Dreifacher Reus schießt BVB zum Sieg in Stuttgart - Note 2

Marco Reus war drei Mal erfolgreich für die Borussia.
Marco Reus war drei Mal erfolgreich für die Borussia.
Foto: dpa
Obwohl man schwach begann und auch danach nicht überragend spielte, holte Borussia Dortmund einen wichtigen 3:2-Sieg beim VfB Stuttgart. Sieggarant war Marco Reus mit drei Treffern - der dennoch nicht die Bestnote verdiente. Die Borussen in der Einzelkritik.

Stuttgart.. Borussia Dortmund hat in der Bundesliga mit 3:2 gegen den VfB Stuttgart gewonnen, obwohl es zu Beginn schnell 0:2 aus Sicht der Borussia stand.

Noten von 2 bis 5 - diskutieren Sie mit uns die Leistung der Dortmunder gegen den VfB Stuttgart.

Die BVB-Noten in der Übersicht

Roman Weidenfeller: Absolut schuldlos an den Gegentoren, bekam ansonsten kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Seine größte Schwäche bleibt seine Ballbehandlung: Setzten ihn die Stuttgarter unter Druck, landeten seine Abschläge im Aus. Note: 3

Kevin Großkreutz: Der mal wieder als Rechtsverteidiger aufgebotene Dauerläufer war in der Anfangsphase der einzige Dortmunder, der wirklich auf dem Platz war. Sein Pass auf Lewandowski brachte die erste BVB-Chance (13.), seinen Schlenzer vom Strafraumeck konnte Ulreich nur mit Mühe um den Pfosten lenken. Hinten mit gemischter Bilanz: Ließ vor dem 0:2 den Torschützen Harnik laufen (19.), gegen den er wenig später nach einem Konter in höchster Not klärte (29.). Hatte in der 51. Minute seine große Chance, schloss aber unbedrängt viel zu überhastet ab. Note: 3

Sokratis: War beim ersten Gegentor mit in der Verlosung, ohne dass ihn die Hauptschuld traf: Ließ sich nach Kirchs Katastrophenfehlpass zu leicht von Gentner ausspielen (9.). Das hätte man besser lösen können. Rettete als letzter Mann vor dem einschussbereiten Ibisevic (65.). Note: 3

Mats Hummels: Auch der Abwehrchef hat schon bessere Spiele gemacht. Am 0:1 noch absolut unschuldig, versäumte er es vor dem 0:2, Linksverteidiger Durm abzusichern und war dann weder nah genug an Vorlagengeber Traore noch so postiert, dass er den Querpass abfangen konnte. Ließ sich auch von Harnik (8.) und Ibisevic (41.) düpieren, was allerdings nicht zu Gegentreffern führte. Bei seinen Vorstößen und Spieleröffnungen fehlte zu oft die nötige Präzision. Note: 4

Erik Durm: Der junge Linksverteidiger zahlte eine Menge Lehrgeld gegen den flinken Traore - am sichtbarsten in der 19. Minute, als der künftige Gladbacher den Dortmunder einfach überlief und so das 0:2 vorbereiten konnte. Auch zehn Minuten später gelang es ihm nicht, seine Seite dicht zu machen, was die nächste Stuttgarter Großchance brachte. Danach erkennbar von der Rolle, mit einigen Stockfehlern und Querschlägern. Note: 5

Sebastian Kehl: Der deutlich bessere der beiden zentral-defensiven Mittelfeldspieler. Fing sehr viele VfB-Angriffe ab und war meist ballsicher im Spiel nach vorne. Entscheidende Aktionen allerdings waren nicht darunter. Note: 3

Oliver Kirch (bis 59.): In der 8. Minute rettete er noch in höchster Not gegen den einschussbereiten Harnik, eine Minute später legte er den Schwaben das Führungstor auf: Sein Rückpass auf Sokratis geriet viel zu kurz, Gentner spritzte dazwischen und besorgte die VfB-Führung. Hätte um ein Haar das 2:2 vorbereitet, aber Lewandowski nagelte seine Vorlage nach guter Balleroberung ans Aluminium (56.). Wenig später gelb-rot-gefährdet ausgewechselt. Note: 4,5

Jonas Hofmann: Nach einer halben Stunde kam er endlich einmal in die Position, die ihm besonders liegt: Mit Tempo dribbelte er auf die Stuttgarter Viererkette zu, sein präziser Pass spielte Reus frei, der zum 1:2 vollendete. Bereitete direkt danach mit einem weiteren guten Pass die Großchance von Mkhitaryan vor (31.). Auch Großkreutz spielte er nach eigener Balleroberung gut frei (51.). Davor und danach aber mit zu viel Leerlauf, beispielsweise versprang ihm in Minute 38 in guter Position der Ball - und viel gravierender noch in der 65. Minute, als er Sahins langen Ball frei vor dem Tor nicht kontrollieren konnte. Note: 2,5

Henrikh Mkhitaryan (bis 59.): Enorm großer Aktionsradius des Dortmunder Zehners, der seine größte Gelegenheit aber erneut liegen ließ: Machte eigentlich alles richtig, als er völlig frei vorm Tor gegen die Laufrichtung von Keeper Ulreich zielte, der aber rettete mit tollem Reflex (31.). Viel unterwegs, vor allem gegen den Ball mit enorm wertvollem Einsatz - nach vorne aber blieb er letztlich glücklos. Nach rund einer Stunde ausgewechselt. Note: 3,5

Marco Reus: Eiskalt verwandelte er nach einer halben Stunde Hofmanns Traumpass zum 1:2. Sehr agil und laufstark, in der Offensive, in seinen übrigen Aktionen fehlte aber das Abschlussglück. Rückte nach Aubameyangs Einwechslung auf die Zehnerposition. Verwandelte den Elfmeter traumwandlerisch sicher (68.), hatte beim 3:2 ein wenig Glück - der Schuss wurde unhaltbar abgefälscht (83.). Bekam trotzdem keine Bestnote, weil er seinen Hintermann Erik Durm viel zu oft gegen den gefährlichen Traore allein ließ. Note: 2

Robert Lewandowski: Zeigte seine ganze Klasse in der 66. Minute, als er Gegenspieler Niedermeier mit einer einzigen Bewegung aussteigen ließ und den Elfmeter samt Platzverweis herausholte. Bei seinem Chancen ohne Glück im Abschluss, mal soeben noch geblockt (13.), mal landete sein Schuss aus vollem Lauf am Torgestänge (56.), mal köpfte er freistehend übers Tor (79.). Seine akrobatische Ballannahme in der 44. Minute ließ ein Raunen durchs Stadion gehen. Allerdings: Von seinen Pässen und Ballablagen landeten deutlich mehr als gewohnt beim Gegner. Note: 2,5

Pierre-Emerick Aubameyang (ab 59.): Kam für Mkhitaryan. Ihm gelang zunächst wenig - dann bereitete er mit einer Kombination aus seiner Schnelligkeit und Übersicht den Führungstreffer vor. Note 3

Nuri Sahin (ab 59.): Kam für Kirch. Ballsicher, ohne große Impulse zu setzen. Note 3

Milos Jojic (ab 76.): Kam für Hofmann. Ohne Note.

 
 

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