BVB-Trainer Klopp verbietet Aubameyang die bunten Schuhe

Sebastian Weßling
Da geht's lang: BVB-Trainer Jürgen Klopp zeigt Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang, was er von ihm sehen will - und was nicht.
Da geht's lang: BVB-Trainer Jürgen Klopp zeigt Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang, was er von ihm sehen will - und was nicht.
Foto: imago
Er fuhr mit einem dicken Ferrari zum Training vor und fiel mit extrovertierten Schuhen auf: Dortmunds Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang ist kein ganz gewöhnlicher Profi. Einige Extravaganzen hat BVB-Trainer Klopp nun verboten, mit anderen hat er kein Problem.

Dortmund. Mit auffälligen Autos hat BVB-Trainer Jürgen Klopp nicht unbedingt ein Problem, mit auffälligen Schuhen offenbar schon - das bekam auch Borussia Dortmunds Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang zu spüren, der anfangs mit extravagantem Schuhwerk zur Arbeit erschien. "Das habe ich am ersten Tag nicht registriert, erst am zweiten Tag und bin dann eingeschritten", erzählt Klopp im Interview mit dem "kicker". "Ich habe ihm gesagt: Trag bitte normale Sportschuhe!"

Der dicke Ferrari, mit dem der Neuzugang aus Gabun zum Training vorfuhr und der Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu einigen süffisanten Bemerkungen verleitete, stört den Trainer jedoch nicht: Generell habe ich kein Problem damit, dass Menschen andere Ansichten aufs Leben haben - und verschiedene Dinge mehr genießen können als ich", sagt Klopp. "Es geht nur darum, dass man innerhalb einer Mannschaft funktionieren muss. Günter Netzer fuhr auch außergewöhnliche Autos, und bis heute finden wir ihn alle klasse."

Sportlich dagegen ist der Trainer von seinem Neuzugang absolut überzeugt: "Bei Aubameyang ist ungewöhnlich, dass ein Spieler mit diesem Tempo in der letzten Aktion so ruhig bleibt", schwärmt Klopp. "Er hat Volleytore gemacht, Kopfballtore,Tore aus Eins-gegen-eins-Situationen." Nur mit Aubameyangs Torjubel müssen sich die Borussen noch arrangieren: Der Offensivspieler schlägt nach eingenen Treffern gerne einen Salto. "Wir haben ein paar Spieler, die es immer besonders schnell zum Torschützen schaffen", warnt Klopp. "Da müssen wir aufpassen, dass Aubameyang sie beim Jubel-Salto nicht mit dem Fuß im Gesicht trifft."