Dortmunder stimmen sich auf Sieg gegen Bayern München ein

Thorsten Schabelon
Schön für die Kamera: BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel wird geschminkt für die "BVB-total"-Sendung.
Schön für die Kamera: BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel wird geschminkt für die "BVB-total"-Sendung.
Foto: BVB
Im Rahmen des "Brinkhoff’s Ballgeflüster" gaben sich BVB-Athletiktrainer Andreas Schlumberger, TV-Kommentator Heiko Wasser und Lukasz Piszczek, sowie BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel die Ehre, um mit 100 Anhängern von Borussia Dortmund zu plaudern. „Wir hauen halt die xxxxx-Bayern weg“, kündigte Dickel vollmundig an

Dortmund. Norbert Dickel atmete erst einmal durch und war dabei sichtlich zufrieden. „Mensch, hat doch wieder alles richtig gut geklappt“, sagte der Stadionsprecher und Event-Mann des BVB, der zu seinen liebsten Aufgaben die Moderation von Brinkhoff’s Ballgeflüster zählt. Das ist der lockere wie launige Fußballtalk im Eventschiff „Herr Walter“ von Gastronom Oliver Buschmann im Dortmunder Hafen. Zum zehnten Mal wurde im Bauch des Schiffes geplaudert.

Nachdem in den früheren Ausgaben unter anderem Jürgen Klopp oder Tatort-Kommissar Wotan Wilke Möhring vorbeigeschaut hatten, strahlte die Besetzung des Jubiläumsabends auf den ersten Blick etwas weniger Prominenz aus: BVB-Athletiktrainer Andreas Schlumberger, TV-Kommentator Heiko Wasser und Lukasz Piszczek bildeten mit Dickel die Viererkette für die Sendung, die im BVB-Kanal „BVB-total“ ausgestrahlt wird. Mit der Viererkette hatten die 100 Zuschauer, die aus über 1600 Karten-Interessenten ausgewählt worden waren, allerdings so richtig ihren Spaß. Nobby Dickel legte gleich mal gewohnt stimmungsaufhellend los. Warum zu lange auf die letzten beiden Spiele zurückblicken. „Wir hauen halt die xxxxx-Bayern weg“, kündigte er an. Und schon war Stimmung auf dem Schiff.

BVB-Verteidiger Piszczek „etwa bei 90 Prozent“

Lukasz Piszczek machte immer wieder den sprachsparsamen Sokratis und beantworte Fragen mit einem Grinsen und mit „Ja“ oder „Nein“. „So wenig redet er auch meistens mit mir“, scherzte Andreas Schlumberger. Dafür arbeitet der Pole, der nach seiner Hüftoperation lange pausieren musste, umso mehr an seinem Comeback. Vor der Winterpause, so die Hoffnung, könnte der Außenverteidiger wieder für seinen BVB auflaufen. „Ich hoffe, dass es noch dieses Jahr klappt“, sagte der 28-Jährige. „Er ist sehr weit, etwa bei 90 Prozent“, ergänzte Schlumberger. „Wichtig ist, dass du nächstes Jahr in Lissabon auflaufen kannst“, wünschte sich Heiko Wasser mit Blick auf das Champions-League-Finale 2014. Applaus, Applaus.

Schlumberger hatte auch Nachrichten von Kreuzbandriss-Patient Neven Subotic mitgebracht. „Der wird Mittwoch in Straubing operiert und hat mich schon gefragt, wann er mit dem Aufbautraining starten kann. Ein Physio wird gleich nach der Operation bei ihm sein.“ Überhaupt, Schlumberger, immer wieder Schlumberger. Der Chef der Abteilung „Fit und im Saft“ gab interessante Einblicke in seine Arbeit und erklärte, wie er die schnellen Spieler beim BVB mit Krafttraining noch schneller macht. Und welche Rolle er bei der Auswahl von Neuzugängen spielt. „Konditionelle Werte können da auch ein Teil der Entscheidungsfindung sein.“

„Wie wir die Bayern schlagen, haben wir im Supercup gezeigt“

Heiko Wasser schließlich, Ex-Kreisliga-Kicker auf Dortmunder Ascheplätzen, ausgewiesener BVB-Fan und Formel-1-Experte, mischte nicht nur beim Fußball mit, sondern sammelte auch immer wieder Lacher mit Anekdoten aus seiner Rennserie ein. Nicht nur wilde Weltmeister-Partys, bei denen schon mal Kühlschränke aus dem Fenster fliegen, werden da gefeiert. In Südkorea musste der Journalist mal im Freudenhaus übernachten. Und: „Es ist doch klar, warum künftig mehr Rennen gefahren werden sollen. Bernie Ecclestone hat eine Scheidung hinter sich“, sagte er über die Ausbau-Wünsche des Formel-1-Bosses.

Das große Spiel zwischen dem BVB und den Bayern wird Wasser übrigens beim Formel-1-Rennen in Brasilien verfolgen. „Wie wir die Bayern schlagen, haben wir im Supercup gezeigt. Und mit zwei Siegen gegen München und Neapel sehen wir dann wieder ganz gut aus.“