„Brutale Veränderung“: Mit diesen Methoden krempelt Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel Paris Saint-Germain um

Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel lässt bei PSG seinen Charme spielen.
Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel lässt bei PSG seinen Charme spielen.
Foto: dpa

Paris. Erst seit wenigen Wochen trainiert Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel den europäischen Spitzenklub Paris Saint-Germain. Doch schon jetzt drückt der 45-Jährige dem Hauptstadtklub seinen Stempel auf.

Offenbar punktet Thomas Tuchel mit einer Fähigkeit, die beim BVB nicht unbedingt als Stärke Tuchels galt - er erobert die Spieler mit seinem Charme. Das berichtet zumindest die renommierte französische Sportzeitung „L'Equipe“.

Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel lässt seinen Charme spielen

„Wir haben mit Thomas Tuchel einen Trainer, der sehr nah an seinen Spielern ist. Er nimmt sie in den Arm, was vor allem die Brasilianer schätzen“, so ein angeblicher Insider, der im Vergleich zur Situation unter Tuchels Vorgänger Unai Emery von einer „brutalen Veränderung“ spricht.

Auf das gute Verhältnis zu seinen Spielern ist Tuchel dringend angewiesen - denn die Erwartungen an den ehemaligen BVB-Trainer sind hoch. Tuchel soll die Champions League gewinnen, alle anderen Titel zählen für PSG kaum.

Ärger um Vereinspolitik von Paris Saint-Germain

Laut Medienberichten soll Tuchel bereits jetzt im Clinch mit der Klubleitung liegen. Der Grund: Tuchel ist mit der Transferpolitik des Vereins mehr als unzufrieden. Der 45-Jährige hätte im Sommer nur zu gerne einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler verpflichtet. Im Gespräch waren unter anderem Julian Weigl von Borussia Dortmund oder Axel Witsel, der sich ebenfalls dem BVB anschloss.

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Sportdirektor Henrique verpflichtete mit Thilo Kehrer und Juan Bernat zwei Verteidiger, obwohl die Abwehr ohnehin schon gut besetzt war. Mit Gianluigi Buffon kam ein Keeper, der derzeit nur Nummer 2 hinter Alphonse Areola ist. Und Neuzugang Eric Maxim Choupo-Moting ist im Sturm bestenfalls zweite Wahl hinter Edinson Cavani, Kylian Mbappé, Angel di Maria oder Neymar.

Champions-League-Niederlage gegen den FC Liverpool

Als Paris vergangene Woche das wichtige Champions-League-Spiel gegen den FC Liverpool verlor, stellte sich Verteidiger und Kapitän Thiago Silva demonstrativ hinter Tuchel. Auf die Frage nach der Aufstellung antwortete er: „Ob unsere Mittelfeldspieler falsch aufgestellt waren? Das müssen Sie Henrique fragen.“

Trotzdem steht Tuchel nach der Niederlage unter Druck. Diesen Druck ließ der 45-Jährige am Wochenende ab, als er vor dem Spiel gegen Rennes eine waschechte Wutrede hielt (hier die Details).

Wutausbruch von Thomas Tuchel

Angesprochen auf personelle Veränderungen nach dem Liverpool-Spiel, sagte Tuchel: „Wenn wir mit etwas nicht glücklich sind und das Gefühl haben, etwas ändern zu müssen, ändern wir das!“

Einmal in Rage, legte er nach: „Wenn wir nicht glücklich sind, sind wir nicht glücklich. Wenn wir scheiße spielen, dann spielen wir scheiße.“

Da musste selbst der Übersetzer kurz innehalten und lachen, als er diesen Satz den französischen Journalisten übersetzte. Immerhin konnte Tuchel sich dann über einen Sieg freuen. Gegen Stades Rennes gewann PSG mit 3:1. (fel)