BVB-Star Großkreutz schämt sich nach Derby-Krawallen "für gar keinen"

Francois Duchateau
Kevin Großkreutz war erleichtert über den 3:1-Erfolg beim Erzrivalen Schalke 04. Von den Pyro-Ausschreitungen distanzierte er sich nicht.
Kevin Großkreutz war erleichtert über den 3:1-Erfolg beim Erzrivalen Schalke 04. Von den Pyro-Ausschreitungen distanzierte er sich nicht.
Foto: dpa
Ausschreitungen überschatteten das 143. Revierderby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund. Im Gegensatz zu den BVB-Offiziellen Jürgen Klopp und Hans-Joachim Watzke verzichtete Kevin Großkreutz darauf, die Vorfälle im Gästeblock zu kritisieren.

Wegen Pyro-Ausschreitungen wurde das 143. Revierderby am Samstag zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund erst mit Verzögerung angepfiffen. Schwarz-Gelb setzte sich am Ende mit 3:1 bei Königsblau durch, doch über das Sportliche wurde nach Abpfiff kaum noch geredet.

Gelsenkirchen. BVB-Trainer Jürgen Klopp distanzierte sich ("unschöne Bilder, für die man sich schämt") ebenso deutlich von den Vorfällen im Gästeblock der Veltins-Arena wie BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der sich bei S04 entschuldigte und harte Konsequenzen ankündigte. Wie diese aussehen sollen, ist noch unklar.

"Wie bei einem Heimspiel"

Fan-Held Kevin Großkreutz zeigte sich nach der Partie erleichtert über den 3:1-Sieg beim Erzrivalen. Den Spielverlauf beschrieb er als "angenehm" und entspannt. Im Gegensatz zu Watzke und Klopp verzichtete er im Interview nach dem Spiel mit dem ARD-Hörfunk jedoch darauf, sich von den Ausschreitungen Seiten des Dortmunder Anhang zu distanzieren. "Ich schäme mich für gar keinen. Das muss jeder selber wissen." Auch die Stimmung auf Schalke kommentierte er: "Es kam mir vor wie bei einem Heimspiel." Die letzten Minuten habe er genießen können.