BVB-Trainer Klopp sieht Galatasaray nicht als Aufbaugegner

Sebastian Weßling
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hofft auf ein Erfolgserlebnis.
Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hofft auf ein Erfolgserlebnis.
Foto: Bernd Thissen
In der Champions League kann Borussia Dortmund eine makellose Bilanz vorweisen, auch Galatasaray Istanbul besiegte der BVB zuletzt deutlich. Dennoch warnt Trainer Jürgen Klopp vor dem Rückspiel: Die Türken seien ein starker Gegner.

Dortmund. Natürlich ist Borussia Dortmund derzeit eher nicht in Gefahr, einen Gegner zu unterschätzen - zu schlecht ist die Lage in der Bundesliga, wo man zuletzt fünf Mal in Folge verlor. Am Dienstag allerdings steht eine Partie in der Champions League an und hier sieht die Welt ganz anders aus: Drei Siege, 9:0 Tore und zuletzt ein 4:0-Sieg bei Galatasaray Istanbul, bei dem die Türken sich defensiv allzu naiv präsentierten.

Diese treten nun am Dienstag mit bislang nur einem Punkt im Gepäck zum Rückspiel in Dortmund an (20.45 Uhr/im Live-Ticker) und könnten, sollte sich das Defensivverhalten nicht dramatisch verbessert haben, einen dankbaren Aufbaugegner darstellen. Doch BVB-Trainer Jürgen Klopp mag derlei Gedanken nicht aufkommen lassen: "Wir rechnen mit einem selbstbewussten Gegner", sagt er. "Mit einer starken Mannschaft, die das Ziel hat, ihre Situation in der Gruppe dramatisch zu verbessern."

Galatasaray-Trainer lobt BVB als eine der stärksten Mannschaften Europas

Einerseits muss Galatasaray zwar dringend kompakter stehen als im Hinspiel, um ein erneutes Fiasko zu vermeiden. Andererseits brauchen die Gäste dringend einen Sieg, um die Chancen auf das Weiterkommen zu wahren - was auf einen Gegner hoffen lässt, der den Borussen Räume für ein Umschaltspiel anbietet. "Dass sie nur hinten drin stehen, um kein Gegentor zu kriegen oder alles nach vorne werfen, um zu gewinnen - ich glaube, beides wird nicht eintreten", sagt allerdings Klopp. "Sie werden versuchen sich bei gegnerischem und eigenem Ballbesitz zu verbessern."

Ähnlich drückt es sein italienischer Kollege, Galatasaray-Trainer Cesare Prandelli aus: "Wir werden aggressiv und konzentriert sein", sagt er. "Wir müssen in die Tiefe gehen und auch unsere Tore suchen." Zu offensiv dürfe man dabei aber nicht werden: "Wir spielen gegen eine der stärksten Mannschaften Europas."

Dass diese derzeit tabellarisch auch eine der schwächsten der Bundesliga ist, verschweigt der Italiener wohlweislich. Man will ja keinen Gegner unterschätzen.