Götze meldet im DFB-Team noch keine Ansprüche an

Mario Götze von Borussia Dortmund fühlt sich in der Nationalelf auf allen Positionen wohl. Foto: imago
Mario Götze von Borussia Dortmund fühlt sich in der Nationalelf auf allen Positionen wohl. Foto: imago
Im Freundschaftsspiel gegen Polen wird Mario Götze vom BVB wieder in der Startelf stehen. Der 19-jährige Shootingstar von Borussia Dortmund sagt im Interview, auf welcher Position er am liebsten spielt und was er im Spiel gegen Polen erwartet.

Gelsenkirchen.. Mario Götze, „kurz und schmerzlos“ könnte man zu Ihrem Auftritt im EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am Freitag sagen. Sechs Minuten gespielt und eiskalt den 6:2-Endstand erzielt.

Mario Götze: Das war ein glücklicher Moment für mich. Thomas Müller hat einen wunderbaren Pass auf mich gespielt und ich bin froh, dass ich das Tor gemacht habe.

Es wurde vor dem Spiel viel diskutiert, ob Sie zusammen mit Mesut Özil spielen können und werden. Nach Ihrem tollen Auftritt in Stuttgart gegen Brasilien waren viele verwundert, dass Sie doch nur auf der Bank saßen.

Götze: Ich nehme das aber sehr gelassen. Der Trainer entscheidet, wer auf dem Platz steht und wie wir spielen. Ich kann ja jetzt nicht einfach sagen, ‚ich will spielen‘ und wechsel mich dann automatisch selbst ein. Ich respektiere die Entscheidung des Bundestrainers und bin einfach froh, bei der Nationalmannschaft sein zu dürfen. Egal ob als Einwechsel- oder Auswechselspieler.

Hat es vielleicht auch etwas damit zu tun, Sie eventuell etwas aus der Schusslinie zu tun nach dem Wirbel um den Platzverweis in der Bundesliga?

Götze: Nein, das hat damit nichts zu tun.

Der Bundestrainer Joachim Löw hat gesagt, er sieht sie als zentralen Spieler – sehen Sie das auch so oder müssen Sie ihn noch überzeugen, dass Sie auch außen spielen können?

Götze: Der Bundestrainer hat recht: Ich fühle mich zentral wohler, denn da hat man mehr Freiheiten und man ist mehr im Spiel eingebunden, als auf den Außenpositionen. Aber sowohl bei Borussia Dortmund als auch bei der Nationalmannschaft spiele ich da, wo man mich aufstellt.

Am Dienstag kommt es in Danzig auch zum Duell vieler Dortmunder auf dem Rasen – ist das ein BVB-internes Predige-Duell zwischen Polen und Deutschland?

Götze: Nein, nicht wirklich. Unser Fokus lag sehr deutlich auf dem Qualifikationsspiel gegen Österreich am Freitag. Dem Spiel galt unsere gesamte Konzentration und das haben wir souverän erledigt. Am Dienstag ist es in erster Linie einfach nur ein Testspiel gegen Polen. Natürlich freuen Mats und ich uns drauf, Jakub Błaszczykowski und Robert Lewandowski zu sehen.

Ein anderer BVB-Spieler ist auf Seite der Polen nicht im Kader. Lukasz Piszczek ist vom polnischen Verband mit einer einjährigen Sperre belegt worden, geht dagegen aber jetzt in Berufung. Wie bewerten Sie diese Situation Ihres Mannschaftskollegen?

Götze: Das ist eine Sache, die Lukasz betrifft. Dazu möchte ich keine Stellung beziehen.

Aufgezeichnet von David Nienhaus

 
 

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