BVB muss gegen Wolfsburg auch auf die Standards achten

Gegen Berlin traf Neven Subotic nach einem Eckball.
Gegen Berlin traf Neven Subotic nach einem Eckball.
Foto: imago
Der VfL Wolfsburg ist ein spielstarker Gegner und auch bei Standards gefährlich. Auf einen Akteur müssen die BVB-Spieler dabei besonders achten.

Dortmund.. Man könnte vieles aufzählen, doch Jürgen Klopp macht es kurz und knapp: "Wolfsburg ist eine unheimlich starke Mannschaft, die zu Hause seit ewigen Zeiten nicht mehr verloren hat", sagt der Trainer von Borussia Dortmund, als er nach den Vorzügen des kommenden Gegners (Samstag, 15.30 Uhr/im Live-Ticker) befragt wird. "Wolfsburg hat einen speziellen Spielstil, hat Jungs, die schnell, gut und genau verlagern, was ballorientiertes Verteidigen natürlich notwendig macht, aber auch ein bisschen erschwert."

Und: Wolfsburg hat diesen Naldo, 1,98 Meter groß, 89 Kilogramm schwer und mit gehöriger Sprungkraft und Robustheit ausgestattet. Wenn es beim Tabellenzweiten spielerisch mal nicht läuft, dann köpft eben dieser Innenverteidiger einen Eckball oder Freistoß ins Netz. Und das zu verhindern, ist leichter geplant als getan. "Das hatten wir in der Vorrunde auch schon vor, das hat nicht ganz so gut geklappt", erinnert sich Klopp an das 2:2 im Dezember, als Naldo kurz vor Schluss zum Endstand traf - per Kopf, nach einer Ecke.

"Er ist wirklich schwer zu verteidigen, wird zum einen gut freigesperrt und hat zum anderen sensationelle Laufwege", sagt Klopp und verweist zudem auf die exzellenten Standardschützen in Wolfsburger Diensten. "Das ist eine wirkliche Waffe von ihnen", sagt der BVB-Coach. "Wir sind da dran, uns das so genau anzuschauen, dass uns zumindest keine Variante überrascht." Was ihm Mut macht: "Wir haben das zuletzt ordentlich verteidigt bei Standards", meint er. "Seit wir auf Raumdeckung umgestellt haben, hat das ordentlich funktioniert."

BVB-Standards sind inzwischen wieder gefährlich

Und auch die eigenen Standards sorgen inzwischen durchaus wieder für Gefahr, zuletzt sorgte beim 2:0-Sieg gegen Hertha BSC Neven Subotic nach einem Eckball für die Führung - auf Vorlage von Henrikh Mkhitaryan. "Miki hat tatsächlich eine neue Qualität erreicht in diesem Bereich", sagt Klopp. "Er durfte im Training schon länger Standardsituationen ausführen, aber die waren nicht so, dass man gesagt hätte: Dann mach's doch auch im Spiel." Inzwischen aber schlägt der Armenier durchaus gefährliche Standards, scharf kommen die Bälle an den Fünfmeterraum geflogen. "Das erleichtert im Zentrum auch das Einhalten der vorgegebenen Laufwege, wenn du nicht schon vorher denkst, der Ball kommt sowieso nicht", sagt Klopp.

Das Problem gegen Wolfsburg: Auch im eigenen Strafraum wird sich der Naldo mit seinen 1,98 Metern in den Kampf um die Flanken werfen, flankiert vom immerhin 1,93 Meter messenden Timm Klose. "Kleiner machen können wir sie leider nicht", seufzt Klopp.

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