Dortmund

BVB – Schalke: Revier-Derby trotz DFL-Entscheid vor Absage? DIESER Bericht sorgt für Wirbel

Coronavirus in der Bundesliga: Geister-Spieltag ist nur der Anfang.
Coronavirus in der Bundesliga: Geister-Spieltag ist nur der Anfang.
Foto: imago images / Thomas Bielefeld, Jörg Schüler, Montage: DER WESTEN
  • Erstes Derby ohne Fans
  • Was passiert mit den Tickets?
  • Auch Champions-League-Achtelfinale ohne Zuschauer

Dortmund. Das Coroanvirus hat die Bundesliga erreicht und auch das Revier-Derby zwischen dem BVB und Schalke ist betroffen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn empfahl jüngst, dass Großveranstaltungen mit mehr als tausend Besuchern wegen des Coronavirus vorerst abgesagt werden sollten. Dazu sollten seiner Meinung nach auch Bundesligaspiele wie das Derby zwischen dem BVB und Schalke zählen.

Coronavirus: Derby BVB – Schalke ohne Zuschauer

Nun wurde tatsächlich beschlossen: Das Revierderby zwischen BVB und Schalke wird ein Geisterspiel – alle Zuschauer werden ausgeschlossen. Gleiches wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit auch mit dem BVB-Heimspiel gegen Bayern München am 4. April passieren.

Wir halten dich über die Entwicklungen beim Coronavirus und dessen Auswirkungen auf das Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 im Newsblog auf dem Laufenden.

----------------

+++ Newsblog aktualisieren +++

----------------

Das ist das Coronavirus
Das ist das Coronavirus

----------------

Freitag, 13. März

11.41 Uhr: Die DFL hat entschieden: Die Bundesliga findet am Wochenende wie geplant statt. Damit trotzt der Verband dem Coronavirus und den Absagen nahezu aller Sportevents weltweit und sorgt für Verwirrung und Empörung. Bremens Innensenator hat jedoch laut „Radio Bremen“ über den DFL-Entscheid hinweg das Montagsspiel zwischen Werder und Leverkusen abgesagt. Geschieht das gleiche nun auch mit dem Derby?

Donnerstag, 12. März

22.04 Uhr: BVB-Sportdirektor Zorc mit klarer Ansage

Nicht nur die Fans, auch die Verantwortlichen von Borussia Dortmund wünschen sich mittlerweile eine Bundesliga-Pause. Michael Zorc geht sogar noch einen Schritt weiter und hat eine Forderung zu internationalen Wettberwerben. „Diese Situation ist so extrem und so außergewöhnlich, dass wir auch solche Termine nun natürlich in Frage stellen müssen“, sagte der BVB-Sportdirektor der "Süddeutschen Zeitung". Mehr dazu hier >>>

20:31 Uhr: BVB-Fans kritisieren DFL

Auch die BVB-Fans haben vor dem Derby gegen Schalke eine eindeutige Botschaft. Die aktive Fanszene hat angekündigt, sich am Samstag nicht vor dem Stadion versammeln zu wollen. „Mit diesem verhältnismäßig kleinen Schritt können wir jedoch schlichtweg ein unnötiges Risiko vermeiden", heißt es in einer Stellungnahme.

Dass der Spieltag überhaupt stattfinden soll, sorgt für reichlich Unverständnis bei den Fans. Das bringen die Fans mit deutlichen Worten zu Ausdruck. Alles dazu liest du hier >>>

18.33 Uhr: Schalke richtet Appell an eigene Fans

Auch der FC Schalke 04 hat vor dem Derby eine Botschaft an die eigenen Fans. "Liebe Schalker, bitte fahrt nicht nach Dortmund!", heißt es auf der Homepage. Schalke falle es schwer, auf den Support verzichten zu müssen.

Aber: "Das Wichtigste in der aktuellen Situation ist, die Verbreitung des Coronavirus (COVID 19) in Deutschland entscheidend zu verlangsamen. Damit Risikogruppen – ältere Menschen sowie Mitbürger mit Vorerkrankungen – möglichst nicht angesteckt werden. Diese Verantwortung haben wir alle."

