BVB-Trainer Tuchel: "Wir haben schöne Tore gemacht"

Andreas Berten, aufgezeichnet in der Pressekonferenz
BVB-Trainer Thomas Tuchel
BVB-Trainer Thomas Tuchel
Foto: firo Sportphoto / Christian Kaspar-Bartke
  • Der BVB hat den Schock über das dramatische Europa-League-Aus gegen Liverpool gut weggesteckt.
  • In Stuttgart siegte der BVB mit 3:0.
  • Trainer Thomas Tuchel sagt: "Wir haben schöne Tore gemacht"

Stuttgart. Thomas Tuchel über die Herangehensweise an das Auswärtsspiel: "Wir waren uns sehr bewusst, wie stark der VfB bei Standardsituationen und im offensiven Umschalten ist, wie viel Tempo ist der offensiven Reihe drin ist. Wir haben nicht gewusst, wie sie beginnen, uns aber gedacht, sie werden die offensive Ausrichtung wählen. Da war klar, wir wollen strukturiert spielen, den Ball kontrollieren und die Konter in der Entstehung früh stören. Über weite Strecken ist uns das sehr gut gelungen."

... über Stuttgarts Gegenwehr: "Die erste Halbzeit war geprägt von einem offenen Spiel, in dem es rauf und runter ging. Für unser Gefühl etwas zu offen: Es gab einige Leichtsinnsfehler bei uns, die zu Stuttgarter Chancen geführt haben. Aber: Wir haben konsequent verteidigt, uns in Schüsse geworfen und sie geblockt, was Ausdruck ist eine Superverteidigungsmentatlität ist. Danach wurden wir passsicherer, haben Räume gefunden, konnten das Mittelfeld schnell überbrücken. Dadruch konnten wir das Spiel immer weiter nach hinten drücken und die Konter des VfB sowie das Tempo früh kontrollieren. Wir haben dann schöne Tore gemacht, Deswegen gebührt der Mannschaft gilt dickes Kompliment. Trotzdem ist es so, dass wir aus dem Rhythmus Donnerstag, Sonntag, Mittwoch, Samstag kommen und dafür eine Top-Teamleistung gebracht haben. Das macht uns sehr glücklich."

... über die Reaktion auf die Liverpool-Niederlage, was er mit der Mannschaft gemacht habe: "Es war große Enttäuschung für uns alle. Entscheidend ist aber, was die Mannschaft gemacht hat und nicht ich. Nach dieser Niederlage waren alle sehr selbstkritisch, sehr hart in der Kritik, aber sehr ehrlich. Wir haben das Spiel inhaltlich analysiert und reflektiert. Nachdem wir das hinter uns hatten, haben wir uns erlaubt einzugestehen, dass diese Dinge zum Sport gehören, dass sie jeder Mannschaft passieren und schon passiert sind. Damit haben wir eine gewisse Leichtigkeit hinzugefügt, das anzunehmen und anzuerkennen und es nicht als Schicksalsschlag zu begreifen und nicht in Selbstmitleid aufzugehen. Das ist dafür da, daran zu wachsen. Dadurch konnten wir die Leistungen gegen Hamburg, Berlin und heute in den Mittelpunkt rücken, damit fühlen wir uns sehr wohl. Denn das ist das, was wir beeinflussen können und worauf die Mannschaft sehr stolz sein kann."