Dortmund

Coronavirus: BVB-Boss Watzke macht Fans mit DIESEN Worten ratlos: „Schäme mich!“

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sorgte mit seinen Aussagen zum Coronavirus in der ARD-Sportschau für Fan-Wut.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sorgte mit seinen Aussagen zum Coronavirus in der ARD-Sportschau für Fan-Wut.
Foto: imago images/Thomas Frey

Dortmund. Das Coronavirus war am Sonntag auch DAS Thema der Sonderausgabe der ARD-Sportschau. Unter den Gästen: Hans-Joachim Watzke. Was der Geschäftsführer von Borussia Dortmund von sich gab, ließ nicht nur Fans des BVB sprachlos zurück. Seine Worte lösten einen derart großen Shitstorm aus, dass der Hashtag #Watzke am Sonntagabend in den Twitter-Trends Platz 1 belegte - noch vor Coronavirus und der Bayern-Wahl.

Das Gespräch mit Watzke zum Thema Coronavirus begann in der ARD-Sportschau mit einer simplen Frage von Moderatorin Jessy Wellmer an den Boss des BVB: „Bei vielen Profiteams fällt nun das Training aus. Wie sieht das bei Ihnen in Dortmund aus, Herr Watzke? Halten Sie das für sinnvoll?“

Coronavirus: BVB-Watzke in ARD-Sportschau

Die Antwort von Watzke: „Nein. Das kann ja nicht sinnvoll sein. Wir müssen doch alles unter der Prämisse machen, dass wir irgendwann mal wieder zur Normalität zurückkehren. Wir müssen die Spieler bezahlen, und die Spieler müssen sich in eine vernünftige Form bringen. Ganz ehrlich: Wir sollten es nicht übertreiben. Denn die aktuelle Gesundheitsgefahr für eine Mannschaft, die aus kompletten Athleten besteht, die würde ich jetzt auch ohne Virologe zu sein als nicht so gravierend einstufen.“

Die Intention von Watzke mag beim Aussprechen dieser Worte eine gute gewesen sein: Womöglich wollte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund die derzeitige Panik rund um das Coronavirus ein wenig dämpfen. Bei den Zuschauern kamen seine Aussagen allerdings alles andere als gut an. Viele Fans beschwerten sich über das ungünstige Timing von Watzke.

So kommentierte ein Twitter-Nutzer: „Seit nicht mal 48 Stunden sind Deutschlands Schulen, Kitas und fast das komplette kulturelle Leben lahmgelegt, und Watzke möchte 'langsam zur Normalität zurückkehren'?"

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„Irgendwann kommen Liquiditätsprobleme“

Im weiteren Verlauf des Gesprächs in der ARD-Sportschau stellte Watzke klar, dass er nicht der größte Freund einer Unterbrechung der Bundesliga-Saison ist. „Irgendwann kommen Liquiditätsprobleme“, mahnte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund.

Mit dieser Aussage hat Watzke zunächst Recht. Bei einer Unterbrechung - und besonders bei einem Abbruch - der Spielzeit gehen jedem einzelnen Verein womöglich einige Millionen Euro durch die Lappen. Speziell die kleineren Bundesligisten würden solche Verluste hart treffen.

Corona NRW (13.3.)
Corona NRW (13.3.)

Als es in der ARD-Sportschau darum ging, inwiefern die größeren Vereine den kleineren in einer solchen Notsituation unter die Arme greifen könnten, meinte Watzke: „Wir sind Konkurrenten und ein Wirtschaftsunternehmen. Am Ende des Tages können nicht die Clubs, die die letzten Jahre gut gearbeitet haben, diejenigen belohnen, die es nicht getan haben."