Schalke bittet alle Fans, sich das Spiel lieber im Fernsehen anzuschauen. Das ist sogar im Free-TV möglich. Alle Infos dazu hier >>>

11.45 Uhr: BVB mit dringender Bitte an die Fans

Der BVB richtet sich zwei Tage vor dem „Geisterderby“ mit einer dringenden Bitte an seine Fans. „Seht bitte davon ab, das Spiel in unmittelbarer Nähe des SIGNAL IDUNA PARK zu verfolgen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Der Klub will mit allen Mitteln Situationen wie beim Geisterspiel zwischen Gladbach und Köln vermeiden, als unzählige Fohlen-Fans ihre Mannschaft vor dem Stadion einen großen Empfang bereiteten.

„Jeder Einzelne ist aufgefordert, Verantwortung zu zeigen und damit sich und andere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen“, so der BVB. Die Gesundheit stehe klar im Vordergrund – auch im Falle eines Derbysiegs.

16.03 Uhr: Stimmung vom Band?

Keine Fans, keine Stimmung – oder doch? Fortuna Düsseldorf testet laut „RP online“ jetzt Stimmung vom Band. Fangesänge sollen über Lautsprecher eingespielt werden, um eine spielähnliche Stimmung zu erzeugen. Dann dürfen die Profis entscheiden, ob die Technik auch beim Spiel zu Einsatz kommen soll. Gleiches wäre auch in Dortmund möglich.

15.02 Uhr: BVB auch in Wolfsburg ohne Fans

Auch das Land Niedersachsen hat nun erlassen, dass es keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern mehr geben darf. Damit steht fest: Auch das BVB-Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am 22. März findet vor leeren Rängen statt. Ob den Zuschauern auch hier die Ticketpreise erstattet werden, ist noch unklar.

14.13 Uhr: Erster Profi infiziert

Nun hat es auch den ersten Profi in Deutschland erwischt. Timo Hübers von Hannover 96 hat Corona, ein Test ergab heute eine Infektion. Alles zum Coronavirus in der Bundesliga erfährst du hier im Newsblog >>

11.51 Uhr: Kylian Mbappé auf Coronavirus getestet

Nächster Schreckmoment für den BVB: Wie die französische Zeitung „L'Equipe“ berichtet, wurde der erkrankte PSG-Superstar Kylian Mbappé auf eine Coronavirus-Infektion getestet. Paris tritt am heutigen Mittwoch gegen den BVB an – eine Infizierung eines Spielers hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine Komplett-Absage der Partie und einer Quarantäne des ganzen PSG-Teams gesorgt. Der Test soll ersten Berichten zufolge aber negativ ausgefallen sein.

9.50 Uhr: BVB beziffert finanziellen Schaden

Der BVB ist gegen Zuschauer-Ausschlüsse versichert. Dennoch muss auch Borussia Dortmund mit einem finanziellen Schaden durch die Geisterspiele rechnen. Weil börsennotiert hat der Verein seine Aktionäre über die Höhe der Ausfälle unterrichtet. „Kurzfristig können durch "Geisterspiele" negative Auswirkungen auf das Konzernergebnis vor Steuern in einer Größenordnung zwischen 2,5 und 3,0 Mio. EUR pro betroffenen Spieltag entstehen“, so der BVB, der diese finanziellen Einbuße als „nicht wesentlich“ für die Finanzlage bezeichnet.

Mittwoch, 11. März, 8.13 Uhr: Auch U19-Derby wird Geisterspiel

Nicht nur das Revierderby in der Bundesliga wird wegen des Coronavirus ohne Zuschauer ausgetragen – auch das anstehende U19-Derby Schalke gegen BVB wird hinter verschlossenen Türen stattfinden. Das gab der BVB nun bekannt. Die für Samstag 11 Uhr geplante Partie wurde zudem auf 15.30 Uhr verlegt. Vermutlich, um zu vermeiden, dass sich rivalisierende Fans trotz Zuschauer-Ausschluss am Stadion versammeln.

21.50 Uhr: Veltins Arena „bis auf Weiteres“ geschlossen

Dem FC Schalke 04 drohen auch nach dem „Geisterderby“ weitere Spiel ohne Publikum. Die Stadt Gelsenkirchen gab bekannt, „bis auf Weiteres“ auf viele Veranstaltungen zu verzichten. Ob auch das Heimspiel der Schalker am 21. März gegen den FC Augsburg betroffen ist, bleibt abzuwarten. Die Situation soll täglich neu bewertet werden.

