BVB-Kapitän Mats Hummels entfacht zur Unzeit Personalspekulationen

Mats Hummels verweigert in einem Interview ein klares Bekenntnis zu Borussia Dortmund – und entfacht damit unnötigerweise Spekulationen um seine Zukunft.

Dortmund.. Was war das für eine Begeisterung unter den Anhängern von Borussia Dortmund, als Marco Reus kürzlich seinen Vertrag bis 2019 verlängerte, und das ohne Ausstiegsklausel. Doch was das wert ist, führt aktuell Mats Hummels vor.

Im Interview mit dem „kicker“ äußerte sich der BVB zu seiner Zukunft bemerkenswert unverbindlich: Er wisse ja nicht, was in den nächsten Monaten sein werde. „Deshalb sage ich offen und ehrlich, dass ich über meine Zukunft nachdenke, dass ich mir derzeit überlege, was ich mir vorstellen kann.“

Hummels wählt schlechten Zeitpunkt für Aussage

Da stellt sich die Frage: Was gibt es da zu überlegen? Immerhin ist das Arbeitspapier des Abwehrspielers beim BVB noch bis 2017 datiert – und das ohne Ausstiegsklausel, wie Hummels noch vor einem halben Jahr stolz verkündete.

Eine Entscheidung stünde also erst in zwei Jahren an. Warum also diese Aussagen zu diesem Zeitpunkt, in noch immer prekärer Situation? Sieht sich hier der Mannschaftskapitän genötigt, den Druck auf die Verantwortlichen zu erhöhen, auf dass die den Verein zum Erfolg zurückführen – zumal er im gleichen Interview „eine schlagkräftige Truppe und eine schlagkräftige Herangehensweise“ fordert?

Das aber hätte auch intern funktioniert, was der deutlich bessere Weg gewesen wäre.

BVB könnte viel Geld für Hummels verlangen

So bleibt der Eindruck, dass hier jemand seinen Abgang vorbereitet – vielleicht nicht im Sommer, aber wohl noch vor Ablauf des Vertrags. Dass der bis 2017 läuft, muss dabei kein Hindernis sein. Kaum ein Verein hält einen Spieler jahrelang gegen dessen Willen – schon gar nicht, wenn ein Interessent eine ordentliche Ablösesumme bietet. Bei einem Spieler der Kategorie Hummels oder – siehe oben – Reus dürfte das keine Schwierigkeit darstellen.

Schwierigkeiten wird aber so mancher im BVB-Umfeld mit den Äußerungen des Kapitäns haben. Dass sich dieser Gedanken um seine Zukunft macht, ist selbstverständlich völlig legitim. Dass er diese Gedanken aber ohne Not nach außen trägt, kommt zur absoluten Unzeit. Denn Unruhe gibt es beim BVB auch so schon genug.

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