Famoser Reus und zuverlässiger Weidenfeller - Die BVB-Zwischenbilanz

Problemloser Einstieg beim BVB: Marco Reus.
Problemloser Einstieg beim BVB: Marco Reus.
Foto: dapd
Der Mittwoch begann beim BVB wie er auf den Schulhöfen des Landes begann: Mit einer Schneeballschlacht. Sie diente der Einstimmung auf die letzten beiden Spiele des Jahres; am Sonntag in Hoffenheim und am Mittwoch im Pokal gegen Hannover. Diese Duelle beschließen die Hinrunde. Eine erste Zwischenbilanz.

Der Einsteiger

Dortmund.. Marco Reus hatte keinen problemlosen Einstieg. Er war nicht einfach da und alles war toll. So war das nicht. Er hatte zu kämpfen mit den Anforderungen beim BVB, mit Ge­genpressing und defensiver Mitarbeit. Das Gute: Er hat schnell verstanden, er hat sich angepasst, er spielt mitunter famos mit den Mitspielern zusammen und er schießt Tore; sechs in der Liga, drei in der Champions League, jeweils das 1:0 in Manchester, in Madrid und in Amsterdam. Das Beste: Er hat noch Luft nach oben, mindestens in den Phasen eines Spiels, in denen er nahezu unbeteiligt wirkt.

Der Aufsteiger

Jakub Blaszczykowski startete zu Saisonbeginn gleich durch – und war bei seinem Tempo von keinem Gegenspieler aufzuhalten. Nach nur sechs Spieltagen hatte er schon drei Tore erzielt und drei weitere Treffer vorbereitet. Dann kam das Spiel in Hannover, ein Teilriss des Syndesmose- und des Außenbandes im linken Sprunggelenk, eine fünfwöchige Zwangspause; ausgerechnet vor den Duellen mit Schalke und Real Madrid. Schneller als erwartet kam er zurück, mit zwei Torvorlagen gegen Fürth. Zuletzt, gegen Wolfsburg, hat er Verantwortung vom Elfmeterpunkt übernommen. Dieser Kuba, der noch vor ei­nem Jahr ein Wechselkandidat war, ist nicht mehr weg zu denken.

Der Überflieger

Roman Weidenfeller ist vielleicht in der Form seines Lebens. Zuverlässig war der Torwart auch in den vergangenen Jahren, doch in dieser Saison hat er auch die Chance, sich auszuzeichnen. Genau das tut er. Er hält ausgezeichnet; vor allem in der Champions League. In Manchester und Madrid beispielsweise bewahrte er seine Farben jeweils vor einem ganz frühen Rückstand.

Der Wiedereinsteiger

Mario Götze ist noch besser als vor seiner tückischen Schambein-Entzündung, die ihn Monate lang zur Untätigkeit zwang. Dass dies so kommen würde, haben alle immer gehofft – sicher sein konnte sich aber niemand. Da war ja nicht nur diese Verletzung samt der Ungewissheit, die sie mit sich brachte. Da war auch eine enttäuschende EM und eine maue Vorbereitung, eingetrübt durch eine Augenentzündung. Umso bemerkenswerter, wie Götze heute wieder mit seinen Ge­genspielern Schlitten fährt.

Die Aussteiger

Patrick Owomoyela ist von der Bildfläche verschwunden. Zuletzt hat ihn eine Wadenverletzung au­ßer Gefecht gesetzt. Seine Rückkehr ist für Ende Januar avisiert, in Wahrheit aber ungewiss. Chris Löwe hat noch keine Minute gespielt, nach einer Leisten-OP kämpft er um den Anschluss.

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