20.50 Uhr: Geisterspiele statt Absagen – „Das ist unangemessen“

In der Politik werden Stimmen lauter, die sich über die Ansetzung von Geisterspielen statt kompletten Spielabsagen echauffieren. „Ich habe wenig Lust und Laune, einige hundert Polizeikräfte zu riskieren“, so Bremens Innensenator Ulrich Mäurer gegenüber „Bild“. Er erwarte, dass sich trotz der Austragung des Werder-Spiels ohne Publikum zahlreiche Fans vor dem Stadion versammeln. „Die kommen, auch wenn sie nicht ins Stadion können.“

„Ich bin kein Freund von Geisterspielen. Unser Bürgermeister und Präsident des Senats hat an Herrn Seifert (DFL-Geschäftsführer, Anm. d. Red.) geschrieben und die DFL aufgefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Man kann nicht als größter Veranstalter von Fußballspielen sagen: 'Damit haben wir nichts zu tun und wir erwarten, dass die Bundesliga zeitgerecht zum Abschluss kommt.' Das ist unangemessen!“

19.51 Uhr: Nachwuchs-Derby ebenfalls betroffen

Auch das Derby der beiden U19-Nachwuchsmannschaften von Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 muss ohne Zuschauer stattfinden. Das Spiel wurde außerdem von Sonntag auf Samstag vorverlegt. Durch die gleichzeitige Ansetzung mit dem Profi-Derby (15.30 Uhr) soll ein Ansturm auf die U19-Begegnung verhindert werden.

18.15 Uhr: Drastische Konsequenzen beim Eishockey

Während im Fußball schon die Entscheidung für Geisterspiele bei manchen Fans für Unverständnis sorgt, geht die Deutsche Eishockey Liga (DEL) einen noch drastischeren Schritt. Die DEL sehe sich gezwungen, die Saison 19/20 mit sofortiger Wirkung vorzeitig zu beenden und lasse keine Playoffs spielen, lautet ein offizielles Statement des Verbands. Es wird damit in dieser Saison keinen Meister geben.

18.11 Uhr: Bayern auch in der Champions League ohne Fans

Auch auf internationaler Ebene reißen die Meldungen über neue Geisterspiele nicht ab. Das Champions-League-Spiel gegen den FC Chelsea am nächsten Mittwoch (18. März) wird ohne Zuschauer ausgetragen. Der Verein teilte mit, diese Entscheidung bereits der UEFA mitgeteilt zu haben.

17.35 Uhr: Corona-Verdacht auf Schalke ein Fehl-Alarm

Wie die "Bild" berichtet, hat der Corona-Verdacht auf Schalke sich nicht bestätigt. Demnach war der Schnelltest negativ. Am Montag hatte der Fanshop wegen des Verdachts geräumt werden müssen. Ein Desinfektions-Trupp rückte daraufhin an, um den Shop zu reinigen.

17.18 Uhr: Der kommende Spieltag

Immer mehr Vereine der 1. Bundesliga kündigen für den kommenden 26. Spieltag an, dass die Spiele vor leeren Rängen stattfinden. Hier eine aktuelle Übersicht.

  • Düsseldorf – Paderborn: Geisterspiel bestätigt
  • Dortmund – Schalke: Geisterspiel bestätigt
  • Leipzig – Freiburg: Geisterspiel bestätigt
  • Hoffenheim – Hertha BSC Berlin: Geisterspiel bestätigt
  • Köln – Mainz: Geisterspiel bestätigt
  • Union Berlin – Bayern München: Geisterspiel bestätigt
  • Frankfurt – Gladbach: Geisterspiel bestätigt
  • Augsburg – Wolfsburg: Geisterspiel bestätigt
  • Bremen – Leverkusen: Geisterspiel bestätigt

17:07 Uhr: Länderspiel wird Geisterspiel

Auch das Länderspiel zwischen Deutschland und Italien wird zum Geisterspiel. „Über allem steht die Gesundheit.“, so DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius. „Die Behörden haben nun klare Vorgaben gemacht, für die wir in dieser für uns schwierigen und komplexen Frage sehr dankbar sind. Auch wenn es natürlich bitter ist, dass dieser Klassiker vor leeren Rängen stattfinden muss.“

