Das denken die Bundesligaprofis wirklich über Dortmund und Schalke

Borussia Dortmunds Ousmane Dembélé  wurde zum Aufsteiger der Saison gewählt.
Borussia Dortmunds Ousmane Dembélé wurde zum Aufsteiger der Saison gewählt.
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  • 248 Bundesligaprofis haben dem Kicker verraten, wer für sie die Gewinner und Verlierer der abgelaufenen Saison sind
  • Bei Schalke 04 bekam nur ein Spieler die Anerkennung der Kollegen
  • Beim BVB spielen der Aufsteiger und der Absteiger der Saison

Dortmund/Gelsenkirchen. Sobald ein Bundesligaspiel mal beendet ist, versinken auch Fußballprofis im vereinsübergreifenden Plausch miteinander. Was sie sich dabei zu sagen haben, bleibt natürlich geheim.

Aber man kann sich vorstellen, dass auch mal das ein oder andere Wort über die Kollegen ausgetauscht wird. Offen und ehrlich wird es jedoch erst, wenn das Urteil anonym bleibt. So wie in der Umfrage, die das Fachmagazin Kicker nach jeder Halbserie durchführt.

Borussia Dortmund als Aufsteiger der Saison - und Absteiger

Die Antworten der 248 befragten Bundesligaspieler haben ein Kuriosum zutage gefördert – immerhin glauben sie nämlich, dass bei Borussia Dortmund sowohl der Aufsteiger als auch der Absteiger der Saison spielen.

Was dem treuen Fan Spieltag für Spieltag aufgefallen ist, haben auch die Kicker für sich erkannt: Im Kollegenkreis imponierten ihnen am meisten die Auftritte von Ousmane Dembélé.

Borussia Dortmunds Dembélé überzeugt

Den 20 Jahre alten Franzosen, den der BVB erst im vergangenen Sommer für 15 Millionen Euro von Stade Rennes verpflichtet hat, wählten 27,4 Prozent der Spieler zum Aufsteiger des Jahres. Dembélé hat damit das Leipziger Trio Naby Keita (16,9), Timo Werner (15,7) und Emil Forsberg (9,3) abgehängt – zehn Tore und 21 Vorlagen in allen drei Wettbewerben sind wahrlich Zahlen, die Eindruck schinden.

Ein Dortmunder ist allerdings auch in den zweifelhaften Genuss gekommen, einen Titel zu verteidigen: den des Absteigers der Saison. Diese unrühmliche Ehre wurde Mario Götze bereits 2016 zuteil, als er noch Spieler des FC Bayern München war.

Borussia Dortmund Götze als Absteiger der Saison

Elf Einsätze und eine langwierige Stoffwechselstörung später sahen 19,4 Prozent der Bundesligaspieler in dem 25 Jahre alten Weltmeister erneut den Verlierer des Jahres. Hinter dem Münchner Thomas Müller (10,9) wurde mit André Schürrle (5,6) als geteiltem Dritten ein weiterer Borusse berücksichtigt. Beinahe die Hälfte der Befragten wollte sich aber gar nicht äußern (19,4) oder nannte so viele Spieler, dass sie unter der Rubrik Rest (30,0) zusammengefasst werden mussten.

Auch wenn er das Torjägerduell mit einem Treffer Vorsprung gewonnen hat, sehen die Spieler in Pierre-Emerick Aubameyang aber nicht den besten Feldspieler der Liga. 31 Tore genügten dem Dortmunder nur zu Platz drei (10,5 Prozent).

Borussia Dortmunds Dembélé schafft es nicht zum Spieler des Jahres

Jeder vierte Kollege sah jedoch in Bayern Münchens Starstürmer Robert Lewandowski, nur einmal weniger erfolgreich als Aubameyang, den Spieler des Jahres. Dembélé könnte mit 8,1 Prozent der Stimmen übrigens auch in dieser Wertung als Sechster weit vorne landen.

Der FC Schalke 04 kommt In den Charts der Bundesligaspieler übrigens auch vor: Zwar abgeschlagen hinter Bayerns Manuel Neuer (32,7), kann sich Ralf Fährmann aber über Platz fünf (7,3) bei den besten Torhütern der Liga freuen.

Julian Nagelsmann überzeugt als Trainer

Fährmanns Verein wurde im Kollegenkreis als drittgrößte Enttäuschung der Saison (9,3) hinter Wolfsburg (40,7) und Leverkusen (35,5) angesehen. Bei den Verlierern unter den Trainern (Gewinner war natürlich Hoffenheims Julian Nagelsmann) schnitt nur der in Leverkusen entlassene Roger Schmidt (23,8) schlechter ab als Schalkes Markus Weinzierl (12,9).

All dies hat sich mit der zurückliegenden Saison beschäftigt. In einer Kategorie ging es aber auch um die Zukunft.

Borussia Dortmund bleibt Bayern-Jäger Nummer Eins

Auf die Frage, wer künftig dem Serienmeister FC Bayern das Leben schwer machen kann, nannten 51,6 Prozent der Profis den BVB, 34,7 Prozent RB Leipzig.

Dass nur zwei der 248 Befragten, also mickrige 0,8 Prozent, glauben, kein Kontrahent könne dem Rekordchampion das Wasser abgraben, macht doch noch leise Hoffnung auf eine etwas spannendere Saison 2017/18. (ab)

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