Der BVB in der Einzelkritik: Torwart Bürki erst stark, dann mit Glück - Note 2,5

Glück für den BVB: Torwart Roman Bürki legt Dario Lezcano elfmeterreif.
Glück für den BVB: Torwart Roman Bürki legt Dario Lezcano elfmeterreif.
Foto: dpa

Dortmund.. Noten von 2,5 bis 5 - so bewerten wir die Leistung der Spieler von Borussia Dortmund nach dem 1:0-Erfolg über den FC Ingolstadt.

Torwart und Abwehr

  • Roman Bürki: Der Schweizer war in der ersten Halbzeit bester Dortmunder, parierte zweimal sehenswert mit dem Fuß, einmal gegen Mathew Leckie (19.), einmal nach eigener kleiner Unsicherheit gegen Sonny Kittel (39.). Hat Glück, dass es bei seinem Foul gegen Dario Lezcano den berechtigten Elfmeter nicht gibt (52.). Kleine Unsicherheit Sekunden vor Schluss. Note: 2,5
  • Lukasz Piszczek: Das Ausmaß der Unruhe bei Ballbesitz war in den ersten 45 Minuten erstaunlich beim Polen. Sein Fehler führt zur Elfmeterszene mit Bürki, die keine Elfmeterszene wurde. Sein Glück. Note: 4,5
  • Sokratis: Machen Sie eine typische Handbewegung: Sokratis würde beide Arme heben als Zeichen, dass er nun mal gar nichts damit zu tun hatte, dass sein Gegenspieler zu Boden ging. Meist, nicht immer, gewinnt er seine Zweikämpfe fair. Auf Dortmunds letzte Instanz war durchaus Verlass. Note: 3
  • Matthias Ginter: Die Szene ist ein bisschen symptomatisch: Ginter will klären, schießt dabei Sokratis k.o. und ermöglicht damit Mathew Leckie die Chance zum Ausgleich. Kurzum: Vom Glück wird der Verteidiger derzeit nicht verfolgt. Note: 4

Mittelfeld und Angriff

  • Erik Durm: Brachte es fertig, mit einem einfachen Einwurf die gegnerische Abwehr zu übertölpeln, doch Aubameyang machte nichts Ernsthaftes daraus (2.). Seine Direktabnahmen (29./74.) brachten immerhin ein bisschen Gefahr. In der Defensive nicht immer sicher. Note: 4
  • Gonzalo Castro: Am Tag nach seiner Nichtnominierung für die Nationalmannschaft, dem etwa 2348. seiner Karriere, war er im Zentrum des Dortmunder Spiels um fußballerische Kontrolle bemüht. Gelang nicht immer. Deshalb musste er sich zweimal während der ersten 45 Minuten an der Seitenlinie die schönsten Papierzeichnungen von Thomas Tuchel ansehen. Half aber nicht wesentlich. Note: 3,5
  • Raphael Guerreiro: Auch ein Virtuose kann bisweilen sehr variantenreich an sich scheitern. Der Europameister spielte in der ersten Halbzeit Bälle in den Rücken der Mitspieler, ins Aus, ins Nichts - oder verlor sie an den Gegner. Aus guter Position schoss er zudem noch über das Tor (45.). Note: 5
  • Marcel Schmelzer: Die Zuschauer raunten, als der Kapitän kurz vor der Halbzeit aus sehr spitzem Winkel über das Tor schoss. Offensiver Übermut vermutlich resultierend aus der Vorlage zum 1:0. Sprint, Flanke von links, drin. In der zweiten Halbzeit beliebte Anspielstation der Ingolstädter, was sicherlich auch an seinem guten Stellungsspiel lag. Note: 3
  • Christian Pulisic: Erst unsichtbar, dann abgeblockt. Zumindest sein potenziell gefährlicher Schuss in der 29. Minute. Ansonsten: mehr Zauderer als Zauberer. Note: 4,5
  • Pierre-Emerick Aubameyang: Torjäger sollen Tore schießen. Aubameyang schießt Tore. Das 1:0 gegen Ingolstadt ist sein 23. Saisontreffer. Darüber hinaus viel unterwegs und eifrig in der Verteidigung. Note: 2,5
  • Shinji Kagawa: Er dreht sich wieder, meist sogar hübsch um seine Gegenspieler hherum. So wie beim 1:0, das er mit einer Finte und einem feinen Pass ebenso einleitete wie die Doppelchance durch Pulisic und Durm (29.). Baute in der zweiten Halbzeit etwas ab. Note: 2,5

Die eingewechselten Spieler

  • Julian Weigl (57. für Guerreiro): Er macht oft die scheinbar einfachen Sachen, aber dem Dortmunder Spiel tat seine Einwechslung gut. Mehr Struktur, etwas mehr Ruhe. Note: 3
  • André Schürrle (76. für Pulisic): Warmlaufen fürs Länderspiel am Mittwoch an gleicher Stelle. Ohne Note
  • Mikel Merino (82. für Castro): Kam zu spät, um bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ohne Note

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