15.45 Uhr: Laschet drängt auf gemeinsame Lösungen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine bundesweit einheitliche Regelung beim Umgang mit Spielen der Fußball-Bundesliga gefordert: Die „gesamte Liga“ müsse sich auf eine „gemeinsame Linie einigen“, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

Es habe Gespräche vor dem Duell zwischen Gladbach und Dortmund gegeben, so Laschet. „Aber jetzt gab es die Zahl 1000 vom Gesundheitsminister.“ Der sei mit der DFL in Kontakt. Auch Laumann habe mit einem Fußballvertreter telefonisch Kontakt gehabt. Dort sei er auf einen verständnisvollen Gesprächspartner gestoßen. Auf die Feststellung, dass Fußballfans jetzt eben statt ins Stadion in die Kneipe gehen könnten, entgegnete er: „Ein Teil ist dann in der Kneipe, aber eben nicht 50 oder 60.000. Das Risiko ist dadurch verringert.“

14.10 Uhr: Corona-Verdacht auf Schalke

Und noch mehr schlechte Nachrichten fürs Revier: Nach Informationen der „Bild“ gab es am Montag auf Schalke den ersten Corona-Verdacht der Bundesliga. Bei einem Mitarbeiter des Fanshops in der Geschäftsstelle besteht der Verdacht, er könne sich infiziert haben. Das Ergebnis des umgehend veranlassten Tests steht noch aus. Der Fanshop wurde sofort geschlossen, am heutigen Dienstag desinfiziert. Heute ist der Shop wieder geöffnet, laut S04 besteht keine Gefahr für Besucher und Öffentlichkeit.

12.52 Uhr

Alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern, das macht Sierau auf Nachfrage noch einmal klar, werden nicht mehr zugelassen. Das gelte für BVB-Heimspiele wie für andere Sportveranstaltungen, Konzerte, Messen und alle anderen Events. Welche Veranstaltungen verschoben werden können und welche ganz ausfallen, werde in Einzelfällen geklärt.

12.39 Uhr

Die Vorgabe der Landesregierung gelte „bis auf Weiteres“. Ein angepeiltes Ende der Maßnahme sei nicht genannt worden. Sierau gehe jedoch davon aus, dass Mitte April ein derzeit realistischer Zeitpunkt ist. Damit wird auch das BVB-Heimspiel gegen Bayern München (4. April) mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ein Geisterspiel.

12.36 Uhr: „Es geht um Leben und Tod“

Jetzt wird Dortmunds Oberbürgermeister deutlich: „Das ist hier kein Spaß oder Spielverderberei. Es geht um Leben und Tod für die Zuschauer!

12.33 Uhr

Ulrich Sierau bittet alle Menschen um Verständnis und Kooperation: „Wir wollen, dass das Risiko so weit wie möglich minimiert wird.“

12.30 Uhr: Sierau lässt weitere Bombe platzen!

Sierau führt weiter aus: Die NRW-Regierung habe den Kommunen des Landes klar gemacht, dass es keinen Ermessens-Spielraum mehr gebe. Das bedeutet: Es bleibt nicht beim Revierderby-Geisterspiel – die 1000-Zuschauer-Grenze gilt AB SOFORT für ALLE Veranstaltungen in ganz Nordrhein-Westfalen!

12.27 Uhr

Sierau macht klar: Es gibt KEINE Abwägungsmöglichkeit der Kommunen für Events mit über 1000 Teilnehmer mehr, spätestens durch den für heute Nachmittag erwarteten Erlass von NRW-Gesundheitsminister Laumann. Das Revierderby werde, wie bereits durchgesickert, ohne Zuschauer stattfinden.

12.25 Uhr

Spielverschiebungen in der Bundesliga, das stellt Sierau klar, sind durch die Enge des Spielkalenders nicht möglich.

12.20 Uhr

Die Stadt Dortmund will die Ausbreitung des Virus durch „möglichst viele Unterbrechungen der Infektionskette“ bekämpfen. Dazu gehöre auch eine vernünftige Abwägung.

12.15 Uhr

Die Kommune trifft die letztendlichen Entscheidungen, stellt Sierau noch einmal klar. So könnten auch unterschiedliche Entscheidungen in verschiedenen Städten bezüglich Großveranstaltungen zustande kommen.

