BVB-Stürmer Zidan wird kein Soldat

Dortmund. Borussia Dortmund kann vor dem Europa-League-Qualifikationsspiel am heutigen Abend gegen den FC Qaradag Agdam (Aserbaidschan) tief durchatmen. Der Grund: Stürmer Mohamed Zidan (28) muss nicht, wie befürchtet, den dreijährigen Wehrdienst in seinem Heimatland antreten

Zidan steht somit dem Fußball-Bundesligisten nach seiner Verletzungspause (Kreuzbandriss) im Herbst wieder uneingeschränkt zur Verfügung. „Die Freistellung von Herrn Zidan wurde verlängert. Er kann seinen Vertrag beim BVB erfüllen“, teilte die Pressestelle der ägyptischen Botschaft in Berlin auf Anfrage von DerWesten mit. „Ich habe von der Entscheidung noch nicht gehört. Wenn es so ist, dann freut mich das sehr“, sagte Zidan auf Nachfrage von DerWesten. „Ich habe am Sonntag einen Termin beim Militär mit einem ausführlichen medizinischen Check. Vielleicht erfahre ich es dann.“

Der 34-malige ägyptische Nationalspieler war als einziger Ernährer seiner Familie bislang für den Wehrdienst freigestellt. Da aber inzwischen ein Bruder ebenfalls ein Einkommen haben soll, wackelte die Befreiung. Eine Prüfung der ägyptischen Behörden ergab aber, dass der jüngere Zidan-Bruder an einer Universität eingeschrieben ist. Da somit auch in den kommenden Jahren kein zweites Einkommen zu erwarten ist, muss der 28-jährige BVB-Stürmer nicht befürchten, vor dem Erreichen der Wehrdienstgrenze (30 Jahre) zum Dienst an der Waffe einberufen zu werden.

Zidan absolviert in Kairo sein Aufbautraining nach einem Kreuzbandriss und will im Oktober wieder für den BVB auflaufen. „Mein Knie sieht richtig gut aus, ich bin richtig zufrieden“, so der Ägypter. „Ich hoffe, Ende September wieder mit der Mannschaft trainieren zu können.“

 
 

EURE FAVORITEN