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„Ich schäme mich“

Diese Aussagen lösten in den sozialen Medien einen gewaltigen Shitstorm aus. Wir haben einige der wenigen jugendfreien Reaktionen gesammelt:

  • „Watzke hat bei mir mit dem heutigen Tage deutlich, nein SEHR deutlich an Ansehen verloren.“
  • „Als Fan vom BVB schäme ich mich. Watzke wirft aktuell ein sehr schlechtes Bild auf den Verein.“
  • „Was sind das für wirre Aussagen von Watzke?“
  • „Ich glaube Aki Watzke hat absolut überhaupt nichts verstanden.“
  • „Also, ich liebe den BVB, aber was der Watzke da von sich gegeben hat, war zum Fremdschämen. Auch die Aussage, ein Derby mit 80 Leuten wäre machbar gewesen. Er hat das Bild eines geldgeilen Profitvereins dargestellt - mit der Bereitschaft zum Risiko auf Verluste, ergo die Gesundheit der Spieler. Pfui!“
  • „Watzke redet sich um Kopf und Kragen in der Sportschau. Ähnlich unsympathische Krisenkommunikation wie nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus.“
  • „Ja sag mal, was hat denn der Watzke in der Sportschau heute von sich gegeben?“
  • „Auch als Bayern-Fan sehe ich es als selbstverständlich ein anderen Vereinen zu helfen. Wer sich jetzt noch den BVB als Meister wünscht, sollte dies dringend überdenken.“

„Hoeneß plötzlich sympathisch“

Ein Kommentar, der in den Twitter-Reaktionen immer wieder in ähnlichem Wortlaut zu lesen war, kam zunächst von einer BVB-Anhängerin, die meinte: „Watzke hat es tatsächlich geschafft, dass Uli Hoeneß mir plötzlich sympathisch ist.“

Der ehemalige Präsident des FC Bayern hatte am Sonntagmittag im Sport1-Talk „Doppelpass“ in einer bewegenden Ansprache deutlich gemacht, dass der Fußball aktuell nur die zweite Geige spielt. Hoeneß stellte klar, dass die Gesundheit der Bevölkerung und das Wohl der Gesellschaft derzeit die einzige Priorität ist.

Gleichzeitig betonte Hoeneß, dass die Solidarität unter den Bundesligaclubs gefragt sei, wenn es darum geht, finanzielle Verluste zu kompensieren, die durch die Unterbrechungen entstehen. Für seine Worte erhielt Hoeneß aus ganz Deutschland großes Lob.

Auch Rummenigge im Fokus

Zuvor hatte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge bereits für Wirbel gesorgt, als er – noch vor der Absage des Spieltags – auf der Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel bei Union Berlin guthieß, dass die Bundesliga als nahezu einzige Liga den Spielbetrieb fortsetzt. „Es geht auch im Profifußball um Finanzen“ gab KHR zu Protokoll und zog damit einige Wut auf sich (>> hier alle Infos).

Wann geht die Bundesliga weiter?

Die Frage, die sich nun alle Fans der Bundesliga stellen: Wie geht es weiter? Die Pause im Spielbetrieb dauert aktuell bis zum 2. April – doch wahrlich niemand geht davon aus, dass die Corona-Krise bis dahin überstanden ist. Vielmehr darf davon ausgegangen werden, dass es in den nächsten Wochen und gar Monaten keine Fußballspiele (mit Zuschauern) geben wird.

Watzke als BVB-Vertreter beim Krisengipfel

Am Montag reiste Hans-Joachim Watzke nach Frankfurt, um als Vertreter von Borussia Dortmund am Krisengipfel der DFL teilzunehmen. Dort wird beraten, ob, wann und wie es mit der Bundesliga weitergehen soll. Muss die Saison abgebrochen werden? Die Vereinsvertreter spielen Szenarien durch – am Ende wird es unweigerlich Verlierer geben.

Nächste Entscheidung im März

Laut jetzigem Plan soll die Bundesliga am 2. April weitergehen, allerdings lässt sich DFL-Boss Christian Seifert eine Hintertür offen. Man wolle die Lage weiterbeobachten und Ende März erneut zusammenkommen.

Bei einer erneuten Mitgliederversammlung der DFL soll dann entschieden werden, ob wirklich schon am 2. April der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

DAZN droht der Corona-Kollaps

Der Streaming-Dienst DAZN wird vom Coronavirus hart getroffen. Fast das gesamte Portfolio des Sport-TV-Anbieters ist zur Zeit auf Eis gelegt. DAZN droht deswegen eine große Krise. Hier erfährst du mehr >>>

 
 

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