12.09 Uhr

Dortmunds OB Ulrich Sierau spricht von einer Fehleinschätzung, wenn man den Coronavirus nach einer Versechsfachung der Infektionszahlen innerhalb einer Woche unterschätzt. „Wir sind in einer Phase des exponenziellen Anstiegs.“

12.00 Uhr: PK gestartet

Die Stadt Dortmund startet ihre PK. Gleich werden alle Maßnahmen bezüglich Coronavirus und Revierderby bekannt gegeben. Dabei wird es wohl nicht beim Zuschauer-Ausschluss bleiben. Hier die PK live verfolgen:

11.35 Uhr: Pressekonferenz der Stadt Dortmund

Die Stadt Dortmund hat kurzfristig für 12 Uhr eine Pressekonferenz anberaumt, in der auch alle Fragen zum Revierderby beantwortet werden sollen. Wir tickern hier alle Infos zur PK.

+++ Gladbach - Köln LIVE: So läuft das Geisterspiel ab +++

11.12 Uhr: Entscheidung gefallen! Revierderby ohne Zuschauer

Jetzt ist offenbar auch die Entscheidung über das Revierderby gefallen! BVB - Schalke wird am Samstag vor leeren Rängen ausgetragen. Das berichtet „NTV“. Damit soll die Ausbreitung des derzeit grassierenden Coronavirus eingedämmt werden. Folgen die Behörden und Vereine den Empfehlungen von Gesundheitsminister Jens Spahn, wird bis mindestens Karfreitag (10. April) jedes Spiel unter Zuschauer-Ausschluss ausgetragen.

10.05 Uhr: Rheinderby wird zum ersten Corona-Geisterspiel der Bundesliga

Das erste Corona-Geisterspiel der Bundesliga ist beschlossen. Wie inzwischen offiziell bestätigt wurde, wird das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Mittwoch (18.30 Uhr) unter Zuschauer-Ausschluss ausgetragen. Die Partie des 21. Spieltags war wegen einer Orkanwarnung verschoben worden.

9.22 Uhr: Derby-Absage: Heute fällt die Entscheidung

Heute soll die Entscheidung fallen, ob das Derby tatsächlich vor leeren Rängen stattfindet. Alles andere als eine Entscheidung für ein Geisterspiel wirkt nach den Entwicklungen der vergangenen Tage unwahrscheinlich.

Dienstag, 10. März: 8.35 Uhr: Nagelsmann fordert Einheitlichkeit bei Geisterspielen

Die Geisterspiele in der Bundesliga sind noch nicht beschlossene Sache, da keimt bereits eine hitzige Diskussion um Wettbewerbsverzerrung auf. RB-Trainer Julian Nagelsmann trat am Montag vor und forderte Einheitlichkeit: „Da darf nicht zwischen Bundesländern mit vielen Infizierten und Bundesländern mit weniger Infizierten unterschieden werden“, sagt der 32-Jährige deutlich.

21.32 Uhr: FC Bayern vor Geisterspielen

Während beim Revierderby noch kein Beschluss steht, deutet die bayerische Landesregierung für morgen eine folgenreiche Entscheidung an. Spiele des FC Bayern München und der Nationalmannschaft könnten vor leeren Rängen ausgetragen werden, weil Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmer voraussichtlich bis Karfreitag abgesagt werden.

Das Champions-League-Heimspiel der Bayern gegen den FC Chelsea am 18. März und die Bundesliga-Partie gegen Eintracht Frankfurt vier Tage später wären betroffen. Auch das Länderspiel Deutschland gegen Italien in Nürnberg am 31. März wäre betroffen. Der Beschluss soll morgen auf einer Kabinettssitzung gefasst werden.

18.03 Uhr: Spielabsagen denkbar?

Können einzelne Spiele wegen des Coronavirus verschoben werden? Auch dazu bezieht die DFL Stellung: „Falls es zur Verschiebung von Spielen kommen sollte, kann dies nach Ansicht des DFL-Präsidiums nur in Bezug auf ganze Spieltage en bloc erfolgen“, heißt es. Einzelne Absagen wären demnach nicht denkbar.

