BVB-Sportdirektor Zorc warnt: "Ingolstadt wird schwieriger"

BVB-Sportdirektor Michael Zorc war zufrieden mit dem Auftakt - und warnt vor den künftigen Aufgaben.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc war zufrieden mit dem Auftakt - und warnt vor den künftigen Aufgaben.
Foto: imago
Nach dem 4:0 gegen Gladbach war Sportdirektor Zorc hochzufrieden, verteilte Lob an einige Spieler - und warnte vor den kommenden Aufgaben.

Dortmund.. Es war ein gut gelaunter Michael Zorc, der in den Katakomben des Dortmunder Stadions vor die Journalisten trat. Mit 4:0 hatte Borussia Dortmund die Gladbacher Borussia besiegt - was auch in der Höhe absolut verdient war. So steht man bereits nach dem ersten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Tuchel dort, wo man sich möglichst schnell wieder dauerhaft sehen möchte: auf Tabellenplatz zwei. Sportdirektor Zorc war daher nicht der einzige Dortmunder, der ein breites Grinsen im Gesicht hatte.

Michael Zorc, wie ist Ihr Eindruck von diesem Spiel?

Michael Zorc: Ein guter Start.

Ein beängstigend guter Start?

Zorc: Ein sehr guter Start.

Aha.

Zorc: Es war wirklich gut anzusehen, richtig guter Fußball - vor allem, wenn man berücksichtigt, dass wir gegen Mönchengladbach gespielt haben. Die waren die beste Rückrundenmannschaft, haben mit die wenigsten Gegentore bekommen. Und dann so das Spiel zu dominieren, diese Tore zu machen - zumal wir noch mehr hätten machen müssen - ist einfach klasse.

Henrikh Mkhitaryan war zum wiederholten Mal richtig stark, nachdem die vergangene Saison ja eher durchwachsen war. Wie ist diese Entwicklung zu erklären?

Zorc: Miki hat ja auch in der Vergangenheit schon gute Spiele abgeliefert. Aber er ist jetzt in einer überragenden Verfassung, er spielt sehr befreit, gelöst und selbstbewusst auf. Ich hoffe, dass es so weitergeht.

Die alten BVB-Tugenden, das schnelle Umschaltspiel und das Pressing, waren heute noch zu sehen - aber auch ein starkes Ballbesitzspiel. Ist das die Mischung aus Klopp- und Tuchel-Fußball, die Sie sich wünschen?

Zorc: Das ist das, was angestrebt wird. Wir haben natürlich nach wie vor Stärken im Umschaltspiel, ohne geht es auch nicht. Das hat man gesehen bei dem Tor, das leider nicht gegeben wurde: Balleroberung, schnelles Spiel in die Spitze und ein super Abschluss von Miki. Aber natürlich haben wir auch ein sehr gutes Spiel im eigenen Ballbesitz gemacht. Unser Positionsspiel war hervorragend, wir haben eine sehr hohe Passquote - obwohl Gladbach es sehr eng gemacht hat. Da musste man sich erstmal durchspielen und das haben wir regelmäßig gemacht.

Die beste Passquote hatte Julian Weigl. Wie haben Sie ihn gesehen?

Zorc: Das war ein beeindruckendes Debüt, muss man wirklich sagen. Es war ja sein erstes Bundesligaspiel, und gleich so ein tolles. Das sah wirklich gut aus, er hat sehr abgeklärt gespielt, man hat das Gefühl, er hat immer einen Plan.

Anders als oftmals in der letzten Saison sah es so aus, als habe die Mannschaft richtig Spaß auf dem Platz.

Zorc: Ja, es war schwierig in der letzten Saison, Spaß zu haben. Wenn du Tabellenfünfzehnter bist, hast du ja keinen Spaß als Borussia Dortmund, und auch nicht als Zehnter. Das ist nicht unser Anspruch. Aber in der Tat: Ich sehe es ja auch n den Trainingseinheiten, die Mannschaft ist mit sehr viel Spaß dabei, auch immer offen für neue Trainingsformen. Aber es war das erste Spiel, gegen Ingolstadt wird es schwieriger. Und davor müssen wir noch nach Norwegen. Das ist ein strammes Programm - und deswegen ist es auch gut dass der Kader nicht zu klein ist und man die Belastung entsprechend verteilen kann.

 
 

EURE FAVORITEN