BVB mit desolatem Auftritt in Hamburg – sechsmal Note 5

Henrikh Mkhitaryan und der BVB lieferten beim HSV eine desolate Leistung ab.
Henrikh Mkhitaryan und der BVB lieferten beim HSV eine desolate Leistung ab.
Foto: dpa
Wie so oft lieferte Borussia Dortmund auch dieses Mal in Hamburg einen unterirdischen Auftritt ab. Beim 1:3 enttäuschte fast die gesamte Mannschaft.

Hamburg.. Noten von 3,5 bis 5,5 - so bewerten wir die Leistung der Dortmunder gegen Hamburg.

Torwart und Abwehr

Roman Bürki: Viel zu ungestüm kam er Ilicevic entgegengestürmt – und konnte den Körperkontakt dann nicht mehr verhindern, als der Ball eigentlich schon weg war (18.). Das war ungeschickt. Am zweiten Tor durch Holtby (42.) und dem Eigentor von Humels (55.) gab es nichts zu halten – und sonst hatte er keine Gelegenheit mehr, sich auszuzeichnen. Note: 4,5

Matthias Ginter (bis 45.): Mit dem gewohnten Zug nach vorne – aber hoher Fehlerquote. Ließ sich schon in der Anfangsphase von Holtby übertölpeln, Schmelzer bereinigte die Situation mit einigem Glück (10.). Vor dem 0:1 war sein Stellungsspiel nicht optimal, aber die Hauptfehler lagen anderswo (18.). Das 2:0 leitete er dann aber mit einem Katastrophenpass auf Müller ganz alleine ein (42.). Note: 5

Sokratis: Auch der Grieche hat schon bessere Tage in der Abwehr erlebt. Vor dem 1:0 klärte er den Ball mit der Brust genau auf Holtby – Steilpass auf Ilicevic, Elfmeter, 0:1 (18.). Schon vorher hatte er dem Kroaten im Strafraum zu viel Platz gelassen, da schoss der aber vorbei (16.). Im zweiten Durchgang immerhin fing er sich etwas. Note: 5

Mats Hummels: Im ersten Durchgang machte er zwar keinen perfekten, aber einen ordentlichen Job im Abwehrzentrum. Sein slapstickhaftes Eigentor, als er Holtbys Ecke vollkommen unbedrängt einköpfte, entschied jedoch die Partie (55.). Note: 4

Marcel Schmelzer: Einzig fehlerfreier Abwehrspieler an diesem Abend. Schaltete sich oft nach vorne ein, hatte eine wirklich gute Schussgelegenheit – doch seine Direktabnahme aus 18 Metern landete neben dem Tor (51.). Note: 3,5

Mittelfeld

Ilkay Gündogan: Von ihm kam nicht viel in Durchgang eins. Der Spielgestalter rieb sich in vielen Zweikämpfen auf, die zündende Idee nach vorne aber hatte er nicht. Und als er nach einer guten Stunde frei an der Strafraumgrenze zum Schuss kam, traf er das Tor nicht (64.). Gefährlicher war da schon sein direkter Freistoß, den Adler aber gerade so hielt (76.). In der zweiten Halbzeit noch am ehesten so etwas wie ein Aktivposten, insgesamt war das aber viel zu wenig. Note: 4

Julian Weigl: Es ist schon fast eine Eilmeldung wert: Julian Weigl unterlief ein Fehler im Stellungsspiel! Der allerdings war gravierend: Anstatt mit Holtby mitzulaufen machte er vor dem 0:2 einen Schritt nach vorne – so konnte Tuchels ehemaliger Schützling alleine auf das Tor zulaufen und vollstrecken (42.). Hatte auch ansonsten zu viele Nachlässigkeiten und Fehlpässe in seinem Spiel. Note: 5

Shinji Kagawa (bis 45.): Startete wie meistens zuletzt auf der linken Halbposition im Mittelfeld – konnte von dort aber nur wenig Gefahr entfalten. Die drei Hamburger Sechser bearbeiteten den Japaner meist sehr effektiv – und so musste er zur Halbzeit weichen. Note: 5

Henrikh Mkhitaryan: Von den Offensivkräften war er im ersten Durchgang noch der auffälligste. Auch im zweiten Durchgang hatte er die erste gefährliche Szene, doch sein Schuss von der Strafraumgrenze ging ein gutes Stück daneben (50.). Er leitete das 1:3 durch Aubameyang mit starkem Solo ein (86.) - über weite Strecken des Spiels gelang aber auch ihm wenig. Note: 4

Angriff

Pierre-Emerick Aubameyang: Hing in der ersten Halbzeit völlig in der Luft. Einmal zeigte er sein Tempo, band bei einem Konter gleich vier Hamburger – versäumte aber den Moment des Abspiels (35.). Als er kurz nach Wiederanpfiff frei durch war, schnibbelte er den Ball noch leicht bedrängt gute zehn Meter neben das Tor (52.); als Piszczeks Flanke durchrutschte, schoss er aus kurzer Distanz Adler an (63.). Sein Treffer in der 86. Minute, als er freistehend einschob, kam viel zu spät – und die dicke Chance zum 2:3 vergab er in der Nachspielzeit. Note: 5

Marco Reus (bis 69.): Stand nach überwundenem Muskelfaserriss wieder in der Startaufstellung – und hatte in der ersten Halbzeit den ersten Schuss auf das Hamburger Tor – der allerdings geriet zu schwach (22.). War auf der linken Seite in der Anfangsphase sehr aktiv und oft am Ball – viel kam dabei aber nicht heraus. Note: 5

Die Eingewechselten

Gonzalo Castro (ab 46.): Kam für Kagawa. Machte keine Fehler, brachte aber auch nicht wirklich neuen Schwung. Note: 4

Lukasz Piszczek (ab 46.): Kam für Ginter – und klärte wenig später Müllers Kopfball in höchster Not zur Ecke (53.). Schlug ein, zwei gefährliche Bälle in den Strafraum – leistete sich aber nach hinten grobe Schnitzer – vor allem, als er im eigenen Sechzehner Lasogga per Hackentrick bediente (67.). Note: 4,5

Adnan Januzaj (ab 69.): Kam für Reus und legte Aubameyang kurz vor Schluss noch das 1:3 auf (86.). Ohne Note

 
 

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