17.23 Uhr: DFL hält an Spielplan fest

In einem offiziellen Statement hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch einmal betont, dass der kommende Spieltag auf jeden Fall ausgetragen werden soll.

Dazu werde im Zweifel auch in Kauf genommen, dass wesentlich weniger Zuschauer als üblich im Stadion sein dürfen. Am Montag gibt es zudem eine Sondersitzung mit der Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga, bei der das weitere Vorgehen diskutiert wird.

17.00 Uhr: Euro-League-Partie von Eintracht Frankfurt abgesagt

Das Achtelfinal-Rückspiel zwischen dem FC Basel und Eintracht Frankfurt wurde abgesagt. Da es laut Behörden nicht in Basel stattfinden darf, muss ein Ersatzort und damit auch ein Ersatztermin gefunden werden.

Das Hinspiel am kommenden Donnerstag in Frankfurt findet aller Voraussicht nach aber statt. Ob mit oder ohne Zuschauer ist dabei allerdings noch nicht geklärt.

15.03 Uhr: Dortmund erstattet Tickets

Gute Nachrichten für alle BVB-Fans, die nach Paris reisen wollten. Borussia Dortmund hat via Twitter mitgeteilt, dass der Kaufpreis für das Ticket erstattet wird.

„Liebe BVB-Fans, es tut uns wirklich in der Seele weh, dass wir bei #PSGBVB auf Euch verzichten müssen! Den Kaufpreis fürs Ticket erstatten wir natürlich zurück. Wir schreiben jeden Einzelnen gerade an und informieren darüber, wie und auf welchem Wege dies vonstattengehen wird.“

14.07: Seifert hält Spieltag mit Zuschauern für „nicht realistisch“

Die DFL stellt sich auf Geisterspiele am nächsten Bundesliga-Wochenende ein. „Wir würden am liebsten schon nächsten Spieltag mit Zuschauern spielen. Das ist aber leider nicht realistisch“, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Montag bei „Bild live“, schloss aber eine Komplett-Absage des kommenden Spieltags aus.

13.26 Uhr: Gladbach ändert Training

Borussia Mönchengladbach hat den Zugang zum Training der Profis eingeschränkt. „Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden alle Trainingseinheiten der FohlenElf von nun an vorerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt“, teilte Gladbach auf seiner Homepage mit.

Zudem entfallen die geplanten Experten-Führungen in der Gladbacher Fohlen-Welt.

12.40 Uhr: Entscheidung am Dienstagmorgen

Am heutigen Montag wird im Fall des Revier-Derbys wohl keine Entscheidung mehr fallen. „Bezüglich des Revierderbys am kommenden Samstag gegen den FC Schalke 04 rechnen wir spätestens am morgigen Dienstag mit einer verbindlichen Entscheidung der zuständigen Behörden“, heißt es auf der BVB-Homepage.

12.11 Uhr: Leipzig-Spiel findet wie geplant statt

Anders ist die Entscheidung beim Champions-League-Spiel von RB Leipzig – die Partie findet mit Fans ganz normal statt.

Die Stadt Leipzig begründete die Entscheidung für das Spiel in der Fußball-Königsklasse mit mehreren Punkten: Großbritannien, wo die Gäste am Dienstag herkommen, sei kein Corona-Risikogebiet. Das Spiel sei zudem eine Freiluft-Veranstaltung - und die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) würden nach wie vor zwischen Indoor- und Outdoorveranstaltungen unterscheiden. Zudem habe der zeitliche Faktor gegen eine Absage oder ein Geisterspiel ohne Zuschauer gesprochen.

12.01 Uhr: Champions-League-Achtelfinale ohne Zuschauer

Das Champions-League-Achtelfinale zwischen Paris Saint-Germain und Borussia Dortmund wird ohne Zuschauer ausgetragen. Dies gab die Pariser Polizei am Montag bekannt gegeben. Mehr dazu hier >>>

