BVB-Trainer Klopp nimmt Schalke und Leverkusen in Schutz

Jürgen Klopp hatte gut lachen: Sein BVB gewann bei Zenit St. Petersburg 4:2.
Jürgen Klopp hatte gut lachen: Sein BVB gewann bei Zenit St. Petersburg 4:2.
Foto: dpa
Die Kritik und Häme waren groß für Schalke 04 und Bayer Leverkusen, nachdem sie in der Champions League deftige Klatschen hinnehmen mussten. Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, kann das nicht ganz nachvollziehen: Die beiden hätten das Pech gehabt, auf herausragende Gegner zu treffen.

Dortmund. Der Jubel in Fußball-Deutschland war groß: Nicht einmal ein Jahr ist es her, da standen mit Bayern München und Borussia Dortmund zwei deutsche Mannschaften im Finale der Champions League. Die Bundesliga, so hieß es, sei nun endgültig die stärkste Liga der Welt.

Ähnlich klang es im Winter, als sich alle vier vertretenen deutschen Mannschaften für die K.o.-Runde der Königsklasse qualifizierten. Erstmals war das gelungen und natürlich war es ein erneuter Beleg für die Stärke der Bundesliga.

Häme und Kritik für Leverkusen und Schalke

Inzwischen ist der Rausch einer gewissen Katerstimmung gewichen: Der FC Bayern München (2:0 beim FC Arsenal) und Borussia Dortmund (4:2 bei Zenit St. Petersburg) nehmen zwar Kurs aufs Viertelfinale, die beiden anderen deutschen Mannschaften aber kamen gehörig unter die Räder: 0:4 unterlag Bayer Leverkusen Paris St. Germain, eine 1:6-Klatsche gab es gar für Schalke 04 gegen Real Madrid – und eine Menge Kritik und Häme hinterher.

BVB-Trainer Jürgen Klopp allerdings kann diese nicht ganz nachvollziehen: „Schalke und Leverkusen hatten das Pech, auf zwei herausragende Mannschaften zu treffen, die sicher ein großes Wort mitsprechen werden bei der Vergabe des Titels“, sagt er. „Sie gehören nicht nur, was die individuelle Qualität angeht, zu besten Mannschaften, sondern sind auch in einer phantastischen Phase.“ Da könne man als ambitionierter, aber eben doch etwas kleinerer Bundesligist schonmal unter die Räder kommen.

Real Madrid und Paris sind "einen Tick besser"

„Das hat gar nichts mit Qualität der Bundesliga zu tun, Schalke und Leverkusen sind richtig starke Fußballmannschaften“, meint Klopp. „Aber Real Madrid und Paris sind einen Tick besser. Da muss einiges passen und von den Dingen, die passen müssen hat in den beiden Spielen wenig gepasst.“

Der BVB-Coach wird ziemlich genau auf diese Dinge geachtet haben. Denn nach Lage der Dinge könnten seine Dortmunder im Viertelfinale auf eine der beiden so hochgelobten Mannschaften treffen, außerdem sind unter anderem der FC Barcelona und der FC Bayern München in der Verlosung. Spätestens dann wird sich erweisen, ob die letztjährige Finalteilnahme der Dortmunder ein einmaliger Ausreißer nach oben war – oder ob auch sie sich schon - wie der FC Bayern - zu Europas Elite zählen dürfen.

 
 

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