Der BVB ist vor dem Derby „völlig losgelöst“

Foto: Linz/PiLi

Dortmund/Berlin.. Offizielle Lieder rund um Dortmunds Leib- und Magen-Klub Borussia gibt es reichlich. Gute und weniger gute Songs dröhnen aus den Boxen im Stadion. Doch auch inoffiziell hat die schwarz-gelbe Plattenküche viel zu bieten. Neueste Entdeckung: „DerMuri“.

„Völlig losgelöst von der Liga, spielt Borussia völlig unbeschwert“, singt der Berliner Musiker „DerMuri“ seine neueste Lobeshymne auf den BVB und Trainer Jürgen Klopp. Die Vorlage lieferte Peter Schillings „Major Tom“ von 1983. „DerMuri“ heißt mit bürgerlichem Namen Marius Müller, stammt aus Bergkamen und arbeitet in einem Berliner Studio, das Karaoke-DVDs herstellt. „Ich sitze an der Quelle, wenn es um Musik geht“, so Müller.

Erster Hit vor der Saison

Schon am Anfang der Saison machte Müller auf sich aufmerksam. Vor der Pokal-Partie bei Wacker Burghausen textete der Autor Sascha vom Fanzine schwatzgelb.de Shakiras WM-Hit „Waka waka“ auf den Pokalgegner um. Müller las den Text und bemerkte sofort das Potenzial: „Ich bin zu meinem Chef gegangen und sagte, ich müsse sofort einen Song aufnehmen“, erinnert sich „DerMuri“. „Zum Glück ist mein Chef sehr verständnisvoll“, so der 28-Jährige.

Drei Stunden später war „Wacker, Wacker“ im Kasten. Der Erfolg anschließend: überwältigend. Die Resonnanz: „Krass“, wie Müller sagt. Binnen einer Stunde wurde der Song 16.000 Mal im Internet aufgerufen, „am nächsten Morgen hörte ich das Lied im Radio“, so Müller.

Fans schicken Texte zu

In der Fanszene machte Marius Müller mit seinem Erstling auf sich aufmerksam – und er selbst hatte Lust auf mehr. Es kam „99 Punkte“ und vor Weihnachten ließ er eine BVB-Version von „A wonderful dream“ folgen. Auch dieser Song eroberte die Herzen der Schwarz-Gelben. So sehr, dass „DerMuri“ Texte per Mail bekommt, mit der Bitte, sie zu vertonen. So auch im Falle des „Major Klopp“. Der Nutzer „Pa1n“ aus dem Forum von schwatzgelb.de schrieb den Text, Müller sang. Vor dem Derby begeistert das Stück nun die Fans.

An kommerziellen Erfolg denkt Müller dabei allerdings nicht. „Ich möchte dem BVB etwas von dem zurückgeben, was der Verein mir im Moment gibt“, erklärt er seine Motivation. Was noch fehlt, ist ein Auftritt im Stadion: „Das wäre Weltklasse!“

 
 

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