11.41 Uhr: Fans von Gladbach können aufatmen

Anders sind die Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen bei Borussia Mönchengladbach. Hier können die Fans mit Rückerstattung rechnen. „Bei ersatzloser Absage der Veranstaltung bzw. bei einer Veranstaltung, die nach Maßgabe eines zuständigen Verbandes oder einer zuständigen Behörde ganz oder zum Teil unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden muss, ist BMG berechtigt, vom Vertrag über den Erwerb eines oder mehrerer Tickets für das betroffene Spiel zurückzutreten bzw. Dauerkarten zu sperren. Die betroffenen Kunden erhalten gegen Vorlage des Tickets bzw. Übersendung des Tickets auf eigene Rechnung an BMG den entrichteten Ticketpreis – im Fall von Dauerkarten anteilig – erstattet; Bearbeitungs- und Versandgebühren werden nicht erstattet.“

11.30 Uhr: Bayern-Arzt ist für Geisterspiele – „Sinnvolle Maßnahme“

„Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das eine sehr sinnvolle Maßnahme sein kann – und vielleicht ist sie ein Muss. Es kann sein, dass das kommt, dass es kommen wird, dass es kommen muss – so wie Herr Spahn das sagt“,

10.54 Uhr: Bochum stoppt Ticketverkauf

Der VfL Bochum hat bereits auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert und den Kartenvorverkauf für die kommenden Begegnungen gestoppt. Dies teilten die Westfalen via Twitter mit.

„Aufgrund der noch nicht final geklärten Situationen um Großveranstaltungen mit über 1000 Besuchern in NRW“, habe sich der Traditionsklub zu dieser Maßnahme entschlossen

09.25 Uhr: Was passiert mit den Tickets?

Die Frage, die sich viele Fans nun stellen: Was passiert mit den Tickets für das Revier-Derby? Bekomme ich mein Geld zurück? Die Antwort ist: Nein! In den AGBs von Borussia Dortmund ist klar festgelegt, dass es für „Geisterspiele“, die der Verein nicht zu verantworten hat, kein Geld zurück gibt.

Allgemeine Ticket-Geschäftsbedingungen: „Wird eine Veranstaltung abgebrochen, abgesagt oder ist der Veranstalter dazu verpflichtet, Zuschauerplätze nicht oder nur teilweise zu besetzen („Geisterspiel“) erfolgt grundsätzlich keine Erstattung des Kaufpreises, es sei denn der Veranstalter hat den Wegfall der Leistung zu vertreten. Der Veranstalter behält sich, sofern er den Wegfall der Leistung nicht zu vertreten hat, eine abweichende Regelung zugunsten der Erwerber vor.“

Die Zuschauer müssen also darauf hoffen, dass der BVB trotzdem den Preis zurückerstattet.

07.34 Uhr: Keine offizielle Meldung von DFL & den Vereinen

Eine offizielle Meldung der Vereine oder der Deutschen Fußball-Liga gibt es bislang nicht. Allerdings besteht nach den Aussagen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann wenig Hoffnung für die Fußball-Fans. „Wir werden die Empfehlung, die der Bundesgesundheitsminister gemacht hat, in NRW umsetzen. Und zwar morgen oder jetzt, vollkommen klar. Ich bin auch froh, dass er diese Empfehlung gemacht hat, weil ich finde, wir brauchen in dieser Frage ein Vorgehen, das gleich in Deutschland ist", so Laumann bei Anne Will in der ARD.

----------------

Mehr BVB-News:

Borussia Dortmund: Fan-Schock! Jetzt wird klar, dass...

Borussia Dortmund: Verlängert Sancho doch beim BVB? – Verdächtiger Post wieder gelöscht!

----------------

5.02 Uhr: Erstes Derby ohne Fans?

Schon vor dem Revierderby am Samstag könnte es das erste Derby ohne Fans geben: Am Mittwoch wird das Rheinderby zwischen Mönchengladbach und Köln nachgeholt. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte in der ARD-Sendung „Anne Will“ daz, das Land werde Spahns Empfehlung umsetzen.

