BVB-Kapitän Schmelzer nach Madrid-Spiel: "Das macht uns Mut"

Applaus für die Fans: BVB-Kapitän Marcel Schmelzer (M.) und seine Teamkollegen bedanken sich nach der Niederlage in Madrid bei den mitgereisten Anhängern.
Applaus für die Fans: BVB-Kapitän Marcel Schmelzer (M.) und seine Teamkollegen bedanken sich nach der Niederlage in Madrid bei den mitgereisten Anhängern.
Foto: Getty Images

Madrid. Es war ein Akt der Entschlossenheit, wie sie einem Kapitän gut zu Gesicht steht. Und die Tat durfte auch als Signal gelten an die Kollegen, dass an diesem Abend bei allen Widrigkeiten noch etwas zu machen wäre. Und so eroberte Marcel Schmelzer den Ball tief in der Hälfte von Real Madrid, wuchtete eine traumhafte Flanke vor das Tor, wo Pierre-Emerick Aubameyang den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte. Dass die Partie am Ende mit 2:3 verloren ging und Borussia Dortmund sich mit nur zwei Champions-League-Punkten in die Europa League verabschiedet, konnte Schmelzer nicht verhindern. An ihm hatte es an diesem Abend sicher nicht gelegen.

Denn seine unbeugsame Leistung stand sinnbildlich für diesen BVB, der schon nach zwölf Minuten mit 0:2 hinten lag, das drohende Debakel auf abzuwenden verstand. Das deutete das schwarz-gelbe Personal als weiteren Fortschritt auf einem mühsamen Weg zurück zu einem Erfolgserlebnis.

"Nach den ersten 15 oder 20 Minuten war es viel besser. Ich denke, dass wir diesen Mut und diese Idee des Fußballs mitnehmen müssen in die kommenden Aufgaben. Es war wichtig, wie wir dann aufgetreten sind. In einer solchen Phase so selbstbewusst Fußball zu spielen hier in Madrid, das ist nicht selbstverständlich. Das macht uns Mut", sagte Schmelzer. Doch der Kapitän versäumte auch nicht, sich und seinen Kollegen einen Tadel ins Büchlein zu schreiben. "Wir müssen die ersten 15 Minuten auch analysieren. Das Auftreten geht so auf keinen Fall."

Und doch überwog der Willen, die neuerliche Niederlage als Aufbruch zu interpretieren. Drei Bundesligaspiele stehen bis zur Winterpause noch an, zudem das DFB-Pokalspiel bei Bayern München. "Wir sind alle nicht zufrieden mit der Champions-League-Saison, aber die ist jetzt vorbei. Wir lenken jetzt unsere Konzentration auf Samstag. Wir brauchen gar nicht drumherum reden: Wir müssen jetzt den Sieg einfahren gegen Bremen. Es zählen nur die drei Punkte, nichts anderes", sagt Schmelzer in aller Deutlichkeit. "Wir haben noch drei Liga-Spiele in diesem Jahr, die wollen wir sehr erfolgreich gestalten."

 

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