Dortmund

Angebliches Bekennerschreiben der Antifa ist wohl ein Fake: „Offenkundiger Schwachsinn“

BVB-Anschlag: So ist der aktuelle Stand am Tag danach

Am Tag nach dem Sprengstoff-Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist die Spurensicherung noch am Tatort.

Am Tag nach dem Sprengstoff-Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund ist die Spurensicherung noch am Tatort.

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Dortmund. Die Worte klingen drastisch: „Wir haben heute den Bus des BVB mit eigens hierfür angefertigten Sprengsätzen attackiert.“ Im Netz kursiert nach dem BVB-Anschlag seit Dienstagabend ein Bekennerschreiben der Antifa. Sie übernimmt darin die Verantwortung für den Anschlag.

Der Bus sei „ein Symbol für die Politik des BVB, die sich genügend gegen Rassist_innen, Naz_innen und Rechtspopulist_innen einsetzt“, heißt es in dem Schreiben. Das Schreiben tauchte auf einer linken Website auf.

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Der Bus sei „nur nein Symbol und keinesfalls waren die Spieler_innen Ziel dieser symbolischen tat, jedoch taten auch sie in der Vergangenheit zu wenig für eine antifaschistische Stadionszene.“

War die Antifa wirklich für den Angriff auf den BVB-Bus verantwortlich?

Wohl nicht - das schreibt die Antifa auch in einer Stellungnahme und spricht von „offenkundigem Schwachsinn“.

Realistischer scheint derzeit ein islamistischer Hintergrund. Die „Welt“ zitiert aus dem Bekennerschreiben. Demnach beginnt es mit den Worten: „Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen.“

Die Ermittler prüfen derzeit das islamistische Bekennerschreiben. Sie können noch nicht ausschließen, dass es sich um eine bewusst falsch gelegte Spur handelt. Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwochmorgen die Ermittlungen übernommen.

Das sagt die Polizei

Die Dortmunder Polizei will sich gegenüber DER WESTEN zur Echtheit des Antifa-Schreibens derzeit nicht äußern.

Im Netz ist das Schreiben nicht mehr zu finden. Die linksalternative Seite auf der es auftauchte, hat das Schreiben mittlerweile offline genommen.

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