Davon betroffen ist auch die Fußball-Bundesliga. Das gilt nach Laumanns Worten für das Bundesliga-Derby Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln am Mittwoch. Er fügte hinzu: „Wenn wir jetzt ganz klar sagen, wir wollen in Nordrhein-Westfalen keine Veranstaltungen mehr (mit) über 1000 Menschen zulassen, dann ist das eine Empfehlung des Landesgesundheitsministers an die unteren Gesundheitsbehörden.“ Diese müssten entscheiden. Er sei aber sicher, dass es nun eine einheitliche Umsetzung gebe. „In Wahrheit ist es wie eine Anordnung.“

Sonntag, 8. März

21.48 Uhr: Laschet will Spahn-Empfehlung befolgen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach sich am Sonntag dafür aus, die Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn zu befolgen. In der ARD sagte Laschet: „Großveranstaltungen haben die Neigung, dass dort viel übertragen werden kann. Daher werden wir den Rat jetzt auch bei uns in NRW umsetzen.“

Die Entscheidung, ob Großveranstaltungen abgesagt werden sollen, liegt letztendlich bei den Gesundheitsämtern der einzelnen Städte. Dass die Städte auf die Empfehlungen von Bundes- und Landesregierung pfeifen, gilt als unwahrscheinlich.

20.54 Uhr: RB Leipzig gibt grünes Licht für Tottenham-Spiel

RB Leipzig teilte mit, dass das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am Dienstagabend wie geplant stattfindet. Demnach sei die „normale Austragung des Spiels mit Zuschauern nicht gefährdet“.

19.01 Uhr: Nein zu Spielabsagen? Gibt’s Geisterspiele wie in Italien?

Die Reaktion der DFL deuten viele Fußballfans wie ein klares Nein zu Spielabsagen. Gleichzeitig vermuten viele Fans, dass die DFL sich die Möglichkeit von Geisterspielen offen halten will. Solche Geisterspiele werden derzeit im italienischen Profifußball abgehalten.

17.48 Uhr: DFL bezieht Stellung

Kaum hat Jens Spahn eine Absage aller Großveranstaltungen empfohlen, da nimmt die DFL Stellung. Die Liga räumte ein, dass der „Gesundheit der Bevölkerung und damit auch aller Fußball-Fans oberste Priorität“ gelte. Gleichwohl betonte DFL-Boss Christian Seifert: „Gleichzeitig steht es außer Frage, dass die Saison wie vorgesehen bis Mitte Mai zu Ende gespielt werden muss, um Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe zu ermitteln. Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit.“

Die Liga will sich zeitnah mit den Vereinen treffen, um den konkreten Umgang mit dem Coronavirus und dessen Auswirkungen zu planen.

16.03 Uhr: Fußballfans gegen Derby-Aus

Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04 waren nach den klaren Worten von Jens Spahn ganz schön irritiert. Wenn die Deutsche Fußball-Liga die Empfehlung des Gesundheitsministers ernst nähme, würde das bedeuten, dass das mit Spannung erwartete Derby zwischen BVB und Schalke am kommenden Samstag ins Wasser fällt.

Bei Twitter zeigten viele Fans der beiden Revierclubs, dass sie von einem Derby-Aus wegen des Coronavirus herzlich wenig halten. Wir haben einige Reaktionen gesammelt.

  • „Die Lage hat sich doch nicht wesentlich verändert. Warum sollte man jetzt das Derby plötzlich infrage stellen? Wer Angst hat, soll die Karte zurückgeben.“
  • „Nach dem Derby können gerne ein paar Spiele abgesagt werden.“
  • „Das ist ein bisschen albern. In der Wellblechhütte kann man sich wesentlich schlimmere Viren einfangen.“
  • „Das Derby nächste Woche ohne Zuschauer? Das wird die DFL doch niemals mit sich machen lassen.“

Sonntag, 8. März, 14.28 Uhr: Spahn empfiehlt Absage von Großevents

Jens Spahn hat sich mit deutlichen Worten an die deutsche Bevölkerung gerichtet. Die Botschaft des Gesundheitsministers: Wegen des Coronavirus sollten Veranstaltungen mit mehr als tausend Besuchern abgesagt werden. „Ich bin mir bewusst, welche Folgen das für Bürgerinnen und Bürger oder Veranstalter hat“, so Spahn: „Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen.“

Spahn weiter: „Ich ermuntere auch jeden Einzelnen: Wägen Sie ab, was Ihnen im eigenen Alltag so wichtig ist, dass Sie darauf in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht verzichten wollen, sei es der Clubbesuch, die Geburtstagsfeier im familiären Kreis oder die Vereinssitzung. Ich vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesen Zeiten kluge Entscheidungen für sich und ihre Liebsten treffen. Denn wir schützen mit dieser Vorsicht vor allem unsere älteren und chronisch kranken Mitbürger.“

 
 

EURE FAVORITEN