Darum kassiert BVB-Spieler Karazor so viele Verwarnungen

Atakan Karazor wechselte 2015 vom VfL Bochum zu Borussia Dortmund.
Atakan Karazor wechselte 2015 vom VfL Bochum zu Borussia Dortmund.
Foto: Thorsten Tillmann
  • Atakan Karazor von Borussia Dortmund U23 kassiert die meisten Gelben Karten in der Regionalliga
  • Eine Rote Karte sah der Defensivspieler noch nicht
  • Von Nuri Sahin schaut sich Karazor besonders viel ab

Dortmund.. Atakan Karazor kassierte in elf Regionalliga-Spielen bereits acht Gelbe Karten. Der Defensivallrounder der Dortmunder U23 ist damit der Kartenkönig der West-Staffel.

Karazor führt die aktuelle Gelbe-Karten-Statistik der Liga mit großem Abstand an. In dieser Statistik liegt die gesamte Mannschaft mit nur 18 Gelben Karten allerdings relativ weit hinten und ist nach der Gladbacher U23 die zweitfairste Mannschaft der Liga. Seine vielen Verwarnungen erklärt sich Karazor so: „Das waren viele dumme und taktische Fouls, aber auch Zeitspiele, oft gegen Ende der Partie.“

Noch keine Rote Karte

Bisher musste der 1,90-Meter-Hüne, dessen Lieblingsposition das defensive Mittelfeld ist, nur eine Gelbsperre absitzen. Mit einer Roten Karten vom Platz geflogen ist Karazor bisher noch nicht: „Natürlich ist man nach einer Karte etwas vorsichtiger, aber ich denke es gehört zu der Aufgabe eines Sechsers auch einfach dazu, etwas härter in die Zweikämpfe zu gehen und das ein oder andere taktische Foul zu erzwingen“, so der 20-Jährige, der aufgrund seiner Größe auch schon in der Innenverteidigung eingesetzt wurde.

Auffällig ist auch, dass der ehemalige Bochumer alle Karten erst ab der 60. Minute kassierte. Da Karazor eine wichtige Stütze im Dortmunder Team ist, führte der Mittelfeldmann nach der Gelbsperre am siebten Spieltag beim Bonner SC ein Gespräch mit seinem Trainer Daniel Farke. „Wir haben besprochen, dass sicherlich einige unnötige Fouls dabei waren. Ich muss in den nächsten Spielen etwas aufpassen“, gibt der Youngster zu, der in dieser Saison so gut wie jedes Spiel über die volle Distanz bestritten hat.

Zur vergangenen Saison wechselte Karazor von der U19 des VfL Bochum zur U23 des Reviernachbarn. Der damalige Trainer David Wagner schenkte dem Neuzugang das Vertrauen, sodass sich der Mittelfeldmotor schnell zur Stammkraft entwickelte. „Ich kannte noch viele aus der Westfalenauswahl, der Einstieg fiel mir nicht schwer.“

Nuri Sahin als Vorbild

Die Trainingsbedingungen beim BVB gefallen dem 20-Jährigen sehr gut. Bei quasi jedem Regionalligaspiel sind Scouts aus der ersten Mannschaft vor Ort.

Vor kurzem hat Karazor einen Profivertrag bis 2018 unterschrieben und will sich voll und ganz auf den Fußball konzentrieren: „Da träumt sicherlich jeder von. Ich bin sehr froh um die große Chance und habe viel Selbstvertrauen getankt“, betont Karazor, der seinem Herzensverein BVB sehr dankbar ist. Ein bis zweimal die Woche nimmt er auch schon am Profitraining Teil und steht im Austausch mit Thomas Tuchel: „Man lernt enorm viel, gerade von Nuri Sahin kann ich mir sehr viel abgucken“, erklärt Karazor begeistert.

 
 

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