Die Zeit der Ausreden ist beim BVB ab sofort vorbei

Enttäuscht: Andrey Yarmolenko nach der 2:3-Niederlage bei Real Madrid.
Enttäuscht: Andrey Yarmolenko nach der 2:3-Niederlage bei Real Madrid.
Foto: dpa

Madrid.. Um 13.39 Uhr landete der Flieger aus Spanien auf dem Dortmunder Flughafen. Parkposition erreicht, Maschinen aus, alles auf Null.

Genau das ist auch der Plan der Fußballspieler von Borussia Dortmund, die sich an Bord befanden und die die 2:3-Niederlage bei Real Madrid mit relativer Zufriedenheit im Gepäck verstaut hatten.

Die Zuneigung für das Ergebnis resultierte daraus, dass man es geschafft hatte, ein sich anbahnendes Debakel zu vermeiden und den 0:2-Rückstand nach zwölf Minuten zwischenzeitlich umgebogen zu haben.

Ein Schritt nach vorn sei das gewesen, „auch wenn es blöd klingt“, wie BVB-Profi Nuri Sahin sagte, weil der BVB nach schwarz-gelber Interpretation immer wieder einen Schritt nach vorn macht, sich aber in den vergangenen elf Champions-League- und Bundesliga-Spielen keine vorweisbaren Ergebnisse einstellen.

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BVB-Mannschaft fühlt sich in der Formation mit Dreierkette sicherer

Doch die Zeit der Ausreden und Erklärungen sei nun vor dem Spiel gegen Werder Bremen am Samstag (15.30 Uhr) vorbei, wie Sahin andeutet: „Wir müssen das Spiel gegen Bremen ohne Wenn und Aber gewinnen. Wir hatten jetzt viel Wenn, viel Aber. Am Wochenende müssen die drei Punkte her. Dass wir mit zwei Punkten in Europa überwintern, ist ein Geschenk.“ Das müsse reichen an milden Gaben.

Misslingt der Sieg, steht spätestens dann alles in Frage im schwarz-gelben Fußball-Kosmos, in dem auch der Job von Trainer Peter Bosz seit Wochen mal mehr und mal weniger akut in Gefahr ist. Derzeit aber scheint der Wille der Vereinsspitze ausgeprägter, dem Niederländer bis zur Winterpause die Chance zu gewähren, die Wende zu schaffen. Niederlagen in den Liga-Spielen gegen Bremen, Mainz und Hoffenheim sieht der Plan jedoch eher nicht vor.

Positiv ist: Die Mannschaft fühlt sich in der Formation mit Dreierkette sicherer. Zudem scheint sich wieder ein größeres Wir-Gefühl zu entwickeln. Das hat offenbar auch mit dem Derby gegen Schalke zu tun, das trotz 4:0-Führung nicht gewonnen werden konnte und das eine heftige Aussprache innerhalb der Mannschaft nach sich zog.

„Wir waren sehr ehrlich zueinander“, so Nuri Sahin. „Ich glaube, dass wir den Rückstand in Madrid ohne diese deutliche Aussprache nicht aufgeholt hätten.

 

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