrückens Keeper Ochs. Den Fehler machte er jedoch gut, als er in der 19. Minuten Jonas Hofmann goldrichtig in Szene setzte, der an der Torauslinie die Vorlage auf Schieber spielte, die der Stürmer per Kopf zum 1:0 verwandelte.

Das Duo Schieber-Hofmann spielte - auch dank der guten Übersicht von Kirch im Mittelfeld - stark auf. In der 28. Minute zappelte der Ball dann wieder im Saarbrücker Netz: Hofmann passte auf Kirch, der auf der rechten Seite freien Weg hatte, auf Schieber flankte und der heranstürmend traf. Für das Schiedsrichtergespann wohl aber zu stürmisch - sie hatten ein Foul Schiebers an Saarbrückens Kim Falkenberg gesehen und gaben das Tor nicht. Eine strittige Entscheidung.

Duksch hatte noch das 3:0 für den BVB auf dem Fuß

Den Hausherren gelang in Minute 38 beinahe der große Coup: Im Dortmunder Strafraum konzentrierte sich bei einer Flanke alles auf Deville. Der verpasste den Ball, dafür war Marcel Ziemer plötzlich frei - sein Torschuss touchierte nur knapp den Außenpfosten. Glück für die Gäste. 0:1 der Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel machte die Hofmann-Schieber-Achse mit Mittelfeldmotor Oliver Kirch da weiter, wo sie aufgehört hatte. In der 50. Minute folgte die logische Konsequenz: Aubameyang spielte Schieber frei, der kämpfte sich mit seiner ganzen Breite im Strafraum durch. Dass sein erster Passversuch geblockt wurde, hinderte ihn nicht daran, mit Wucht nachzulegen. In der Mitte fand Hofmann Platz und netzte per Direktannahme zum 2:0 für den BVB ein.

Mit diesem weichen Kissen im Rücken spielte sich der BVB locker durch die zweite Hälfte. Die Gastgeber setzten nach vorne nur noch wenige Akzente, wurden dem BVB nicht mehr gefährlich. Der für den glücklosen Mkhitaryan eingewechselte Marvin Ducksch hatte in der 78. Minute nach einem mit viel Übersicht gespielten Pass von Jonas Hofmann noch das 3:0 auf dem Fuß - Saarbrückens Abwehrmann Knipping klärte jedoch per Kopf vor der Linie.

Auch wenn der nicht mehr saß, die zweite Garde der Borussia überzeugte. Sie brennt und scheint bereit, wenn nötig das ein oder andere Feuerwerk zu zünden.

 
 

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