Gündogan beim BVB nicht mehr wegzudenken

Daniel Berg
Präsentiert sich beim BVB derzeit in absoluter Topform: Ilkay Gündogan.
Präsentiert sich beim BVB derzeit in absoluter Topform: Ilkay Gündogan.
Foto: imago
Seit seinem Siegtreffer im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Greuther Fürth ist BVB-Spieler Ilkay Gündogan kaum mehr wiederzuerkennen. Inzwischen hat er sich zu einem der wichtigsten Spieler beim aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter entwickelt. Auch gegen Wolfsburg zeigte er wieder einmal seine Klasse.

Wolfsburg. Es ist nicht ganz klar, wessen Jacke Ilkay Gündogan da trug. Der üblichen Logik folgend hätte da ein I und ein G auf seiner Brust gedruckt sein müssen. Die Kombination aber hieß MZ. Jemand hatte ihm den wärmenden Stoff gereicht und er hatte ihn dankend übergestreift. Der Besitzer? Egal.

Es hatte ja Wichtigeres gegeben an diesem Tag, den 3:1-Sieg von Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg zum Beispiel, zu dem Ilkay Gündogan erheblich beigetragen hatte. Wie zuletzt eigentlich immer.

Gündogan seit DFB-Pokal-Halbfinale in Topform

Trainer Jürgen Klopp hatte den Deutsch-Türken erneut statt Sven Bender in seine Defensivzentrale berufen, in der er mit Sebastian Kehl einen gut harmonierenden Part ablieferte. Seit seinem entscheidenden Treffer im DFB-Pokal-Halbfinale von Fürth ist Gündogan kaum mehr wiederzuerkennen. Klopp hatte ihm damals das Versprechen abgerungen, dass Gündogan sich mehr zutrauen solle, dem Spiel noch mehr seinen Stempel aufdrücken solle und vor allem torgefährlicher werden solle. „Pro Halbzeit soll ich drei, vier Mal aufs Tor schießen“, sagt Gündogan, der laut Klopp mit einer überragenden Schusstechnik ausgestattet ist.

Der beste Beweis dafür war das Tor zum 2:1 in Wolfsburg. Ein gefühlvoller Schlenzer in die lange Ecke. Unhaltbar. Sehenswert. Und wichtig. Gündogan ist derzeit einer der besten Borussen. „Und das“, sagt er, „habe ich mir hart erarbeitet.“

Gegen Bayern hat BVB-Trainer Klopp die Qual der Wahl

Gespannt blickt er auf den kommenden Mittwoch, wenn der BVB Bayern München zum Gipfeltreffen im eigenen Stadion erwartet. „Die Bayern stehen natürlich mehr unter Druck“, sagt Gündogan, der derzeit ein unverzichtbarer Bestandteil dieser Mannschaft zu sein scheint, was Klopp in die Verlegenheit bringt, am Mittwoch entweder ihn, Kapitän Kehl oder den wieder zu Kräften gekommenen Sven Bender auf die Bank setzen zu müssen.

Für den Fall, dass es tatsächlich Gündogan trifft, sollte dem armen Jungen aber zumindest jemand eine eigene Jacke besorgen. Dann muss er nicht die von Manager Michael Zorc tragen. Oder gar die alten Klamotten von Mohamed Zidan.